23. Juni – Von Devon nach Cornwall

2012-06-22 England2012 083Wir schlafen hier wie die Murmeltiere!

Das liegt sicher zum Teil an dem wirklich guten Bett (Lynda findet, dass ihre Gäste nicht schlechter liegen sollen, als sie selbst – also haben die Gästezimmer die gleichen guten Matratzen wie die Betten der Gastgeber), es ist aber auch die fast unwirkliche Stille, die hier nachts herrscht.

Und es ist – abgesehen von Mond und Sternen – völlig dunkel, nirgendwo brennt ein Licht, eine Straßenlaterne oder sonst was. Autos kommen hier nachts auch nicht vorbei.

Deshalb war es heute auch deutlich später, als wir über den Hof zum Frühstück gingen, obwohl ja wieder ein Reisetag anstand.

Aber wir hatten es ja nicht wirklich eilig – es blieb auch noch genug Zeit, um sich ausgiebig von Lilly, der kuscheligen Perserkatze zu verabschieden.
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Lilly ist eine “Findelkatze” und ein bisschen scheu – was sie aber nicht daran hinderte, sich abends zufrieden schnurrend auf meinem Schoß zusammenzurollen und sich ein paar Streicheleinheiten abzuholen.

Ein letzter Blick auf den Eingang von “Higher Beeson House”-
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… dann machten wir uns auf nach Kingsbridge, wo wir ja noch unsere Wäsche abholen mussten.
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Der kleine Hafen in Kingsbridge

Auch wenn das Wetter dieses Mal nicht wirklich optimal war, der Abschied von den South Hams fällt uns jedes Mal sehr schwer, denn diese Gegend gehört sicher zu den schönsten Südwest-Englands und ist dennoch sehr ruhig und unberührt. Wir haben hier schon unzählige fantastische Wanderungen auf dem Küsten-Pfad gemacht, man kann sehr gut essen und die Unterkünfte sind wunderbar.

Und auch für schlechtere Tage gibt es jede Menge Sehenswertes.

Auf dem Weg nach Cornwall machten wir einen Abstecher nach Bigbury, dort kann man bei Ebbe zu Fuß nach Burgh Island rüber gehen. Auf Burgh Island steht ein Hotel, das Anfang des letzten Jahrhunderts von einem exzentrischen Millionär erbaut wurde und heute als eines der schönsten Art Déco Hotels der Welt gilt.

Es inspirierte Agatha Christie zu ihrem Krimi “10 kleine Negerlein”, in dem eine Gruppe auf einem Inselhotel gefangen ist.
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Weil wir Fähren lieber mögen als Brücken, steuerten wir in Plymouth die Torpoint Ferry an, statt weiter nördlich über die Tamar Bridge zu fahren.

Netterweise ist diese Fähre gebührenfrei!
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Auf der Torpoint Ferry

Auf der anderen Seite des Tamar Rivers waren wir in Cornwall angekommen.

Dort waren die Sträßchen genauso schmal wie in Devon, die Hecken, die die Straßen begrenzen, genauso hoch und farbenfroh, die Dörfer genauso malerisch. Wir kurvten durch`s Land, über Looe ging es nach Polperro.

Polperro ist ein malerisches Fischerdorf, das sich durch ein schmales langgestrecktes Tal bis zum Meer hinunterzieht. Heute fand dort ein Mittsommer-Fest statt und wir freuten uns am Umzug mit jeder Menge englischer Folkore …
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Leider wurde es immer trüber – trotzdem konnte man etwas von Polperros Charme erahnen ….
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Polperros Hafen ohne Wasser …
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Noch einmal mussten wir eine Fähre nehmen – die kleine Boddinick Fähre, die uns nach Fowey brachte.
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Inzwischen war es richtig düster geworden, aber von hier war es nur noch ein Katzensprung bis nach Pentewan bei Mevagissey, wo wir die nächsten Tage verbringen werden.

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