11. Januar – Ruhiges Langkawi

Als ich gestern morgen aufgewacht bin, hab ich die Augen gleich wieder zugemacht: da hatte doch tatsächlich jemand draußen einen gleißenden Scheinwerfer angemacht!! Als ich es vorsichtig nochmal versuchte, stellte sich heraus, dass das Licht natürlichen Ursprungs war  – die Sonne schien strahlend von einem tiefblauen Himmel!

Sogar das Meer hatte sich überlegt, dass Bleigrau auf Dauer keine gute Farbe ist und zeigte sich in Aquamarinblau mit winzigen weißen Tupfen …

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Also war ein Strandtag angesagt – allerdings leider ohne Schwimmen im Meer, denn überall warnen Schilder “Beware of Jellyfish!” und man sieht die glibberigen Dinger auch alle paar Meter im Sand rumliegen!

Hier ein paar Eindrücke vom Hotel – es ist sehr schön, aber man sitzt doch ziemlich eng aufeinander …

Heute morgen legte die Sonne aber gleich wieder eine Pause ein, wir setzten uns deshalb wieder auf’s Motorrad und kreuzten über die Insel.

Langkawi ist nicht besonders groß und obwohl der Tourismus sicher eine wichtige Einnahmequelle darstellt, hat er die Insel – anders als ihre in der Nähe liegenden thailändischen Schwestern – nicht besonders, vor allem nicht westlich, geprägt. Langkawi ist nicht nur ein Ziel für Touristen aus dem Westen, sondern auch für Malaysier, die vor allem an den Wochenenden in Scharen anreisen. Dann ist der Strand voll von verschleierten Frauen, denen wir fasziniert dabei zusahen, wie sie mit Kopftuch und teils langen Gewändern ins Wasser gehen.

Hier geht es außerordentlich gemächlich zu, spätestens um 23 Uhr ist alles dicht und nur wenige Meter von der trubeligen Strandstraße mit vielen Kneipen und kleinen Läden entfernt findet man ungestörte ländliche Idylle mit Reisfeldern, Wasserbüffeln und kleinen Höfen, in denen magere Hühner im Sand scharren. Leider sind die traditionellen malayischen Holzhäuser auf Stelzen in den letzten 10 Jahren zunehmend durch Steinhäuser ersetzt worden, so dass die Dörfer nicht mehr so malerisch aussehen.
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Aber die Insel hat immer noch viel Flair, dschungelbewachsene Berge (bis ca. 800 m hoch) im Inneren, stille kleine Dörfer, umgeben von Reisfeldern, in denen Wasserbüffel herum stapfen – meist begleitet von weißen Reihern. Für uns jedenfalls eine gute Ecke, um einen Zwischenstopp vor der Weiterreise nach Australien einzulegen.
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Am Donnerstag geht es weiter nach Melbourne und dann gibt es hoffentlich Aufregenderes und Interessanteres zu berichten als das Wetter zu kommentieren. (Obwohl ich vielleicht doch erwähnen sollte, dass eben – wir haben jetzt ca. 17:30, sind der deutschen Zeit also 7 Stunden voraus – die Sonne plötzlich herauskommt und das Meer silbern glänzen lässt – vielleicht gibt es doch noch einen malerischen Sonnenuntergang!)
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Offenbar wurde unsere Geduld belohnt – mit einem fast schon kitschigen Rosa verabschiedete sich die Sonne gestern Abend. Und nachdem es Dieter gelungen ist, den Kartenleser am Netbook wieder zum Laufen zu kriegen, gibt es auch aktuelle Fotos.
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