21. Januar – Zum Ngapali Beach: Endlich wieder richtig warm!

Burma 649Unser Flug ging erst um 13:00, also viiieeel Zeit, um etwas länger zu schlafen und ausgiebig in der wärmenden Morgensonne zu frühstücken.

Heute gab es nicht nur hauchdünne Zitronen-Pfannkuchen, eher eine Art Crêpe, sondern danach noch kleine frittierte Teigtaschen (Samosa) mit würzigem Gemüse drin.

Schmeckte wunderbar – aber Dieter schüttelte nur den Kopf….

Ich werde nie verstehen, warum manche Menschen zwar problemlos morgens schon Spiegeleier mit Speck, gegrillte Tomaten und gebackene Bohnen essen können, aber eine schöne würzige Nudel-Suppe, wie es sie hier oft zum Frühstück gibt, Dim Sums und andere asiatische Köstlichkeiten, weit von sich weisen …

Danach mussten wir die Umgebung noch mal richtig “einsaugen” – es war trotz Kälte einfach umwerfend schön!!! Geruhsam packen, noch einen gemütlichen Spaziergang am Kanal entlang und ein paar Bilder – dieLandschaft im Morgenlicht, Kinder mit ihren Wasserbüffeln …
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Und unsere Bleibe von der anderen Kanalseite aus.
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Mit unserem freundlichen Wirt plaudern, die Rechnung bezahlen (4 große Flaschen Bier und 2 Dosen Cola aus der Minibar sowie einen Riesen-Sack gewaschene Wäsche – alles zusammen nicht mal 10.000 Kyat, also rund 8,00 €).

Um 11 kam das Taxi, Thu Thu hatte alles perfekt organisiert. Ein kurzer Foto-Stopp an dem berühmten Teakholz-Kloster mit den ovalen Fenster, dieses Mal allerdings leider ohne dekorative junge Mönche, die in den Fensteröffnungen lehnten.

Die Jungs waren noch mit ihrer Morgentoilette beschäftigt und wuschen sich gemeinsam an einem Brunnen im Hof.
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Die spartanische Abflughalle des kleinen Flughafens von Heho war ziemlich voll.

Sicherheitsmaßnahmen gibt es hier keine, man kann völlig problemlos einfach auf das Rollfeld gehen, sich die Wartezeit draußen vertreiben und ganz aus der Nähe zusehen, wie getankt und ein- oder ausgeladen wird.
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Die Flüge werden über Megafon aufgerufen, außerdem wird ein Schild mit der Flugnummer in die Höhe gehalten – das ist alles. Elektronische Anzeigen oder Lautsprecher gibt es nicht.

Da das Englisch der Ansager kaum verständlich ist, kommt es bei Ausländern regelmäßig zu erheblicher Verwirrung, wenn die Flüge aufgerufen werden, und vorsichtshalber stellt sich dann auch mal jemand in die Schlange am Ausgang, der eigentlich mit einer ganz anderen Fluglinie oder zu einem anderen Ziel fliegen will.
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Thandwe empfing uns mit makellos blauem Himmel, das Meer glitzerte beim Landeanflug, fast endlose schneeweißen Strände – Ngapali Beach!
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Ein paar Schrecksekunden gab es bei der Landung: Die Landebahn ist ziemlich kurz und beginnt quasi im Meer. Da wir vom Land kamen, musste der Pilot erst mal ein Stück hinaus übers Meer fliegen und dann in einer Kurve zurück.

Es war ziemlich windig und irgendwie waren wir beim Landeanflug wohl noch nicht wieder ganz aus der Kurve raus – jedenfalls setzte der Flieger sehr schräg, nur mit einem Rad, auf. Für einige Sekunden fürchteten wir, das Flugzeug würde zur Seite kippen, es torkelte heftig hin und her, bis es sich schließlich fing und mit allen Rädern auf dem Boden war. Als das Flugzeug am Ende der Rollbahn wendete, um zum Terminal zu rollen, merkten wir, dass wir allerhöchstens 50m vor Ende der Rollbahn zum Stillstand gekommen waren …

Vom Flugzeug aus spaziert man gemütlich übers Rollfeld zum Flughafen, das Gepäck wird auf Karren geladen und mit Muskelkraft in den Ankunftsbereich geschoben.
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Von allen Hotels standen Minibusse vor dem Flughafen – nur unseres, das Aureum Palace, war nicht vertreten! Das Angebot eines Taxifahrers, uns ins Hotel zu bringen, ignorierten wir erst mal.

Ein kleiner Junge, ca. 12 Jahre alt, hatte mitbekommen, wohin wir wollten und in einem Café dafür gesorgt, dass im Hotel angerufen wurde. Freudestrahlend kam er zu uns und machte uns gestenreich klar, dass in 15 Minuten ein Wagen des Aureum kommen würde, wir sollten doch inzwischen etwas im Café trinken.
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Etwas skeptisch ließen wir uns nieder, der Junge kümmerte sich um unser Gepäck, besorgte Dieter ein Star-Cola (die burmesische Version von Pepsi – sehr lecker!), mir ein Crusher (burmesisches Fanta) und tatsächlich – nach ca. 15 Minuten fuhr der Wagen des Aureum Palace vor!

Klar, dass uns das ein dickes Trinkgeld für den aufgeweckten kleinen Kerl wert war! Der hatte damit überhaupt nicht gerechnet und starrte uns fast ungläubig an, bevor er strahlend und seinen 1000 Kyat-Schein schwenkend davon lief.

Im Aureum erwartete uns Luxus pur: Ein richtig schöner Bungalow mit viel Platz – Wohnraum mit gemütlichem Sofa, Fernseher, Stereoanlage (sogar CD’s waren vorhanden!), Schlafzimmer mit Himmelbett, Ankleideraum mit großem Schrank, Bad mit großer Walk-In-Dusche, kleine Terrasse mit gemütlichen Stühlen und große Terrasse mit Jacuzzi. Und das alles eingebettet in einen parkähnlichen Garten mit viel Abstand zwischen den einzelnen Häuschen.
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Der schneeweiße Strand ist fast menschenleer – es gibt sicher mehr kleine Krabben, die aus ihren Löchern im Sand gucken, als Touristen.

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Obstverkäuferin am Strand
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Abendstimmung

Es erwartete uns hier aber nicht nur ein tolles Hotel und ein Traumstrand, sondern wir trafen auch auf Doris und Walter– ein junges Paar aus Österreich. Mit Walter stand ich schon seit ca. September 2010 in Email-Kontakt, wir hatten uns über das Myanmar-Forum kennengelernt und Infos ausgetauscht, bevor die beiden vor einem Jahr zum ersten Mal nach Myanmar gereist waren.

Dass wir jetzt zur gleichen Zeit im gleichen Hotel gelandet waren, war reiner Zufall, aber ein besonders netter, denn wir verstanden uns auf Anhieb!

Gleich am ersten Abend verblüfften wir Lay, den Wirt der gegenüberliegenden kleinen Kneipe “Golden Sea”, als wir gemeinsam aufkreuzten, denn er kannte sowohl uns als auch Walter und Doris von früheren Besuchen.

Wir bekamen eine Sonderbehandlung und einiges aufgetischt, was nicht auf der Karte stand oder von uns nicht bestellt war – z.B. knuspriges frittiertes Gemüse und einen süchtig-machenden Tomatensalat mit Erdnüssen und Koriander.
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Mit Doris und Walter im „Golden Sea“

Bei unserem letzten Besuch war Lays Frau schwanger gewesen und es ging ihr damals sehr schlecht, weil die Schwangerschaft kompliziert war, so dass sie zum Kaiserschnitt nach Yangon musste (hier gibt es weit und breit kein Krankenhaus). Wir gaben der Familie damals einen kleinen Zuschuss zu den Krankenhaus- und Reisekosten.

Jetzt war der Nachwuchs da – kerngesund und putzmunter, seinem Vater wie aus dem Gesicht geschnitten, und auch der jungen Mutter ging es wieder blendend!

Wir freuten uns mit der jungen Familie und tranken einen Cocktail auf ihr Wohl – wobei Lay dabei mit dem Alkoholanteil seeeehr sparsam umgegangen war, was aber der allgemeinen Fröhlichkeit keinen Abbruch tat.
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Doris und Walter aus Österreich

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