2. Juli – Grau, grau, grau …

2012-07-02 England2012 007Als wir gestern nach dem Essen ins Freie kamen: Regen!

Die ganze Nacht über – permanenter Regen.

Beim Aufwachen: Grauer Himmel und Regen. Beim Frühstück: Weiterhin grauer Himmel und noch mehr Regen. Im weiteren Verlauf ….. grau, grau, grau und alle möglichen Varianten von Regen – Nieseln, Prasseln, Landregen.

Was tun an einem solchen Tag – der zudem mit knapp 15°C nicht gerade als Sommertag bezeichnet werden konnte?

Wir orientierten uns erst mal Richtung Moor, fuhren nach Bodmin und erinnerten uns wehmütig an die Zeiten, als wir von Wadebridge aus bei strahlendem Sonnenschein mit dem Fahrrad den Camel-Trail entlang nach Bodmin geradelt waren. Ok, das liegt schon ca. 20 Jahre zurück, aber es ist eine tolle Strecke entlang einer ehemaligen Bahntrasse (also weitgehend flach – für faule Leute wie mich genau das Richtige!)

In Bodmin fanden wir immerhin eine sehr billige Tankstelle! Wie so oft mit einem Supermarkt verbunden, die sind um bis zu 7 Pence billiger als die normalen Tankstellen, das lohnt sich also schon, wenn man – wie wir auf dieser Reise – über 4000 km zurücklegt.

Weiter ging es ins Bodmin Moor – allerdings nicht bis zum Jamaica Inn, das von Daphne du Maurier in ihrem Roman verewigt wurde, heute jedoch ein mit einer Tankstelle verbundener Rummelplatz ist.

Wir bogen vorher links ab und waren schnell mitten in einer fast magischen Moorlandschaft. Leider regnete es jetzt so stark, dass meine Foto-Versuche ziemlich ins Wasser fielen, ständig hatte ich dicke Regentropfen auf dem Objektiv.
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Aber man bekommt zumindest eine schwache Ahnung davon, wie schön es hätte sein können.

Eine Weile durchstreiften wir das Moor – nicht ganz freiwillig, ich war heute irgendwie nicht auf Zack, und wir verfuhren uns mehrfach, obwohl ich nach unserer Wanderkarte zu dirigieren versuchte. Aber die Sträßchen sind teilweise sehr schmal und an kaum einer Abzweigung steht ein Wegweiser, man ist also oft auf sein Bauchgefühl angewiesen und das war bei mir heute offenbar nicht so richtig wach.

Irgendwann kamen wir dann doch wieder raus und wandten uns Richtung Küste. Dort war es allerdings auch kaum besser. In Polzeath machten wir es wie die Einheimischen – setzten uns in ein Café (das gemütliche Sofas hatte), durch die weit offene Glastür hatte man einen tollen Blick auf den Strand und Surfer, denen der Regen offenbar absolut nichts ausmachte, wir tranken große Tassen Kaffee mit heißer Milch – und vertieften uns in unsere E-Books.

Ist schon praktisch, so ein 160g leichtes Teil mit einer üppigen Bibliothek aufgeladen immer dabei zu haben (hier mal einen herzlichen Gruß und Dank nach Wien ….!!!).

Gegen 15 Uhr ließ der Regen nach, es schien ein bisschen heller zu werden, wir fuhren weiter nach Rock und schauten einer Regatta zu, die trotz Nebel und Regen stattfand.
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Noch ein Strand-Spaziergang …
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… dann ging’s heim und wir überlegten ernsthaft, ob wir angesichts der verheerenden Wetterprognosen früher heim fahren sollen.

Zum Essen gingen wir zu Fuß in die Stadt, ins Swan Hotel – und ausgerechnet heute wurden die schlimmsten Klischees über die englische Küche voll bestätigt. Naja, meine Lasagne war immerhin heiß und wärmte – obwohl ich weder nachvollziehen konnte, was Kartoffelpüree darin zu suchen hatte, noch, weshalb es eine Riesenportion Pommes dazu gab ….

Aber – morgen ist wieder ein neuer Tag und dann schau’n wir mal!

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