2. Januar – Thonburi – die andere Seite von Bangkok!

Nordthailand 165Heute morgen um 6 war die Welt alles andere als in Ordnung – irgend jemand versuchte, in unser Zimmer zu kommen!

Wir schreckten hoch, als jemand die Tür mit der Code-Karte ein Stück öffnete (von innen lag zum Glück der Riegel vor, so dass die Tür nicht ganz aufging) und rief “Housekeeping!” 

Auf unsere empörten Schreie hin wurde die Tür wieder zugemacht – später meldeten wir die Störung unseres Schönheitsschlafes dann doch an der Rezeption.

Angeblich hatte das Personal das Zimmer verwechselt…

Nach dem Schreck in der Morgenstunde war uns nach einem ordentlichen Frühstück, mit jeder Menge Kalorien…  Also ging’s runter ins Hauptrestaurant – wo gar nicht sooo viel los war – und wir schlemmten uns durch alle Stationen. Spiegeleier mit Speck, gegrillte Tomaten und knuspriges Baguette, dann Ananas, Papaya, Melone, Dragonfruit und Jackapples, außerdem Müsli und Joghurt, Mini Muffins, Pancakes mit Sirup, Ananas im Blätterteig und Schokocroissants. Kurz – wir wurden richtig satt!

Und was macht man dann? Mann legt sich an den Pool, verdaut und liest. Frau macht sich auf zum Shoppen! Nein, nicht einfach so – ich hatte natürlich einen Grund und ein Ziel: Die Computermaus hatte schlapp gemacht, und weil ich mit dem Touch-Pad immer noch nicht in allen Situationen klar komme (wie ziehe ich ein Foto ohne Maus größer??? Wie markiere und kopiere ich Texte??? ), musste eine neue Maus her.

Also begab sich Dieter an den Pool. Nicht bloß ein normaler Hotelpool – der Garten des Sheraton gehört zur portugiesischen Botschaft, ist wunderschön, direkt am Fluss, mit Palmen bestückt und eine echte Oase. Und ich schwang mich ins Hotel-Boot, dann in den Skytrain und stieg am Siam Square aus.

Eine Maus zu kaufen, war ein Klacks – im 4. Stock des Paragon ist das Computer Paradies, und in 5 Minuten hatte ich eine neue Maus, in quietsch-orange. Aaaaaber – ich wollte ja auch noch ein Top, das zu meinem Rock passt … Und ein Paar Schuhe wären auch nicht schlecht – ich hatte nur total flache Teile dabei, was zu meinen Röcken nicht wirklich gut aussieht.

Nach einer knappen Stunde hatte ich Sandalen und ein farblich exakt passendes Top. Dass es noch eine weitere Stunde dauerte, bis ich den Shopping-Himmel letztlich verließ, ist wieder eine andere Geschichte –  Frauen verstehen das, auch ohne dass ich es weiter ausführe, und Männer müssen es nicht verstehen …

Am Hotel-Pool sammelte ich meinen Mann ein, und wir machten uns auf, die andere Seite von Bangkok zu besuchen. Die Thonburi-Seite ist mehr oder weniger touristisches Niemandsland – abgesehen vom Wat Arun gibt es dort wenig, was Touristen anzieht – entsprechend ruhig ist es dort.

Erst mal mussten wir doch zum Wat Arun, weil das Express-Boot an dem Pier, wo wir die Fluss-Fähre nehmen wollten, nicht anhielt. Also fuhren wir weiter und  überquerten den Fluss mit ca. 100 Touristen, alle wollten zum Wat Arun.

Wir waren schon jahrelang nicht mehr dort gewesen – ein paar Fotos waren deshalb ein MUSS, aber rein wollten wir nicht, es war ein unglaubliches Gedränge dort.
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Quer über die Straße hing eine Wäscheleine, an der Tausende von Geldscheinen hingen, und ständig wurde neue aufgehängt. Was offenbar ins Nirwana führt – oder aber auch nur Glück bringt…. ???

Wir wollten aber weiter zum Wat Kanlayanamit. Durch kleine Gässchen …
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mit Freiluft-Kleiderschränken …
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Durch einen kleinen Wat, wo junge Mönche gerade Unterricht hatten, über eine abenteuerliche enge Eisentreppe über einen Kanal,
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durch eine schmale Gasse, wo uns die Bewohner fröhlich “Happy New Year” zuriefen,

… gelangten wir zum Wat Kanlayanamit, der mit seinen extrem steilen Dächern ein bisschen anders aussieht als die meisten anderen Wats.

Auch hier war es sehr voll, aber keine Touristen, sondern ausschließlich Thais, die Räucherstäbchen abbrannten, Blumen- und Münzen-Opfer darbrachten, riesige Gongs und kleine Glocken anschlugen. Es war ein unglaubliches Gedränge, aber irgendwie trotzdem sehr friedlich – ganz anders als beim chinesischen Neujahr in Hongkong, wo in den Tempeln permanent vor Taschendieben gewarnt wird.

Obwohl unser Neujahr ja eigentlich keine Bedeutung für Buddhisten hat, wird die Zeit offenbar trotzdem für Einkehr und Besinnung genutzt – vielleicht sind im Moment aber auch zufällig buddhistische Feiertage?
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Ein gigantischer sitzender Buddha … Wie groß er ist, sieht man an dem winzigen Menschen am unteren Rand des Bildes.
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Zurück ging es am Fluss entlang – dort gibt es eine gut ausgebaute Promenade.
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Der “Schildkröten Wat”, den wir zum Schluss noch besuchten und der beim letzten Besuch eine stille Oase gewesen war, war allerdings eine herbe Enttäuschung:

Der ummauerte Garten mit seinem Teich voller Schildkröten, den künstlichen Inseln  und skurrilen kleinen Häuschen war völlig heruntergekommen, wirkte, als hätten Vandalen gewütet und alles kurz und klein geschlagen. Wir machten, dass wir wieder weg kamen, überquerten die Memorial Bridge und erwischten gerade noch das Express Boot.

Statt bis zum Hotel, fuhr ich noch eine Station weiter, denn ohne einen kurzen Besuch bei “From Siam with Love” ist Bangkok für mich nicht perfekt.

Das winzige Lädchen in der Charoen Krung Road hat die schönsten handgewebten Seidenschals, erlesenen Silberschmuck und edle Klamotten aus Leinen und Seide – alles zu sehr moderaten Preisen. Ohne mindestens einen neuen Schal komme ich nicht heim – meist werden es aber mehrere, denn irgend jemand soll ja immer ein Mitbringsel bekommen.

Jetzt müssen heute Abend nur noch die Koffer wieder gepackt werden – morgen ziehen wir weiter.

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