22. Juni – Die Nordküste Schottlands – Wick bis Kinlochbervie

P1120506Ein Tag mit vielen landschaftlichen Highlights – spätestens am Endes des Tages wussten wir, weshalb die Schotten mit so großer Leidenschaft und Liebe an ihrem Land hängen.

Es fing schon gut an – Sonne beim Frühstück!

Dass es dann auf dem Weg entlang der Küste nach Norden ein bisschen Regen und Nebel gab, störte uns nicht weiter. Schließlich sind wir nicht zum Baden hier 😉

Beim “Castle of Mey”, Schloss von “Queen Mom” und ein ziemlich düsterer Kasten, schien schon wieder die Sonne – naja, ein bisschen … Wir begnügten uns mit den (ziemlich bescheidenen) Gärten und der Außenansicht und erstanden im sehr gut bestückten Shop Mitbringsel – auch eine Flasche “Old Pulteney”, ein Whisky der nördlichsten Destillerie Schottlands.


Danach ein Ausflug in die Natur am nördlichsten Punkt des britischen Festlands: Dunnet Head, Heimat unzähliger Seevögel. Und ein netter Leuchtturm steht dort auch.


Wir sahen sogar Puffins (Papageientaucher) – allerdings stellten die mein Teleobjektiv vor eine ziemliche Herausforderung!


Die Straßen waren gesäumt von goldgelbem Ginster, die moorigen Wiesen übersät mit weißen, gelben und lila Blumen.Ein kurzer Abstecher zu einem kleinen Naturhafen …

… und eine Wanderung zu einem weiteren Leuchtturm. Schottland hat 196 Leuchttürme, und wenn es nach Dieter ginge, würden wir jeden einzelnen besuchen!

Die Landschaft ist atemberaubend schön




Auf dem Weg trifft man freundliche Schafe – im Moment vor allem “Mutter /Kind-Gruppen”.

Im winzigen Örtchen Bettyhill (benannt nach einer Sutherland-Duchess) machten wir Teepause. Es war so warm und sonnig, dass wir uns im T-Shirt draußen hätten hinsetzen können, wenn nicht eine Motorrad-Gruppe die selbe Idee gehabt hätte und sämtliche Plätze in Beschlag genommen hätte.

Also gab es Tee und luftige haus-gebackene Scones in der kleinen Teestube, direkt neben einem malerischen Bach.

Die Landschaft wurde immer abwechslungsreicher, je weiter wir nach Westen kamen: Scheinbar endlose Hochmoorflächen, mit Ginster, Farn und Heidekraut, in der Ferne Berge. Seen, umstanden von Gräsern, die weiße federartige Büschel trugen, die sich wie Baumwolle anfühlen. Dann wieder grüne Wiesen.




Wenn wir bei jeder schönen Aussicht angehalten und fotografiert hätten, wären wir wohl nie ans Ziel gekommen – wir waren ohnehin schon heillos verspätet, mussten in unserer Unterkunft anrufen und Bescheid geben, dass es später werden würde.

Dann kamen wir wieder ans Meer – und es gab neue spektakuläre Szenen. Noch ein Schwenk ins Hochland, vorbei an kleinen Crofter-Häuschen, die Ländereien alle durch niedrige Steinmauern abgegrenzt.

Und schließlich wieder an die Küste, bei Durness. Zunächst Smoo Cave …


… dann die Sango Bay mit spektakulären Felsen auf dem Sandstrand.

Schließlich endeten wir quasi auf der Zielgeraden: Von Durness waren es noch ca. 20 Meilen bis zu unserem Ziel, Kinlochbervie – aber auch für diese letzte Strecke brauchten wir länger als gedacht.

Zum einen war die Landschaft im Nachmittags-Licht einfach wunderschön, die schräge Sonne zauberte Lichtreflexe auf die Oberfläche der Lochs …

… zum anderen mussten wir auch noch einen kurzen Abstecher zum Anleger der Fähre nach Cape Wrath machen, um die Abfahrtszeiten für den nächsten Tag zu erkunden.

Schließlich waren wir dann doch am Loch Inchard angekommen, das im Spätnachmittagslicht fast spiegelglatt da lag. Am jenseitige Ufer zogen sich saftig-grüne Wiesen mit Schafen bis ans Ufer.

Jede Straßenbiegung bot eine neue Ansicht. Unsere Unterkunft, die “Old School” – tatsächlich die ehemalige Grundschule, inzwischen ein Restaurant mit einigen angeschlossenen Zimmern –  liegt direkt am Fjord, von unserem Zimmer aus konnte man bis zum Meer sehen.

Da am Abend die Sonne noch mal richtig aufdrehte, war es bis kurz vor Mitternacht hell – und schon wenige Stunden später ging die Sonne wieder auf!

Die heutige Strecke:

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