1. Januar 2012 – Neujahrstag in Bangkok

Nordthailand 177Obwohl es heute Nacht reichlich spät geworden war, waren wir um 9 Uhr schon wieder auf – teils wohl noch Jetlag-Nachwirkungen, außerdem wollten wir nicht noch mal so spartanisch frühstücken.

Das üppige Frühstück im Haupt-Restaurant reizte uns nach wie vor nicht so sehr, dass wir es der Ruhe in der Lounge und dem wirklich guten Kaffee (jede Tasse einzeln in einer Espresso-Maschine zubereitet – unten gibt es eine eher dünne Brühe aus Thermos-Kannen) vorzogen.

Immerhin war die Auswahl dieses Mal etwas größer, aber wer auf die Idee gekommen ist, gekochte Eier in Kaffeetassen zu legen und knusprig gebratenen Speck dazu anzubieten, bleibt ein Rätsel. Da werden wir morgen wohl doch einen Versuch im Haupt-Restaurant unternehmen.

Danach wurde das Handy umgerüstet, mit einer thailändischen SIM-Card – inklusive 50 Baht Guthaben kostete das gerade mal 2,50€. Eigentlich könnten wir unsere Lieben daheim jetzt hemmungslos anrufen – eine Minute für nur 6 Baht, da ist es ja in Deutschland teurer!

Heute war der Himmel nicht so makellos wie gestern, aber die Temperaturen sind nach wie vor ideal – schön warm, aber nicht wirklich heiß, außerdem weht ein permanentes Lüftchen. Und ich stelle mal wieder fest, dass 24 Stunden Bangkok für meine Haut etwa das bewirken, was andere in einer Woche Schönheitsfarm erreichen – glatt und faltenlos, richtig aufgepolstert durch die hohe Luftfeuchtigkeit. Da macht es wieder Spaß, in den Spiegel zu schauen…

Da aber die Füße trotz der gestrigen Massage noch etwas angegriffen waren, wurde das Marsch-Programm kräftig reduziert .

Per Expressboot düsten wir erst mal nach Banglampoo, dort wanderten wir durch kleinste Gässchen Richtung Democracy Monument. In Bangkok darf man keine Platzangst haben, manche Gässchen (Sois) sind extrem eng, trotzdem finden dort Garküchen, Massagesalons, Reisebüros, Restaurants, Werkstätten, Waschsalons und vieles mehr Platz.
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Manchmal gibt es auch kuriose Wegführungen – heute endete eine Gasse unvermittelt an einem Haus – weiter ging es die Treppe hinauf, durch ein Café durch und auf der anderen Seite wieder hinunter und raus auf die Fortsetzung der Straße.
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Unser Ziel war der Golden Mount, vorher schauten wir aber noch im Wat Ratsanada und im benachbarten Metall-Palast vorbei. Der heißt so, weil er mit jeder Menge Bronze-Verzierungen ausgestattet ist, die von weitem richtig filigran, wie dunkle Spitze, wirken.

Überall war richtig viel los, aber es waren vor allem Thais, wenige Touristen. Trotz der inzwischen doch spürbaren Hitze kletterten wir im Metallpalast bis zur obersten Plattform. Von dort hatte man nicht nur einen tollen Blick,

wir sahen auch, wo die Touristen abgeblieben waren – sie krabbelten wie Ameisen den Golden Mount hoch, der gegenüber zu sehen war  – das mussten wir heute wirklich nicht haben….
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Stattdessen nahmen wir das Taxi-Boat am Klong Saen Sap, wo man über die Bordwand einsteigt und sich dann entweder auf eine der schmalen Bänke quetscht oder sich stehend irgendwie irgendwie festhält …
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Die Ticket-Verkäufer, die vorsichtshalber Sturzhelme tragen, turnen außen an der Reling entlang und kassieren während der Fahrt, und wenn es unter einer niedrigen Brücke durchgeht, müssen alle den Kopf einziehen, weil das Dach runtergefahren wird.

Am Ziel angekommen, beschlossen wir, am Siam Square was zu trinken. Erst mal mussten wir allerdings am “Central World “ vorbei – das absolute Mammut-Shopping-Center, wo es vermutlich nichts gibt, was es nicht gibt.

Das benachbarte Paragon Center  beherbergt das größte Aquarium Asiens , sogar eine Eisbahn gibt es dort! Wenn wir mal nicht mehr wissen, was wir in Bangkok tun sollen – da werden wir uns bestimmt nicht langweilen! Aber heute war Shoppen nicht angesagt – ich war schließlich in männlicher Begleitung und zwar einem der Anti-Shopping-Art 😉

Nordthailand 156Vor den Läden wieder jede Menge Schreine, vor denen geopfert und gebetet wurde.

Und natürlich ein Riesen-Weihnachtsbaum…

Die Suche nach einem Café oder ähnlichem, wo man einfach draußen sitzen und was trinken kann, gestaltete sich allerdings etwas schwierig, denn in Bangkok bleibt kaum etwas ein, zwei Jahre lang konstant.

Die Open-Air Kneipen am Siam Square waren alle weg, stattdessen eine riesige Baustelle… Trotzdem fanden wir noch was – wo es einen sensationellen Mango Smoothie gab!

Dann ging’s aber zügig zum Skytrain, zurück zum Fluss und mit unserem tollen Sheraton-Boot auf roten Lederpolstern nach Hause – unterwegs wurden wir noch mit eiskalten, nach Zitronengras duftenden Tüchern und Wasser versorgt.
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Nach einem soooo anstrengenden Tag war erst mal ein richtig guter Kaffee in der Lounge angesagt, dann noch ein paar Tapas … Und da wir immer noch leichte Ermüdungs-Erscheinungen zeigten, suchten wir die Massage-Mädels wieder auf.

Dieses Mal kam der gesamte Körper dran – was mir wieder ein paar blaue Flecke bescherte, aber die Entspannung danach ist es allemal wert, dass man etwas leidet! Jedenfalls bescherte uns die Massage einen tiefen Schlaf – bis wir morgens um 6 unsanft geweckt wurden.

Aber das – das ist eine andere Geschichte …

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