21. Juni – Von den South Hams nach Cornwall

Mittsommer …

Fast ist es inzwischen schon selbstverständlich, dass morgens die Sonne vom nahezu wolkenlosen Himmel strahlt – aber heute war es wärmer als bisher, weil der Wind abgeflaut ist.

Nach dem Frühstück nahmen wir Abschied von Garten, Katzen, Garden Cottage und waren kurz nach 10:30 auf dem Weg.

Zügig ging es nach Plymouth, dort mit der (kostenlosen) Fähre über den Tamar, weiter über das Bodmin Moor an die Nordwestküste Cornwalls. In Padstow machten wir Halt – den quirligen kleinen Küstenort kennen wir gut, aber der letzte Besuch lag schon ca. 6 Jahre zurück, so dass wir zumindest eine Stippvisite machen wollten.

Einen Parkplatz fanden wir oberhalb des Dorfes, dann ging’s steile Gassen und Treppen runter zum Hafen, wo wir von den Menschenmassen ziemlich überrumpelt waren. Nach den stillen Tagen in den South Hams, wo nirgends viele Leute waren, war es fast ein Schock. Aber vermutlich lag es auch am tollen Wetter, dass so viele Menschen Padstow mit seinen malerischen Häusern und dem hübschen Hafen einen Besuch abstatteten.



Ein kleiner Bummel durch den Ort und um den Hafen herum, Erinnerungen auffrischen. Die Versuchung, eine der super-lecker duftenden Pasties von Rick Stein zu kaufen, war groß – aber am Ende blieb es doch bei einem Eis aus cornischer Sahne.

Danach ging es weiter, am Meer entlang Richtung Newquay. An den Bedruthan Steps ein weiterer Stopp – eine Reihe großer Felsbrocken stehen im Meer, der Sage nach von einem Riesen dorthin geworfen.

Die Felsen in der Nachmittagssonne, das Meer glasklar, eine fast unwirkliche türkisblaue Farbe, schneeweiße Gischt schäumte an den Felsen empor – es war ein Anblick, wie man ihn nur von Kitschfilmen à la Pilcher kennt.

Danach ging es südwestlich nach St. Agnes, auf der Suche nach alten Zinnminen. Zunächst landeten wir aber nur auf einem Weg oberhalb von St. Agnes, einer richtig altmodischen englischen Sommerfrische.

Nach einigem Herumirren fanden wir die Ruine einer Zinnmine direkt an der Küste, eingebettet in einen Teppich von Heidekraut in allen Schattierungen von Pink-Lila. Ein echter Farbenrausch im inzwischen schon sanfteren Nachmittagslicht.



Kurz vor 18:00 kamen wir in St. Ives an. Unser Zimmer im „Nooks“ ist winzig, aber alles ist neu, gepflegt und es ist erheblich wärmer als im Cottage im Higher Beeson House. Man kann sogar einen kleinen Zipfel Meer vom Zimmer aus sehen.

Wir machten uns gleich auf Richtung Hafen zum Sloop Inn – dort sitzt man einfach am schönsten, isst hervorragend, kann den Leuten und Möwen zusehen und einfach die Seele baumeln lassen.


Nach kühlem Bier, Fish und Chips mit Mushy Peas sowie gegrilltem Kabeljau schlenderten wir am Hafen rum, runter auf den Sand, dann die Metall-Leiter zur Mole hoch. Und wanderten später in der Abendsonne über den Weststrand, wo immer noch Kinder im Sand spielten, langsam nach Hause – immer den Berg hoch.

Der Himmel war bis zuletzt wolkenlos, und es ist jetzt wirklich sommerlich warm geworden – ein perfekter Mittsommertag!

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