6. Februar – Weiter nach Siem Reap

P1190613Heute geht es schnell, denn viel gibt es nicht zu berichten. 

Unser Flug sollte erst um 15:50 gehen – mit viel Überredungskunst schaffte ich es, der leicht muffigen (russischen) Dame am Empfang eine Checkout-Verlängerung bis 13 Uhr abzuringen.

Die Zeit nach dem Frühstück verging mit Packen (es erstaunt mich immer wieder, wie sich Gepäck unterwegs scheinbar vermehrt und die Koffer immer voller werden …) und faulenzen am Pool.

Das Wetter sah nicht sehr vielversprechend aus – dicke dunkle Wolken ballten sich am Himmel, die Sonne machte sich rar.

Das Auscheck-Limit legten wir großzügig aus, gingen um 13:15 langsam Richtung Rezeption, bis alles geregelt war, war es 13:30, unser Taxi sollte uns um 13:45 abholen – und kam auf die Minute pünktlich! Schon nach 20 Minuten bogen wir auf den Parkplatz vor dem winzigen Flughafen von Sihanoukville. Der Flughafen ist noch sehr neu bzw. komplett renoviert, nachdem er jahrelang stillgelegt war. Derzeit hebt nur dreimal pro Woche eine Maschine von hier ab –nach Siem Reap. Aber weitere Verbindungen sind in Planung!

Vieles erinnerte uns an Myanmar – die Bordkarten wurden von Hand ausgefüllt, die Gepäckanhänger ebenso und mit einem Gummiband am Koffergriff befestigt. Die Gepäckkontrolle war allerdings akribisch – meine kleine Wasserflasche wurde sofort beanstandet, ich musste sie an der Kontrolle austrinken bzw. den Rest in den Abfall werfen.

Dann war erst mal wieder Warten angesagt … allerdings war hier zur Abwechslung mal alles noch sehr neu und sauber.
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Kurz nach 15 Uhr landete unser Flieger – eine ziemlich kleine Propellermaschine, die Passagiere stiegen aus, wanderten übers Flugfeld, und kurze Zeit später konnten wir einsteigen.
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Unser Pilot hatte es wohl eilig, schon 15 Minuten vor der Abflugszeit hob er ab – vermutlich wollten die Flughafen-Leute Feierabend machen. Nach nur 45 Minuten landeten wir in Siem Reap, dort war es deutlich wärmer und schwüler als in Sihanoukville.

Unser Hotel holte uns kostenlos ab, der Fahrer wartete mit Namensschild vor dem Flughafen, 15 Minuten später waren wir im “Pavillon Indochine”. Der Empfang war sehr freundlich, der Besitzer ließ es sich nicht nehmen, uns zu begrüßen und überschüttete uns mit Informationen. Wichtig war für uns , dass es Frühstück bis 10 Uhr gibt 😉 und dass für 15$ pro Tag ein Tuktuk (natürlich mit Fahrer!) von Sonnenaufgang bis 22 Uhr zur Verfügung steht.

Wir besprachen noch kurz unsere Pläne für die nächsten Tage und bezogen dann unser Zimmer.
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Ein freundlicher Raum im 1. Stock (darum hatte ich gebeten – nichts ist schlimmer, als wenn in Räumen mit Holzboden jemand über einem herumtrampelt!) mit Blick ins Grüne. Da es nach dem Auspacken schon dämmrig wurde, gibt es noch keine Bilder von draußen.

Heute hatten wir noch kein Tuktuk, also mussten wir für die Fahrt in die Stadt eines anheuern – mit 2$ pro Strecke aber eine überschaubare Investition. Da unser Hotel relativ weit außerhalb liegt (dafür ist es aber himmlisch ruhig!) dauerte es eine ganze Weile, bis wir in der Altstadt waren.

Dort traf uns fast der Schlag – das beschauliche kleine Städtchen, in dem wir vor knapp 10 Jahren waren, hatte sich mächtig verändert! Als erstes waren wir völlig erschlagen von dem aberwitzigen Verkehrschaos. Zeitweise ging gar nichts mehr, Dutzende von Tuktuks, Autos und Motorrädern versuchten, quer zu unserer Fahrtrichtung abzubiegen, keiner wollte sie durchlassen, das Ergebnis war ein allgemeiner Stillstand. Da es keinerlei Ampeln oder auch nur Verkehrszeichen gibt, wiederholte sich das mehrfach.

Das Zentrum hat sich enorm ausgedehnt, es gibt richtige Einkaufsmeilen, und wo es früher eher schummerig und spärlich beleuchtet war, glitzert jetzt alles in Neon- und LED-Beleuchtung. In der “Pubstreet” reiht sich Kneipe an Kneipe, der schöne alte Markt ist zu einem Billig- und Copy-Klamotten-Markt ala Patpong in Bangkok geworden – wir waren erst mal so irritiert, dass wir einfach nur irgendwo reinstolperten und erst mal ein Bier tranken.

Da wir mit unserem Fahrer ausgemacht hatten, dass er uns nach 2 Stunden wieder abholen sollte, suchten wir uns ein Restaurant – nicht ganz einfach, wenn sich eines ans andere reiht, aber alle brechend voll sind! Wir wagten gar nicht, uns vorzustellen, wie es dann morgen bei den Tempeln aussehen würde….

Schließlich entschieden wir uns für was ganz Neues – Mexikanisch! Meine Tacos und Dieters Quesadillos schmeckten erstaunlich gut, auf die verführerischen Cocktails und Frozen Margharitas verzichteten wir heute. Schließlich sind wir ja noch ein paar Tage hier.

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