9. Juli – Das Finale: Pickering – Hull, dann über die Nordsee nach Rotterdam

P1140157Zum Abschluss gab es nochmals Moor-Dramatik vom Feinsten. Wir fuhren bei einem Sonne-Wolken-Regen-Mix ein letztes Mal durch das Moor nach Norden.

Da wir ja den gesamten Tag noch nutzen konnten (wir mussten erst um 19 Uhr auf dem Schiff sein), wollten wir der Spur der Dampfbahn durchs Moor folgen und uns dabei auch noch einen mittlerweile sehr bekannt gewordenen Bahnhof ansehen. Aber erst einmal beeindruckte uns das Moor nochmal ziemlich.

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Wir machten einen Abstecher nach Goathland – der Bahnhof diente als Kulisse in den Harry Potter Verfilmungen und sollte sehr malerisch sein. Als wir ankamen, herrschte ein ziemliches Gedränge, so dass wir damit rechneten, dass jeden Moment ein Zug einfahren musste. Und tatsächlich schnaufte schon wenig später eine Dampflok in den kleinen Bahnhof.

Nach kurzem Aufenthalt fuhr der Zug weiter – was einige Schafe zu panischer Flucht veranlasste!
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Wir sahen uns anschließend den Bahnhof etwas genauer an – hier hatte man das Gefühl, die Zeit sei stehen geblieben: Milchkannen warteten auf Abholung, die Werbung zeigte Produkte, die man nirgendwo mehr bekommt, alles wirkte ein bißchen wie aus der Zeit gefallen …
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Auch die Autos, die vor dem Bahnhof parkten, waren nicht die neuesten Modelle….
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Goathland
 war unsere letzte Station im Moor, anschließend ging es die Küste entlang nach Süden.

Auf der Fahrt wurden wir regelrecht verfolgt von dicken schwarzen Wolken, aus denen sich immer wieder sintflutartige Regenschauer ergossen, kurz darauf gefolgt von strahlendem Sonnenschein.

So war es auch am Flamborough Head, wo die schneeweißen Klippen und der Leuchtturm noch in der Sonne lagen, während sich am Horizont bereits das nächste Unwetter ankündigte.
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Es folgte dann auch wieder ein Platzregen, dem wir weiter Richtung Süden entflohen. Nach einer Teepause an der Küste war die wirklich allerletzte Station das Spurn Head, ein spornartiger schmaler, sandiger Zipfel an der Mündung des Humber. nur wenige Meilen von Hull entfernt.

Die letzten Kilometer mussten auf einer gebührenpflichtigen Straße bzw. einer Art Feldweg zurückgelegt werden – nach ca. 5 km waren wir an einem weiteren Leuchtturm, der jedoch weit weniger spektakulär als der am Flamborogh Head in den Dünen thronte.
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Obwohl es erst kurz nach 17 Uhr war, zog es uns doch allmählich nach Kingston upon Hull. Wir wollten vor unserem Abschied von England noch überprüfen, ob das böse Zitat “Hull is dull” wirklich zutrifft – und tatsächlich, eine langweiligere Stadt kann man sich nicht vorstellen, zumindest am späten Samstag-Nachmittag. Absolut alles war zu – keine Geschäfte mehr offen, kaum Menschen auf der Straße, und das bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen.

Also machten wir uns schleunigst auf in Richtung Fährhafen, konnten auch sofort aufs Schiff, unsere Kabine beziehen und uns dann gemütlich mit einem letzten Pint of Lager aufs Deck in die Sonne setzen.

Später gab es dann zum Abschied sogar noch einen wirklich spektakulären Sonnenuntergang – ein perfekter Abschluss für eine wunderbare Reise!
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