28. Januar – Ein tierisch schöner Tag!

P1090083Könnte man doch immer mit so einem Blick aufwachen wie heute:

Blassblauer Himmel über tiefblauem Meer (naja, nicht ganz Meer, aber fast), ein paar Pinien wiegen sich in der kühlen Morgenbrise, Vögel singen (es ist zwar eher ein Krächzen, weil die Kakadus einen schrecklichen Radau machen – von melodisch keine Spur) ….

Es ist allerdings morgens recht kühl und nachts erst recht, mit offenem Fenster bzw. Balkontür könnte man da schon fast frösteln.

Aber nur fast, denn die Australier haben vorgesorgt und praktisch jedes Bett, in dem wir bisher schliefen, hat über der Matratze eine elektrisch beheizbare Matte. Nichts für Elektro-Smog-Phobiker, aber an einem feucht-kühlen Abend kann sie einem das Bett schon mal mollig vorwärmen (haben wir an der Great Ocean Road in Port Campbell auch tatsächlich mal gemacht).

Und damit man an einem kühlen Morgen auch im Bad nicht frieren muss, haben die Bäder oft Heizlampen an der Decke – sehr helle Lampen, die starke Wärme verbreiten, fast wie Infrarot, aber eben hell. Heizungen habe ich hier allerdings noch nirgends gesehen – nicht mal in den Bergen, wo es im Winter ziemlich kalt wird – das wird alles über die Klimaanlage geregelt!

Aber im Moment haben wir ja ohnehin schönstes Sommerwetter und das trieb uns dann auch bald ans Wasser. Unser Hotel liegt ja zwischen zwei Seen – von unserem Zimmer aus sehen wir auf den Lake King, auf der anderen Seite liegt die Bancroft Bay, dort sind die Molen, an der unzählige Boote liegen. (Auf dem rechten Bild sieht man übrigens rechts hinten unser Motel!)
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Kaum waren wir an den Bootsstegen, als doch tatsächlich ein Paar Pelikane angeflogen kamen! Erst peilten sie die Lage aus der Entfernung – dann kamen sie angeflogen und landeten quasi zu unseren Füßen im Wasser.
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Tja – und als sie genug davon hatten, angestaunt zu werden, flogen sie wieder weg ….

Wir machten uns dann auch auf den Weg, fuhren ein Stück durchs Land, setzten in Paynesville mit der Fähre nach Raymond Island über und machten uns auf die Suche nach Koalas, die dort hausen sollen.

Und tatsächlich – überall in den Bäumen hockten die putzigen Kerle – und schliefen! Einen schlafenden Koala zu fotografieren ist allerdings nicht sonderlich reizvoll, man sieht meist nur ein pelziges Hinterteil, denn sie rollen sich oft richtig in einer Astgabel zusammen.
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Ein Inselbewohner gab uns den Tipp, einfach mal kurz und kräftig gegen den Baum zu treten und tatsächlich wachten die Koalas davon auf und guckten uns empört an.
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Aber nicht nur jede Menge Koalas gab es auf der Insel, sondern auch Kakadus, Seevögel und natürlich auch wieder Pelikane! Außerdem meinte ein Inselbewohner warnend “Beware of snakes!”
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Absehen von der Tierwelt gab es aber auch noch wunderschöne Landschaft, bunte Häuser, malerische Bootsstege – eine kleines Paradies (inklusive Schlange 😉
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Da aber leider nichts vollkommen ist, wurde ich heftigst von Moskitos in die Knöchel gestochen – ich hatte gedacht, die Biester sind nur abends aktiv, aber auf der Insel waren sie auch tagsüber ziemlich munter. Aber vielleicht waren es ja auch Gras-Milben oder so was …

Und zurück in unserem beschaulichen Metung stellte sich wieder die Frage, wo das Abendessen herkommen sollte.

Da hier praktisch alle Selbstversorger sind, ist die Gastronomie äußerst dürftig. Gestern versuchten wir Fish und Chips im Pub – es waren dann letztlich Sardinen im Bierteig, eine völlig neue Variante, die man aber nicht ein zweites Mal haben musste. Es wird also wohl Pizza vom Take-away werden…. kombiniert mit einem wirklich dramatischen Sonnenuntergang und einem guten Rotwein gar keine soooo schlechte Alternative!

So sind wir heute gefahren:

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