5. Februar – Die roten Felsen der Kata Tjuta

P1090747Eigentlich war für heute früh eine Morgen-Wanderung in den Kata Tjuta (früher “Olgas”) zum “Valley of the Winds” geplant.

Leider war der Weg aber teilweise wegen der zu erwarteten großen Hitze gesperrt.

Wir brachen trotzdem schon kurz nach 8 auf und waren angenehm überrascht von der kühlen Morgenluft – gerade mal 30° zeigte das Thermometer im Auto ;-) .

Auf dem Weg zu den Kata Tjuta begegneten wir Kamelen! Sie waren in früheren Zeiten mal importiert worden als Lasttiere und einige hatten sich wild vermehrt und streifen jetzt in kleinen Herden durchs Outback.

Im Hintergrund des Bildes sieht man die/den Kata Tjuta, ein Konglomerat von 36 großen Felsen, der höchste über 500m hoch.

Wir stoppten für ein erstes näheres Foto an einem Aussichtspunkt, da Schilder an der Straße drakonische Strafen androhten, falls man einfach am Straßenrand anhält! Aber es gibt auch nette Schilder, auf denen man was über die Kata Tjuta erfährt 😉

Was man hier nicht erfährt – ursprünglich hießen die Felsen mal „Olgas„. So wurden sie von ihrem Entdecker, Ernest Giles, benannt.  Giles fühlte sich seinen Förderern, dem württembergischen König Karl und seiner Gemahlin Königin Olga, verpflichtet – angeblich erinnerten ihn die runden Felsen an den wogenden Busen der Königin … Erst  2002 wurde der Name in Kata Tjuta/Mount Olga geändert

Die Kata Tjuṯa waren in frühen australischen Karten als Kartuta und als Cutta Toota  vermerkt. Der Begriff stammt aus der Sprache der Aborigines vom Stamm der AnanguKata steht für Kopf und Tjuta für viele; der Name bedeutet also „viele Köpfe“.

Dann starteten wir doch zu einer verkürzten Wanderung Richtung Valley of the Winds, denn es war für hiesige Verhältnisse immer noch relativ kühl. Ein sehr angenehmer Wind verhinderte auch, dass man ins Schwitzen geriet. Das einzig unangenehme waren Heerscharen von Fliegen, die sich in Windeseile auf einen setzen – am liebsten in die Augen- und Mundwinkel, um sich dort Feuchtigkeit zu holen.

Nachdem uns die Viecher schon gestern beim Sonnenuntergang extrem genervt hatten, hatten wir heute vorgesorgt und Fliegen-Netze über unsere Sonnenhüte gespannt. Das sieht zwar etwas seltsam aus, aber ist sehr effektiv, und außerdem laufen viele Leute so rum.

Auch hier wieder rote Felsen in allen Variationen.



Eine gute Stunde wanderten wir durch die Felslandschaft.

Dann steuerten wir mit dem Auto ein weiteres Ziel an, die MalpaGorge. Hier ging es an einem ausgetrockneten Bachbett entlang in eine Schlucht hinein.

Inzwischen war es nicht nur deutlich wärmer geworden, der Wind hatte teilweise auch schon fast Sturmstärke erreicht! Wir sahen also zu, dass wir zurück zum Auto kamen.

In den insgesamt ca. 2 1/2 Stunden der beiden kurzen Wanderungen hatten wir übrigens fast 3 l Wasser getrunken!!! Empfohlen wird hier, jede Stunde einen Liter zu trinken und alle 15 Minuten eine Trinkpause zu machen.

Ein paar letzte Blicke auf die Felsen von Kata Tjuta und dann ging’s ins Hotel, um die schlimmste Hitze in kühleren Bereichen zu überstehen und den Blog auf Vordermann zu bringen.


Morgen geht es zurück in die Zivilisation, nach Sydney, zum letzten Teil unserer Australien-Reise.

PS: Inzwischen, kurz vor 18 Uhr, stürmt es draußen so heftig, dass sich die Bäume biegen, und der Himmel ist ganz dunkel. Hoffentlich legt sich dass bis morgen…

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