2. Februar – Unterwegs im gar nicht so Roten Zentrum

p1090497Inzwischen wussten wir, dass die ungewöhnlich starken und langen Regenfälle der letzten Tage das Land so grün gemacht haben, aber wir hätten doch gern etwas mehr Sonne gehabt.

Morgens schien sie allerdings noch ganz ordentlich, zwar hingen einige Wolken am Himmel, aber ansonsten sah es gut aus. 

Also erst mal zum Anzac Hill, von dem man “The Alice” komplett von oben betrachten kann.

Allerdings wirkt der Ort auch von oben nicht wirklich viel besser – imposant sind nur die Berge der Mac Donnell Ranges am Horizont. Deshalb fuhren wir nach Westen, entlang der Bergkette der West Mac Donnells.

Auf beiden Seiten der Straße Buschland, immer wieder kilometerlang durch Feuer zerstörtes Terrain, der Boden pechschwarz, es roch noch intensiv nach Rauch. Dann war wieder alles grün.

Beim Wegweiser “Standley Chasm bogen wir ab und gelangten in ein kleines Tal. Außer uns war offenbar niemand da, der Parkplatz leer. Also feste Schuhe an und dann gingen wir einen ziemlich abenteuerlichen Weg an einem kleinen Bachlauf entlang.
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Am Ende des Weges standen sich zwei hoch aufragende rote Felswände gegenüber, nur ein schmaler Weg führte hindurch.

Noch schien die Sonne, aber zurück auf der Straße brauten sich dicke dunkle Wolken zusammen.
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Da es in unserer eigentlich geplanten Richtung erkennbar heftig regnete, beschlossen wir, nach Hermannsburg zu fahren, einer ehemaligen deutschen Mission.

Viel gab es dort nicht zu sehen, der Ort bestand praktisch nur aus einer kleinen Krankenstation, einem Laden und einem alten Friedhof (praktischerweise lag der direkt vor der Klinik …. )

Obwohl wir ringsum von pech-schwarzen Wolken umgeben waren, aus denen es heftig goss und die Straße auch oft ziemlich nass und voller Pfützen war, fuhren wir irgendwie in einem trockenen kleinen Kokon. Nur einmal gab es einen kurzen Schauer.

Auf dem Rückweg stoppten wir an einem tiefen Einschnitt zwischen zwei Bergrücken und kamen in ein weiteres kleines Seitental, Simpsons Gap.

Ein kleiner Bachlauf mit weißem Sandufer, wundervolle alte Bäume, rote Felsen – wir waren völlig verzaubert von diesem Ort – zumal die Sonne mal wieder ein Gastspiel gab. Und am Ende des Weges wieder dramatische rote Felsklippen.

Zum Schluss stand noch ein Besuch im Desert Garden Park auf dem Programm. Hier hatte es in den letzten Stunden heftig geregnet, die Wege standen zum Teil ziemlich unter Wasser.

Der Park stellt die verschiedenen Wüstentypen, die es hier gibt, dar: Buschland, Sandwüste und Bereiche mit (meist ausgetrockneten) Flüssen. Neben den dort beheimateten Pflanzen konnte man auch einiges aus der Tierwelt sehen, überwiegend Vögel – aber auch ein paar Echsen und natürlich Kängurus.

Bei einem faul daliegenden Känguru-Weibchen sah der Fuß eines Jungen aus dem Beutel heraus, leider machte es jedoch keine Anstalten, rauszukommen …
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Inzwischen war es fast 18 Uhr, wir kauften nochmal zwei große Flaschen Wasser, da wir in der kurzen Zeit in Alice bereits fast 4l Wasser getrunken hatten – die Hitze fordert doch ihren Tribut. Und nachdem das Essen gestern in einem Pub eher grenzwertig gewesen war, gab es heute mal wieder – na, was wohl??? – Pizza und Pasta in einer kleinen Pizzeria, die Pizza war sehr gut, die Pasta ganz ordentlich.

Morgen geht es auf dem Stuart Highway fast 500 km nach Süden, zuerst in den Kings Canyon, dann nach Ayers Rock.

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