11. Februar – Länderwechsel: Kambodscha/Laos


P1200052Um 6:30 wird es hier gerade so langsam hell, aber was hilft’s, wir müssen raus.

Chee stand schon um 7:45 wartend vor der Gartentür und war froh, dass wir noch früher als vereinbart fertig waren. Als kleines Dankeschön machte er einen Schlenker am Angkor Wat vorbei, der im frühen Morgenlicht auch nicht schlecht aussah.

Der Weg zum Flughafen ist kurz, knapp 20 Minuten, dann waren wir da, nahmen Abschied von Chee und Siem Reap.

Neben einem Trinkgeld in US-Dollar übergab ich Chee auch die restlichen Riel – viele war es nicht mehr, man zahlt hier überwiegend mit US-Dollar.

Das Land hat ein bestens funktionierendes Zwei-Währungs-System – der Dollar rangiert gleichberechtigt neben dem Riel, das Ganze wird noch dadurch erleichtert, dass es einen von allen Währungsschwankungen unabhängigen festen Wechselkurs von 4000 Riel:1 $ gibt. Bezahlen kann man, wie man will und egal, wie etwas ausgezeichnet ist: Kostet etwas z.B. 1,50$, so blättert man entweder 2$ hin und bekommt 2000 Riel zurück, oder zahlt 1$ und 2000 Riel oder man legt gleich 6 000 Riel auf den Tisch. Wenn man’s mal kapiert hat, ist es sehr einfach….

Ein sehr günstiges Reiseland ist Kambodscha außerdem – ein frisch gezapftes Bier (ca. 0,35l) kostet zwischen 0,50-1,00$, eine warme Mahlzeit bekommt man für 1,50-4$, nur importiertes Rindfleisch (Steaks) ist teurer – aber wer isst das hier schon …

Egal – wir mussten/wollten weiter und checkten ein. In Siem Reap hatten wir einen Flug aus unserem Discovery Airpass umgebucht (eine sehr nervige Geschichte – das nur am Rande. Wer vor hat, den Discovery Airpass von Bangkok Airways zu kaufen, sollte sehr sicher sein, dass sich Reisepläne und damit Route nicht kurzfristig ändern!) und ein neues Ticket mit neuem Buchungscode und neuer Ticketnummer erhalten.

Wir legten Tickets und Pässe beim Einchecken hin und bekamen Pässe, Bordkarten und außerdem Einreiseformulare usw. zurück. Was wir nicht zurück bekamen (und was ich leider erst viel später merkte) war das Ticket – auf dem standen aber noch unsere beiden weiteren Flüge und wir hatten blöderweise nicht mal den neuen Buchungscode notiert!

Aber erst mal kamen wir in Pakse an, teilten uns mit zwei Backpackern ein Taxi (die gibt es hier ausschließlich in Form von Minivans, sie kosten immer 10$, egal, wie viele Leute drin sitzen – also gingen wir gerne auf das Angebot der Belgier ein, uns ein Taxi zu teilen), waren 10 Minuten später in der Residence Sisouk – und sofort total begeistert!

Ein Kolonialgebäude mit einem netten Straßencafé im Erdgeschoss, das ein bisschen an eine mehrstöckige Hochzeitstorte erinnert.

Innen wirkte alles eher wie ein großes Wohnhaus als ein Hotel. Dunkle, blank-gewienerte Holzböden, ein uralter französischer Lift mit Gittertüren, der seeeehr langsam und mit asthmatischem Gekeuche in die Höhe schwebte.

Auch im Treppenhaus und Flur dominiert dunkles Holz, überall frische Blumen und schöne Bilder.
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Unser Zimmer hell, blitzsauber, sehr einladend. Auch das Bad war hell, mit einer runden Duschkabine – und entgegen einiger Behauptungen bei Tripadvisor roch es frisch nach gebügelter Wäsche und sonst nichts!!

Wir setzten uns erst mal unten ins Café (es war ja erst kurz vor 12 Uhr), und ich süffelte mich durch die Getränkekarte.
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Nein, das ist kein Cocktail, sondern Peppermint Soda – sehr frisch. Im leeren Glas rechts war kurz vorher noch ein Limetten-Drink.

Während wir uns unseren Drinks widmeten, sahen wir direkt gegenüber eine Zweigstelle von Lao Airlines! Also nix wie rüber und die Situation geschildert. Die Dame war nett und sehr mitfühlend, konnte aber – zumindest heute – nichts tun, weil das gesamte Computersystem gecrasht war. Sie versicherte uns aber, dass sie am Tag unseres Fluges nach Luang Prabang selbst beim Check-In sei und dafür sorgen werde, dass wir mitkommen. Bloß – wir hatten ja noch einen weiteren Flug!! Erst mal kopierte sie unsere Pässe, dann gab ich ihr meine Visitenkarte mit der Email-Adresse und bat, doch bitte eine Kopie des Tickets zu mailen!
Was sie auch versprach (und einhielt, am nächsten Tag war die Kopie im Posteingang!)

Nachdem dieses Problem gelöst war, ging’s an die Geldbeschaffung – und wir mutierten mal wieder zu Millionären! Allerdings spuckte der Automat nicht mehr als 1 Mio Kip aus (ca. 95€) – das war aber schon eine Verbesserung gegenüber früheren Zeiten, wo meist bei 700.000 Kip Schluss war. Aber da die Preise sehr niedrig sind, reicht das Geld eine Weile.

Allerdings nicht, wenn man noch Ausflüge machen will. Wir wollten morgen aufs Bolaven Plateau, wo wir vor einigen Jahren schon mal waren (damals im Auto mit Chauffeur). In einer kleinen Agentur wurde ein Trip im Minibus für 15.000 Kip angeboten, also knapp 15 € pro Person, das klang nicht schlecht. Uns wurde versichert, dass maximal 9 Personen teilnehmen würden, also buchten wir und sollen morgen um 8:00 vor unserer Residence abgeholt werden.

Nachdem alle Aufgaben erledigt waren, kam das Sightseeing. Pakse ist eine Stadt, deren Charme (falls sie welchen hat) sich weder auf den ersten noch auf den zweiten Blick erschließt. Aber es gibt einen sehr schönen Tempel, den wir ansahen. Eine Mischung aus Alt und Neu – eingerahmt von Bougainvilleas …

Viel Gold  … aber auch viel Ruhe.
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Und im Inneren bunte Fresken, die das Leben Buddhas illustrierten.

Zurück im Hotel schauten wir uns das Restaurant/Lounge im Dachgeschoss an, der Blick geht über die Dächer der Stadt bis zum Mekong.

Es waren noch ein paar Aufgaben zu erledigen – wieder war schmutzige Wäsche im Gepäck, wir wollten vor allem unsere roten Angkor-Flecken bei einer der besten Wäschereien in Laos los werden (direkt gegenüber vom Pakse-Hotel – falls mal jemand in diese Ecke kommt!) und unsere etwas müden Knochen massieren lassen. Wäscherei und Massage lagen Tür an Tür, also gaben wir erst die Wäsche ab und begaben uns dann in die wirklich kundigen Hände eines Masseurs und einer Masseurin, die (nicht ganz schmerzfrei, aber wohltuend) diverse Knoten in Muskeln und Sehnen lockerten.

Und dann war es schon Zeit für eine Dusche (das Massageöl musste wieder runter!) und ein kühles Beer Lao an der Uferpromenade. Die Bedingungen für West-Europäer waren hier zwar etwas erschwert, die Stühlchen würden bei uns allenfalls in Kindergärten oder Grundschulen aufgestellt, aber wie man sieht, kann man sich arrangieren!
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Und ohnehin war der Sonnenuntergang jede Unbequemlichkeit wert 😉
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Mehr als ein Bier trauten wir uns dort allerdings nicht zu, zum Essen gingen wir lieber wieder zurück zur Residence Sisouk, wo wirklich leckere (und ziemlich scharfe) laotische Küche serviert wurde.

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