27. Februar – Good bye, Phuket …

005Am letzten Morgen kam Giovanni, um das Apartment abzunehmen – und trug netterweise unsere Koffer die gesamten 65 Stufen zum Auto rauf.

Obwohl unser Flieger erst um 16:10 ging, zockelten wir so gegen 12:30 los in Richtung Flughafen, denn wir mussten noch tanken, Auto pünktlich abgeben und der Verkehr auf Phuket ist unberechenbar.

Natürlich waren wir viiiieeel zu früh da! Das Auto war in 5 Minuten abgegeben und der Check-In hatte noch nicht mal auf. Aber um 14:00 Uhr waren wir unsere Koffer los (mit einem Gesamtgewicht von nur noch 38 kg????) und machten uns auf zur Passkontrolle.

Wir hatten schon seit Tagen ein leicht mulmiges Gefühl, weil wir einen Tag länger blieben, als wir laut Stempel im Pass eigentlich durften. 30 Tage dürfen Deutsche in Thailand bleiben, falls sie kein Visum haben – bei uns waren es 31 Tage.

Bei unserer Planung hatten wir das irgendwie übersehen, jetzt mussten wir sehen, dass es keine Probleme gab. Im Internet hatte ich zwar etliche Posts gelesen, dass bei einem Tag gar nichts passiert – andere hatten auch berichtet, dass sie Strafe zahlen mussten

Also reihten wir uns in die Schlange bei der Passkontrolle ein – vorher hatten wir noch schnell 1 000 Baht eingewechselt, denn irgendwie hat unsere Kalkulation nicht mehr gestimmt und wir hatten plötzlich fast keine Baht mehr.

Als ich dran war, schien erst mal alles glatt zu gehen. Dann setzte sich der Beamte, der aussah wie Yul Brynner in einem Agentenfilm, plötzlich senkrecht hin, rief “Madam, you have overstayed!!!” und schaute mich grimmig an. Ich murmelte was von 30 Nächten (was wirklich stimmt!) – aber er ließ sich nicht erweichen und winkte mich raus. Da Dieter, der hinter mir stand, ja genauso betroffen war, trotteten wir also beide hinter ihm her und wurden an einen Kollegen weitergereicht, der uns zu seinem Schreibtisch führte.

Etliche Stempel und Formulare später verlangte er 1 000 Baht von uns, versenkte diese in einer Schublade und entließ uns dann (ohne jede Quittung …. ).

Als wäre das nicht schon peinlich genug gewesen, leisteten wir (bzw. ich) uns noch einen zweiten Faux Pas. Als wir in Abu Dhabi ankamen, wo wir umsteigen mussten, war es bereits 2 Uhr morgens nach Thai-Zeit (23 Uhr Ortszeit) und wir todmüde. Gegen Ende des Fluges wurden Tabellen mit den Anschlussflügen und den entsprechenden Gates auf den Monitoren in den Sitzen gezeigt – unser Flug nach Frankfurt sollte von Gate 31 aus gehen.

Da wir an Gate 30 ankamen, schimpfte ich erst mal, dass wir wieder stundenlang erst in die eine Richtung, dann durch tausend Kontrollen und dann wieder genau zurück zu unserem Startplatz laufen mussten. Wir tranken etwas in einem kleinen Café, dann machten wir uns auf zum Gate. Dort war es schon ziemlich voll, um uns herum viele deutsche Laute.

Um 2:10 sollte unser Flug gehen, ich wunderte mich, dass um 1:45 noch immer kein Aufruf zum Boarden kam und mache mich nochmal auf den Weg zur Toilette. Auf dem Rückweg sah ich, dass auf dem bisher leeren Display an unserem Gate eine völlig andere Flugnummer und ein Flug nach Mailand angezeigt war!

Panisch rannte ich zurück, hörte plötzlich eine Ansage, dass die letzten Passagiere für den Flug EY01 nach Frankfurt umgehend zum Gate 34 kommen sollten. Ich rief Dieter hektisch zu, dass wir zu einem andern Gate müssen und wir flitzten los.

Die Wege sind endlos, von Gate 31 bis Gate 34 waren es sicher fast 500m und unterwegs hörten wir “Final Call “ ….. und unsere Namen.

Buchstäblich in letzter Minute, kurz bevor das Gate geschlossen worden und unser Gepäck wieder ausgeladen worden wäre, erreichten wir das Gate, wurden – erstaunlich freundlich 🙂 – abgefertigt und stiegen als letzte Passagiere in die Maschine ein ….

Wie oft hatte ich mich schon über Leute aufgeregt, die mehrfach ausgerufen wurden und mich gefragt, was das für Trottel sind, die fast ihren Abflug verpennen oder sogar überhaupt nicht kommen …. Dann muss nämlich deren gesamtes Gepäck ausgeladen werden und der Abflug verzögert sich u.U. gewaltig.

Seit es mir selbst (fast) passiert ist, werde ich wohl künftig etwas nachsichtiger sein.

Trotz unserer Trödelei starteten wir pünktlich und kamen gegen 6 Uhr ein Frankfurt an. Dort der nächste Aufreger – es war nur ein einziger Schalter der Passkontrolle besetzt, in der Halle stauten sich hunderte von Menschen und es dauerte ewig – naja, ca. 30-40 Minuten – bis unsere Pässe endlich kontrolliert waren, wir unser Gepäck bekamen, unseren Shuttle-Bus besteigen konnten und nach einer weiteren Stunde Fahrt zu Hause waren.

Nach insgesamt 24 Stunden auf Achse, davon allerhöchstens 2-3 Stunden Schlaf, waren wir ziemlich gerädert und haben uns vorgenommen, künftig wieder Direktflüge zu nehmen, da kann man wenigstens ein bisschen mehr schlafen.

Aber erst mal sind wir wieder gut angekommen – die Planung der nächsten Reise muss aber noch ein paar Tage warten ….

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