5. Januar – Mehr als 8oo Kurven bis Pai

Die Hähne sind hier schon ganz schön früh wach und ziemlich aktiv.

Nach dem Hahnenschrei wachen dann die Vögel am Mae Kok River auf – was gibt es Schöneres, als noch im Halbschlaf das vielstimmige Zwitschern und Singen zu hören.

Und immer mal wieder rauszublinzeln, um zu schauen, ob sich der Morgennebel allmählich verzieht und wir wieder einen blauen Himmel mit einigen dicken weißen Wolken bekommen, die sich im Morgenlicht rosa färben.


Vom Maekok River Village wegzugehen, fiel wirklich nicht leicht. Die wunderbare Lage, das gemütliche Zimmer und den schönen Garten hätten wir auch noch ein paar Tage länger genießen können.

Aber auf uns wartete ja Pai – und davor Kurven, Kurven, Kurven!!! Angeblich soll es fast 800 Kurven auf dem Weg nach Pai geben!

Zunächst aber fuhren wir gemütlich auf der gut ausgebauten Straße ein Stück nach Westen, dann nach Süden, Richtung Chiang Mai. Ein Dorf reihte sich ans andere, bis Mae Tang. Dort gab’s noch einen richtig leckeren Kaffee in einem winzigen Café am Straßenrand, anschließend begann die Bergtour.

Auch hier zunächst noch hübsche kleine Dörfer, jedes mit einem mehr oder weniger prunkvollen Wat, dahinter Felder.

Wasser-gefüllte Reisfelder glitzerten in der Sonne, hellgrüne Reishalme lugten aber nur sehr zaghaft aus dem Wasser, sie waren offenbar gerade erst gepflanzt worden. Andere Felder lagen noch brach oder wurden gerade bestellt.

Die Berge am Horizont wurden immer bizarrer und erinnerten uns an die Kalkformationen der Phan Nga Bucht.

Durch zunehmend dichteren Wald ging es immer weiter in die Höhe. Gewaltige Bäume mit großen ledrigen Blättern, ausladende Akazien mit zarten fedrigen Blättern,  Bambus-Sträucher, deren lange Stängel über die Straße nickten und immer wieder riesige, bestimmt bis zu 5 m hohe Gräser, mit weißen Feder-Büscheln am Ende.


Und dann gingen auch die Kurven los – es schien kein Ende nehmen zu wollen! Die schmale Straße schraubte sich immer wieder in die Höhe, dann wieder tief hinab.

Offenbar verträgt das nicht jeder – wir sahen unterwegs sogar ein Schild, auf dem ein Männchen über einem Toilettensymbol hing!!!! Wenn wir mal oben waren, gab es tolle Ausblicke.


Trotzdem waren wir froh, als wir wieder in der Ebene waren und Pai in Sicht kam!

Inzwischen war es schon fast 17:30, ich machte mir Sorgen, ob wir überhaupt noch zu unserem Hotel fahren konnten. In der Straße am Hotel findet der tägliche Nachtmarkt statt und wenn die Stände aufgebaut sind, darf kein Fahrzeug mehr fahren. Aber wir schafften es gerade noch ins Pai River Corner.

Das Hotel war ein bisschen enttäuschend. Beim letzten Mal waren wir im deutlich besseren, aber trotzdem billigeren Quarter, wollten dieses Mal aber näher am Fluss und am Nachtmarkt sein und vor allem vermeiden, dass wir abends einen Parkplatz suchen müssen. Das River Corner liegt direkt am Fluss und ist eigentlich ganz nett – 3 kleine doppelstöckige Häuschen mit je zwei Zimmern und einem großen Balkon. Aber es ist alles ein bisschen eng und dunkel, da die Häuschen aus Holz mit tief herabgezogenen Dächern gebaut sind.

Und später stellten wir auch fest, dass die Matratze ziemlich klumpig ist … Trotzdem haben wir prima geschlafen!

Aber erst Mal sahen wir uns um und waren auch von Pai etwas enttäuscht – der schläfrige Charme der früheren Jahre ist einer ziemlichen Hektik gewichen, viele nette kleine Kneipen sind T-Shirt-Ständen des Nachtmarktes zum Opfer gefallen.

Überraschend war auch, dass es nur relativ wenige westliche Touristen gab – die Stadt ist fest in asiatischer Hand, der Anteil der West-Besucher dürfte bei unter 5% liegen – jedenfalls scheint es so, wenn man abends durch die Straßen geht.

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