24. Juni 2010 – Von St. Ives nach Mevagissey

Irgendwann musste es ja mal so kommen – morgens dichte Wolken am Himmel, trotzdem ziemlich warm und schwül.

Aber schon nach dem Frühstück lockerte es auf, beim Aufbruch zeigte sich sogar die Sonne ein bisschen. Heute ging es zurück nach Osten, nach Mevagissey.

Doch zuerst fuhren wir noch mal auf den Lizard, allerdings nur an den nördlichen Rand, über Gweek, einem winzigen Ort am Ende eines Fjords (wo grade mal wieder das Wasser raus war) zum Glendurgan Garden

Leider gab es dort wenig zu sehen – Rhododendren und Kamelien waren schon verblüht, Hortensien blühten noch nicht richtig, insgesamt waren wir etwas enttäuscht und gingen bald wieder. Als Mitglieder im National Trust hatten wir allerdings freien Eintritt, deshalb war auch ein kurzer Besuch kein Problem.

Mit der kleinen King Harry Ferry ging es auf die Roseland Peninsula und dort nach St. Mawes, einer meiner absoluten Lieblingsorte in Cornwall. Der Küstenort hat eine Burg, das Pendant zur Burg in Falmouth – beide zusammen bewachten einmal die Einfahrt in den Hafen von Falmouth. Ansonsten besteht St. Mawes eigentlich nur aus einer Hafenstraße; direkt gegenüber und mit einer winzigen Fähre erreichbar liegt Place, das im Grunde nur aus drei Häusern besteht, sowie der St. Anthony Leuchtturm.

Das gesamte Ensemble ist wunderschön und harmonisch, ruhig und abgelegen, trotzdem lebhaft, aber eher keine Bingo-Touristen, sondern eher Leute, die die Küsten-Pfade erwandern.


Der Tee im Idle Rocks Hotel direkt am Hafen hat Tradition und wird mit viel Stil zelebriert. Wir saßen gemütlich in der (etwas spärlichen) Sonne, genossen unseren Cream Tea, sahen den Booten und den Möwen zu, bis wir uns schließlich darauf besannen, dass unsere Parkzeit abgelaufen war und wir ja noch weiter mussten.

Ohne weitere Abstecher ging es nach Pentewan bei Mevagissey an. Bevor wir unsere Unterkunft suchten, schauten wir uns erst mal den winzigen Ort an: Eine Straße mit ein paar Geschäften, ein Pub sowie ein Café, ein kleiner, stillgelegter Hafen, und leider ein riesiger Caravan-Platz mit scheinbar Tausenden von Wohnwagen.

Unser Quartier, „The Ancient Shipbrokers“, fanden wir in einer gefährlich steilen Seitenstraße oberhalb des Örtchens. Der Empfang war sehr freundlich, das Zimmer sehr klein, die Aussicht ging über den Caravan-Park hinweg zum Meer. Allerdings wurde uns gleich eröffnet, dass wir am kommenden Tag umziehen müssen, denn unser Zimmer, in dem das scheinbare Doppelbett tatsächlich aus zwei Betten bestand, werde für ein Mutter-Tochter-Paar benötigt.

Da wir inzwischen diesbezüglich ziemlich abgehärtet sind, ergaben wir uns in unser Schicksal, packten kaum was aus und machten uns auf in Richtung Pub.
Dort war das Bier kalt und einigermaßen preiswert, das Essen allerdings fast ungenießbar – da konnte auch der schön gelegene Biergarten direkt am alten Hafenbecken nichts retten. Aber wir genossen Bier und Abendsonne trotzdem sehr …

Dann ein kurzer Besuch in Mevagissey, der Hafen im Abendlicht war zauberhaft. Überall bunte Fahnen mit Meeresmotiven, wie erfuhren, dass ab Sonntag hier ein einwöchiges Fest veranstaltet wird.



Noch ein Bier in einer Hafenkneipe mit schönem Blick … einfach schön hier!!!

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