09. März – Vom Bergsee zur Andamanensee

P1050184Heute war Reisetag – es ging an den Strand, zum Ngapali Beach!

Myo Myo war pünktlich um 9:30 am Pier und manövrierte unser vollgeladenes Boot vorsichtig durch das enge Schlamm-Rinnsal, das als Fahrspur verblieben war. Es muss jeden Tag neu ausgegraben werden, da der Wasserspiegel immer weiter sinkt.

Als wir langsam rausfuhren, kam uns ein Boot entgegen – ich konnte mir eigentlich nicht vorstellen, dass zwei Boote in die enge Rinne passten und konnte nicht verstehen, weshalb der andere nicht draußen wartete.
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Aber nein, er musste unbedingt an uns vorbei!!! Und damit nicht genug – er drosselte den Motor auch so gut wie gar nicht, mit dem Ergebnis, dass wir von einer wahren Schlamm-Flut bespritzt wurden und aussahen wie die Schweine.

Ich war stinksauer und wäre am liebsten zurück um dem Kerl meine Meinung zu sagen, aber das ging leider sowohl aus praktischen Gründen nicht (wir mussten ja zum Flughafen) als auch mangels Sprachkenntnissen – und vermutlich hätte der Bootsfahrer auch nur mit den Achseln gezuckt.

Mit Tempo und Feucht-Tüchern versuchte ich, das Schlimmste wegzuwischen, aber vergeblich – mein weißes T-Shirt sah aus, als hätte jemand Kaffee auf mich gespritzt, die Hose konnte ich zum Glück hochkrempeln und damit das Schlimmste verbergen. Dieters Hemd sah vorne ebenfalls aus, als hätte er sich mit Kaffee bekleckert und seine Hose – ob das je wieder rausgeht?

Aber es ließ sich nicht ändern und Dieter nahm’s mit sehr viel mehr Gelassenheit als ich.

In Nyaungswhe gab es noch einen  herzlichen Abschied von Thu Thu und Myo Myo, dann ging’s mit dem Auto zum Flughafen.
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Bagan Airways nahm uns auch bekleckert mit und nach einstündigem Flug landeten wir in Thandwe. Vor dem winzigen Flughafen warteten schon die Vertreter der Hotels, auch unseres vornehmen Aureum Palace Resorts, und komplimentierten uns in einen Minibus, nachdem sie uns vorher noch die Gepäck-Abschnitte abgenommen hatten mit dem Versprechen, unser Gepäck sicher ins Hotel zu bringen.

Wir waren zwar etwas skeptisch, aber die machten das ja wohl nicht zum ersten Mal.

Erstmalig in Burma fuhren wir in einem klimatisierten Fahrzeug – ein Erlebnis der besonderen Art. Mit uns waren noch weitere 6 Gäste im Bus, also waren wir dieses Mal nicht die einzigen Gäste im Hotel. Vor zwei Jahren, bei unserem ersten Besuch am Ngapali Beach, waren wir im Amazing Hotel – einer traumhaften Anlage – die einzigen Gäste gewesen.
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Im Aureum Palace wurden wir vom deutschen Manager mit Namen begrüßt. Alles sah unglaublich gepflegt aus, viel Holz und viel Grün.

Als wir zu unserem Zimmer bzw. unserer Villa gebracht wurden, waren wir schon total beeindruckt von der gesamten Anlage und während wir durch den Garten gingen, hoffte ich ständig, wir würden jetzt endlich bei einem der Häuschen Halt machen, sie lagen alle wunderschön.

Aber leider hielten wir vor einer Villa, die direkt am Weg lag und wo ich spontan das Gefühl hatte, „Bitte nicht!“ Sie war nach Norden ausgerichtet, die Terrasse direkt am Weg, dem Verbindungsweg zur Rezeption – überall sonst hatte man eine größere Rasenfläche vor sich mit Büschen und Blumen.

Nach kurzem Überlegen – unser Gepäck war ohnehin noch nicht da – stapfte ich zur Rezeption und fragte, ob nicht ein anderes Zimmer möglich sei, heller und ruhiger gelegen.

Zuerst wurde uns ein Haus direkt am Pool angeboten, da hätten wir aber noch mehr Trubel gehabt, dann jedoch die Villa 101, direkt hinter der VIP-Villa, d.h. ganz nah zum Strand. Da schlug ich sofort zu und 15 Minuten später, nachdem unsere Koffer aufgetaucht waren, zogen wir um.
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Villa 101 war zwar offensichtlich schon etwas älter als die uns ursprünglich zugedachte, aber sehr gepflegt und gefiel uns auf Anhieb!!!

Wir haben ein geräumiges Wohnzimmer mit Fernseher, Sofa und Sessel, ein Schlafzimmer mit Himmelbett, rechts davon als Verbindung zum Bad ein Ankleideraum mit viel Stauraum und Schränken, alles mit wunderschönem Teakholz-Boden.

Dahinter das riesige Bad mit Walk-in Dusche und separatem WC, 2 Waschbecken und Ausgang zur Terrasse, wo ein Whirlpool steht. Auf der Terrasse stehen zudem zwei bequeme Polstersessel – so lässt es sich leben. Und zum Strand sind es nur wenige Meter…
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Erst mal erkundeten wir alles und legten uns anschließend an den Strand. Es war recht windig und die Wellen hoch – ich traute mich mal wieder nur bis zur Hüfte rein. Dank des Windes war es aber auch nicht wirklich heiß, so dass man es am Strand gut aushalten konnte.

Zum Sonnenuntergang ging’s in die Strandbar, einem auf den Sand gesetzten Schiff – leider galt die Happy Hour Regelung 2 für 1 nur für Cocktails – aber dafür war es uns dann doch zu warm und zu früh. Also gab’s nur ein Bier für horrende 5$.

Essen wollten wir nicht im Hotel, wir wollten sehen, ob die kleine Kneipe direkt gegenüber, wo wir beim letzten Mal Stammgäste waren, noch existiert. Und siehe da – das „Golden Sea“ war größer und schöner als zuvor. Einige Tische waren schon besetzt, es sah aus, als ob das Geschäft gut geht.

Der Inhaber, Lay, konnte sich an uns noch gut erinnern, seine Frau war allerdings nicht zu sehen. Lay erklärte uns, sie sei schwanger und es gehe ihr nicht gut. Wir bestellten einen wunderbar aussehenden Red Snapper und den super-leckeren Tomatensalat mit Erdnüssen, den wir so gut in Erinnerung hatten.

Das Essen war wieder fantastisch. Lays Frau kam auch kurz raus, sieh sah wirklich ziemlich krank aus. Recht früh ging’s wieder zurück zur Villa 101, wo noch ein Fläschchen Rotwein vom Aythaya Weingut auf uns wartete.

 

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