18. Juni – In den Grampian Mountains

P1120141Das Wetter spinnt – frühmorgens Sonnenschein und blauer Himmel.

Bis wir beim Frühstück saßen, waren aber schon dicke graue Wolken da und es nieselte.

Dafür war das Frühstück zum Niederknien: Erst mal eine Schüssel heißen Porridge mit dicker Sahne und braunem Zucker.

Die Schotten behaupten, danach kann man so gut wie alles mit Gelassenheit hinnehmen. 

Irgendwie ahnte ich, dass ich das wohl heute noch brauchen würde! Danach gab es für Dieter eine von Alfs “Kompositionen” – Rösti mit Bacon, Brie, Tomaten, alles zu einem abenteuerlichen und unglaublich leckeren Turm geschichtet, ich begnügte mich mit pochiertem Ei, Tomaten, Pilzen und einem “Kartoffel-Scone”. Zum Abschluss ein Obstsalat aus frischen Früchten – von wegen, schlechte britische Küche!

Inzwischen hatte der Himmel auf Dauerberieselung umgestellt. Wir entschieden uns also gegen eine Wanderung und setzten uns ins Auto. Zunächst ging es zum Loch Tummel und dort zum “Queens View”, angeblich Queen Victorias Lieblingsplatz in Schottland. Trotz des trüben Wetters war der Ausblick traumhaft schön.
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Und auch die kleinen Holzskulpturen auf dem Geländer sind sehenswert!
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Die Straße begleitet den See, an dessen Ende geht es über eine alte Steinbrücke und dann quer durch die hügelige Landschaft, ins nächste Tal. Dort landeten wir in dem angeblich schönsten “Glen” (= Tal) der schottischen Highlands, dem Lyon Glen.

Am kleinen Fluss entlang fuhren wir auf einer schmalen einspurigen Straße durch eine wild-romantische Landschaft – winzige Dörfchen, Wiesen mit Schafen  vor düsteren Hügeln.
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Einsame Höfe,
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ein plätschernder Bach ….
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Vom Lyon Tal aus ging es in die Berge, über einen Pass – immerhin 550 m hoch! – durch eine kahle aber faszinierende Landschaft zum Loch Tay.
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Wieder im Tal angelangt, fuhren wir ans Ende von Loch Tay, nach Killin, wo der Fluss Dochart Kajakfahrern eine ziemliche Herausforderung in Form heftiger Stromschnellen bietet.
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Außerdem liegt dort die Begräbnisstätte des MacNab Clans –praktischerweise direkt neben dem wilden Fluss.
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Der Regen wurde immer heftiger – also machten wir uns auf den Rückweg.
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Auf der kleinen Straße am Südufer von Loch Tay gerieten wir in eine Art Radrennen – Dutzende von Radlern mit Nummern auf dem Rücken konkurrierten mit uns um den Platz auf der Straße, die kaum breiter war als ein Feldweg. Ich beneidete sie nicht – die Straße war total hügelig, keine 100 m ging es geradeaus, ständig auf und ab, außerdem war sie lehmverschmiert und voller Schlaglöcher.

Entsprechend verdreckt sahen die Radler aus, manche Gesichter waren derart vom Schlamm überzogen, dass man kaum erkennen konnte, ob es ein Mann oder eine Frau war.

Rund 25 km ging das so, wir überholten sicher an die 100 Radfahrer, bis wir endlich ans Ende des Sees, der Straße und des Rennens kamen. Für Dieter war die Fahrerei auch ganz schön anstrengend, denn er wollte ja keinen der Radler auf dem Kühler haben …

Noch ein kurzer Blick auf Castle Menzies, das mir nicht wirklich gefiel – sehr schottisch, abweisend und trutzig – mal abgesehen von den kraftstrotzenden Jungs über der Eingangstür – dann ging’s nach einem kurzen Stopp für Tee und Scones zurück nach Pitlochry. Immer noch im strömenden Regen …
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Ein sehr leckeres Essen im Aulde Smiddy Inn schloss den Tag dann aber doch recht versöhnlich ab.

Morgen soll aber alles besser werden – zumindest hat Alf es fest versprochen! Und damit das auch wirklich was wird, muss noch mal ein Whisky her – außerdem muss der Beitrag ja online gestellt werden und WLAN gibt es leider nur unten in der Lounge (wo auch der Whisky steht 😉 )

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