7. Februar – Sydney, eine Stadt zum Verlieben!

Wer auch immer Sydney zu einer der schönsten Städte der Welt erklärt hat, hatte uneingeschränkt recht!

Melbourne hat uns schon gut gefallen, aber im Vergleich zu Sydney erscheint es fast langweilig.

Vielleicht liegt es an den beiden Häfen – Darling Harbour und Circular Quay – mit ihren emsig hin- und herfahrenden Fähren, fast wie in Hongkong. 

Oder daran, dass man sich hier garantiert nicht zu Tode langweilt 😉

Vielleicht auch daran, dass es irgendwie immer leicht bergauf oder bergab geht. Oder an dem riesengroßen botanischen Garten, der sich fast um die gesamte Bucht des Circular Quay herumzieht – welche Stadt hat schon einen Nationalpark mitten im Stadtzentrum? Oder doch an der beeindruckenden Oper, die man – wie den Uluru – schon x-mal auf Bildern gesehen hat und die dann doch so völlig anders aussieht, wenn man sie mit eigenen Augen oder der eigenen Kameralinse sieht.

Egal – Sydney ist jedenfalls eine Stadt, die selbst bei trübem Wetter und ohne Sonne total verzaubern kann. Als Heidelberger haben wir zwar unsere Herzen in Heidelberg (an einander) verloren – aber man kann sein Herz durchaus an Sydney verlieren.

Heute morgen gab es gleich zwei weitere positive Überraschungen: Durch das Upgrade unseres Zimmers kamen wir auch in den Genuss des üppigen Frühstücksbüffets – eine sehr willkommene Abwechslung nach den eher mageren Morgenmahlzeiten der letzten Wochen! Und als wir dann mal draußen nach dem Wetter sahen, war es zwar bedeckt, aber durchaus angenehm warm, gefühlt so 22, 23°C.

Unser erster Weg führte zum Circular Quay mit Blick auf die Harbour Bridge und die Oper. Zu Fuß mussten wie nicht gehen, denn ähnlich wie in Melbourne hat man hier ein Herz für Touristen. Ein kostenloser Bus fährt im Kreis um die engere Innenstadt und bringt orientierungslose Newcomer zu den wichtigsten Highlights.

Der Circular Quay mit seinen altmodischen grün-gelben Fähren rief sofort Erinnerungen an Hongkong wach ….. Und dann der Blick auf die Oper! Die weißen Segel sind bei genauerem Hinsehen allerdings gar nicht weiß, sondern fast golden – obwohl die Sonne sich rar machte, ein eindrucksvoller Anblick.

Dabei sahen wir sie heute noch nicht mal von ihrer Schokoladenseite – dazu muss man entweder auf eines der Schiffe oder um die Bucht herumwandern, beides kommt noch in den nächsten Tagen!




Auch die Harbour Bridge (von den Einheimischen wegen ihrer Form “Kleiderbügel” genannt) bestaunten wir – bzw. die Leute, die gerade dabei waren, den oberen  Brückenbogen zu besteigen. Dieses Abenteuer muss bei mir mangels Schwindelfreiheit leider ausfallen.


Wir sahen uns das deshalb von unten an und genossen das Treiben im Hafen.


Und anders als der Herr unten sind wir trotzdem nicht vor Langeweile gestorben – es war nämlich eine Menge los im Hafen.

Und es gab erstaunliche Dinge zu kaufen …

Im benachbarten Quartier The Rocks wimmelt es von Straßencafés und Restaurants – eine süße Versuchung nach der anderen, mit Torten und Törtchen der verführerischsten Art.

Außerdem Essen aus aller Herren Länder. Auch ein deutsches Angebot fehlte nicht: Das Löwenbräu – ein original bayrischer Bierkeller, mit allen gängigen bayrischen Biersorten, Schweinshaxen und sonstigen bayrischen Leckereien, Kellnerinnen in Dirndln, Kellnern in Lederhosen – erstaunlicherweise fast alles Deutsche, meist Studenten, die damit ihren Aufenthalt in Sydney finanzieren.

Weiter ging’s zum Darling Harbour – noch in den 80ern ein vergammelter Frachthafen, heute gibt es dort jede Menge Läden und tolle Restaurants sowie ein Marine Museum. Auch ein zauberhafter Brunnen – es gibt sogar eine eigene Broschüre über die schönsten Brunnen der Stadt – diese Mal eine Art spiralförmiger Treppe, über die das Wasser in lebhaften Mustern nach unten fließt.

Dann ein paar alte Kriegsschiffe, ein Leuchtturm …

Und schließlich zurück zur Stadt, wo die alte Queen Victoria mit sorgenvoller Miene vor der Einkaufspassage sitzt, die ihren Namen trägt.

Auf dem Weg zum Hotel kauften wir noch einen Wochenpass für sämtliche Verkehrsmittel der Stadt – Busse, Bahnen und Fähren – den wir in den kommenden Tagen hoffentlich heftig nutzen werden.

Dann gab es erst mal eine kleine Verschnaufpause im Hotel, bevor wir mit unserem neu erworbenen Wochenpass per Bus zurück zu in die Rocks fuhren und uns – na was wohl – im Löwenbräu ein Weißbier genehmigten. Wer schon über einem Monat rund 20.000 km von zu Hause weg ist, darf so was 😉 Und als Draufgabe gab es auch noch eine absolut astreine Kartoffelsuppe mit Kümmelbrot!

Den exotischen Teil lieferte eine Gruppe Riesenfledermäuse, die über unsere Köpfe hinweg flog – es waren wohl eher fliegende Hunde als Mäuse! So lange sie hübsch weit weg sind, finde ich so was durchaus faszinierend!

Morgen wollen wir aufs Wasser – hoffen wir mal, dass das Wetter mitmacht!

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