23. Juni – Das südwestliche Ende von England

← Auf dem Lizard                                                  St. Ives bis Mevagissey →

P1070057Dieters Geburtstag begann mit blauem Himmel und viel Sonne 🙂 

Zwar wollten wir auch heute wandern – gingen aber erst mal kurz in den Ort, wo der Hafen in der Morgensonne döste.

Im Sloop Inn war schon einiges los, und auch das Angebot in den Läden lockte mit Kaloriensünden.P1070141 P1070143
P1070149
P1070145
Dann fuhren wir einfach los, den westlichsten cornischen Zipfel entlang.

Zunächst wurde eine alte Zinn- und Kupfermine besichtigt, die wie viele andere direkt an der Küste errichtet worden war. Die unterirdischen Tunnel, in denen Zinn abgebaut wurde, verliefen oft viele hundert Meter unter dem Meer.
P1070156
Von Porthcurno aus starteten wir zur spektakulärsten, aber auch anstrengendsten unserer bisherigen Wanderungen.

Vom Parkplatz des Minack Theaters, einem in die Küstenfelsen gehauenen Freiluft-Theater, in dem gerade eine Probe stattfand – die wir als Zaungäste beobachteten – ging es auf den Küstenpfad.
P1070164n
P1070166
Schon kurz nach dem Start traumhafte Ausblicke auf Strände, die mit jedem Thailand-Strand mithalten könnten – Puderzucker-Sand, kristallklares türkisblaues Wasser und dramatische Fels-Kulissen.
P1070159
P1070171
P1070174
Dann kamen Felsen, Kliffs, die uns zwangen, hoch hinauf zu steigen, auf Pfaden, wo kaum ein Fußpaar nebeneinander passte und die oft haarscharf am Abgrund entlang liefen.

Hinzu kam, das sie oft sehr steil waren, für mich, mit Höhenangst und fehlender Schwindelfreiheit, eine echte Herausforderung.

Immer wieder sind Klippenränder abgebrochen, die Erosion schreitet hier ständig fort. Es ging tief hinunter, bis auf Meereshöhe, über kleine Bäche, die ins Meer mündeten, durch eine kleine Höhle bzw. eine Art natürlichen Tunnel kamen wir direkt ans Wasser. Dann wieder in die Höhe – es war ganz schön schweißtreibend.

Ein Mann erzählte, in der nächsten Bucht tummle sich eine Herde „Basking Sharks“ –was das genau war, wussten wir nicht, nur, dass es sich um eine – ungefährliche – Hai-Aart handelte.

Und tatsächlich – wir sahen eine ganze Menge Dreiecks-Flossen in der Bucht, ab und zu auch mal einen Fisch-Rücken – mehr aber nicht. (Später erfuhren wir, dass es sich um Riesenhaie handelt, den zweitgrößten Fisch der Erde, der bis zu 10m lang wird, sich allerdings ausschließlich von Plankton ernährt.)
P1070205P1070209
Von da an ging es wieder landeinwärts. Und zunächst verliefen wir uns – wie jedes Mal auf dieser Wanderung – in der gleichförmigen Heide, die in allen Lila-Tönen blühte.
P1070213n
Aber irgendwann sahen wir dann doch den Kirchturm von St. Levan in der Ferne, marschierten auf ihn zu, mussten noch durch eine kaum sichtbare Lücke in einer Hecke,
P1070214P1070215
über ein Feld, dann noch vorbei an psychedelisch pinken Blumen an einer Mauer
P1070217
und waren kurz danach wieder am Auto.

Abends waren dann noch mal St. Ives und Sloop Inn angesagt, wo die Engländer ihren Einzug ins Achtelfinale frenetisch feierten.

← Auf dem Lizard                                                  St. Ives bis Mevagissey →

 

            

Gedanken, Bemerkungen, Kommentare ...

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s