11./12. Februar – Kaltes Hongkong

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P1040339Wir wollten das Chinesische Neujahrsfest mal in China erleben und flogen mit Air Asia für kleines Geld nach Hongkong.

Allerdings dauerte die Reise insgesamt praktisch genauso lange, wie der Flug von Deutschland nach Thailand – morgens um 8:00 fuhren wir von Kata los, abends um 20:00 kamen wir in Hongkong an, denn wir mussten in Bangkok umsteigen.

Dieses Mal hatten wir ein Hotel auf Hongkong Island gebucht, direkt am Victoria Park, mit tollem Blick über den Hafen.

Die Fahrt vom Flughafen legten wir dieses Mal nicht mit dem Zug, sondern mit dem Bus zurück, der Flughafenbus hielt nämlich direkt vor unserem Hotel Metropark Causeway Bay, so dass wir nicht umsteigen mussten. Es klappte auch alles reibungslos.

Als wir ankamen, war es angenehm mild, wir bummelten bei 24°C durch die Straßen und glaubten dem Wetterbericht, der für die folgenden Tage einen Temperatursturz und Dauerregen vorher sagte, kein Wort.

Leider zeigte sich der nächste Morgen schon ziemlich trüb und grau – da konnte auch der farbenprächtige Blumenmarkt im Victoria Park direkt vor unserem Hotel nur wenig ändern.

Eine Orgie von Farben und Düften: Tausende kleiner Mandarinenbäume ….
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Felder von Narzissen, Orchideen, Pfingstrosen, Gladiolen, Astern – die Chinesen schleppten ganze Blumenberge fürs Neujahrsfest nach Hause…

Außerdem konnte man noch jede Menge sonstige Glücksbringer erstehen.
Nachdem der Blumenmarkt intensiv begutachtet war, machten wir uns mit der Metro auf Richtung Causeway Bay, um ein einzigartiges Spektakel zu beobachten: Die „Noonday-Gun“, eine kleine Kanone, die seit 1860 täglich Punkt 12:00 Uhr über die Causeway Bay hinweg abgefeuert wird. Diese Tradition hat sogar die Rückgabe Hongkongs an China überlebt.

Zuerst wird eine Messing-Glocke geläutet, dann ein Schuss abgefeuert – ein nettes Spektakel, das immer von zahlreichen Touristen beobachtet wird.


Der Legende nach soll ein Angestellter des früheren Handelsgesellschaft Jardine einen Kanonenschuss als Salut abgegeben haben, als sein Chef von einer Seereise zurück in den Hafen kehrte. Ein hochrangiger Marineoffizier sah darin einen Gesetzesverstoß und zur Strafe wurde befohlen, dass die Gesellschaft von nun an täglich um 12.00 Uhr einen Kanonenschuss abfeuern musste.

Berühmt wurde die Noonday Gun auch durch das Lied von Noel Coward „Mad Dogs and Englishmen“.
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Hin zu kommen ist ein bisschen tricky, denn man muss die (theoretisch) die 10-spurige Gloucester Road überqueren – was aber oberirdisch unmöglich ist! Aber es gibt eine unterirdische Variante – und die geht so: Mit der Metro bis zur Station Causeway Bay, dort Ausgang D1 nehmen. Die Lockhardt Road ein Stück zurück gehen, bis zur Cannon Road und von dort die Jaffe Rd. bis zum World Trade Center gehen.

Dort gibt es in der Tiefgarage (die eigentlich zum Excelsior Hotel gehört) einen Weg unter der Straße hindurch – ist recht gut ausgeschildert. Details mit Fotos gibt es auch auf dieser (englischen) Wegbeschreibung .

Nach dem militärischen Schauspiel setzten wir uns in die Straßenbahn – sie ist doppelstöckig und von oben hat man den absoluten Top-Blick auf Hongkongs Straßenszenen. Außerdem war es da trocken, denn inzwischen hatte der Regen eingesetzt.

Allerdings zieht es durch die meist offenen Fenster, ein richtig warmes Plätzchen ist so eine Bahn leider nicht.


P1040373Mit der längsten Rolltreppe der Welt – rund 2 km und zum Glück größtenteils überdacht – fuhren wir zu den Midlevels hinauf.

Auf dem Weg nach oben hat man interessante Einblicke in die schmalen Sträßchen.

Oben angelangt, wanderten wir langsam durch verwinkelte Gassen mit 1 000 kleinen Geschäften wieder hinunter.

Apotheken mit seltsamen Arzneimitteln und Zutaten in großen Gläsern – bewacht von einer argwöhnischen Katze …

Viele chinesische Haushalte  haben keinen Kühlschrank – eingekauft wird täglich frisch, beim Metzger oder Fischhändler …… am Gemüse- oder Obststand …
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… oder beim Gewürz- und Kräuter-Händler.
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Es wurde immer kälter und regnete zunehmend mehr, deshalb kaufte ich mir noch eine dicke Steppjacke, denn auf eine „Hongkong-Grippe“ oder auch nur eine banale Erkältung hatte ich keine Lust.

Und dann ging’s zügig zurück ins – hoffentlich warme – Hotel.

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