17. Januar – Tee und mehr: Cameron Highlands

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P1030741Ein strahlender, etwas frischer Morgen – wie ein englischer Frühsommertag – mit blitzblauem Himmel und ein paar Wölkchen bei etwa 20°C.

Nach einem leichten Frühstück – für mich eine Schüssel heißer Porridge mit frischer Sahne und braunem Zucker (Dieter schüttelt sich) – machten wir uns auf die Hufe.

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Zuerst ging’s auf die Boh Teeplantage, ganz in der Nähe, ein langer gewundener Weg die Berge hoch, zwischen Gemüsefeldern und Teegärten.

Das saftige Grün in der Morgensonne löste bei mir einen wahren Fotorausch aus – ich war kaum von den Feldern wegzukriegen.
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Wir fuhren dieses Mal ganz nach oben, bis zu der Tee-Verarbeitungs-Anlage, wo es auch eine kleine Teestube gibt. Dort ließen wir uns den Weg vom frisch gepflückten Teeblatt bis zum fertigen Tee zeigen – von einer riesigen Inderin, die möglicherweise ein Mann war, der keiner sein wollte.

Nach einer Tee-Probe fuhren wir weiter nach Tanah Rata – das noch genauso desolat aussieht wie vor 10 Jahren. Auch was unser heutiges Abendessen anging, gab es leider keinerlei erfreuliche Neuentdeckungen – entweder schmuddelige Inder, schmuddelige Chinesen oder schmuddelige Halal-Küchen, die aber ausschieden – denn das erfahrungsgemäß hier ohnehin kaum genießbare Essen ohne ein Bier wäre doch eine zu große Zumutung.

Von Tanah Rata aus ging’s weiter in die Berge, zu einer zweiten Boh-Teeplantage – der Weg war fast noch schöner als der zur ersten.
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Dort gab es ein Café, wir beschlossen, einzukehren und die Aussicht zu genießen. Das Lokal war rundum verglast und thronte wie eine Kanzel auf dem Berg. Indische Pflücker-Familien feierten dort offenbar ein Familienfest…
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Leider kamen immer mehr dunkle Wolken auf, fotografieren und filmen war nur noch schwer möglich. Nach einer Kanne Tee und Erdbeertörtchen fing es auch prompt zu regnen an, außerdem kam Nebel auf. Dennoch war die Atmosphäre fast magisch ….
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Regen und Nebel wurden dann allerdings so heftig, so dass der Rückweg über die kurvige Straße eine echte Strapaze war. Zu allem Unglück ging auch noch der Scheibenwischer auf der Fahrerseite kaputt, das Wischerblatt war abgerissen und das nackte Metall quietschte und schabte über die Scheibe. Und damit nicht genug – der Gurt am Fahrersitz blockierte plötzlich und ließ sich nicht mehr raus ziehen.

Irgendwie schafften wir es aber doch zurück ins Hotel, machten es uns ein Stündchen mit einem Buch gemütlich und fuhren dann zurück nach Tanah Rata zum Abendessen. Zwar wussten wir, dass kaum kulinarische Highlights auf uns warteten, aber zumindest würde es nicht so teuer werden wie im Hotel.

Während Dieter eine leidlich genießbare Gemüsesuppe nahm, versuchte ich wider besseres Wissen ein Chickencurry – der Geschmack ging, aber was das Fleisch anging, hatte ich erhebliche Bedenken, ob das angebliche Chicken jemals Federn getragen hatte. Ich hielt mich an den Reis und spülte das Ganze mit reichlich Bier runter.

Da wir am nächsten Tag weiter wollten, machten wir uns bald auf den Heimweg und nach einem Absacker am Kamin früh ins Bett.

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