4. Januar – Mae Kok River und Mae Salong

Nordthailand 241 (2)Vor vielen Jahren waren wir mal mit einem Langschwanzboot auf dem Mae Kok River von Thaton aus nach Chiang Rai gefahren.  Dieter hatte nostalgische Erinnerungen daran und wollte wenigstens ein bisschen Boot fahren.

Also nahmen wir morgens für eine Stunde ein Langschwanzbooot, fuhren ein Stück flussaufwärts, bis zu burmesischen Grenze (die allerdings nur aus einer über den Fluss gespannten Leine mit der thailändischen und burmesischen Flagge daran bestand).

Und dann noch ein Stück flussabwärts. Kein Vergleich mit der stundenlangen wilden Fahrt von damals über Stromschnellen bei niedrigem Wasserstand…
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Danach ging es auf 4 Rädern zu Land weiter. Zunächst durch die fruchtbare Ebene am Fluss entlang, wo eine Obstplantage neben der anderen liegt, es werden Orangen, Bananen, Erdbeeren und vieles andere angebaut, außerdem jede Menge Gemüse.

Dann schraubte sich die Straße in die Berge, nichts für schwache Mägen, denn die Kurven sind zahlreich und sehr eng. Aber die Straße ist wunderschön, die Ausblicke fantastisch. Unser Ziel war Mae Salong, ein kurioser Ort in den Bergen, wo sich ein Teil der Kuomintang Armee nach dem Bürgerkrieg 1949 hingeflüchtet hatte.

Die Chinesen haben dort oben eine richtige chinesische Enklave gegründet, bauen chinesischen Tee an, viele Schilder  haben chinesische Schriftzeichen. Aber auch viele Bergvölker leben da oben und kommen mit ihrem Gemüse und anderen Produkten zum Markt in Mae Salong.
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Vorbei an Teeplantagen mit ihren sattgrünen Teesträuchern fuhren wir weiter durch die Berge …
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… probierten an einem Stand den wunderbar duftigen Olong-Tee, von dem ich gleich ein paar Päckchen erstand …
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… und machten uns dann langsam wieder auf den Heimweg.

In Mae Salong stolperten wir über ein zauberhaftes kleines Café, das “Sweet Maesalong”, in dem es nicht nur wirklich guten Kaffee gab, sondern auch wunderbare Törtchen!
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Ein Himbeertörtchen mit Schokomousse auf hauchzartem Bisquit und ein Blutorangentörtchen mit Vanillemousse – das hätte selbst der beste Konditor in Bangkok oder Heidelberg nicht besser hinbekommen! Und das alles auf einem schmalen Holzbalkon vor einer atemberaubenden Kulisse.
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Wir unterhielten uns mit der noch sehr jungen Eigentümerin – sie hatte mit ihrem Mann 4 Jahre in Melbourne gelebt, dann in Bangkok, irgendwann wollten sie dem Trubel entfliehen und sind hier quasi am Ende der Welt gelandet. Und weil sie hier keine Freundinnen hat, nicht shoppen kann und es nicht mal Fernsehen gibt, bäckt sie eben ….
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Hier noch mal ein Blick von hinten  – man kann links gerade noch den Balkon des Cafés erkennen:
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Bestens gestärkt fuhren wir wieder runter in die Zivilisation, zum Essen und zum Rotwein, zu den Grillen und unserem schönen Resort.

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