19. Februar – Luang Prabang mit Fahrrad

P1200565Unsere Mägen hatten sich wieder beruhigt. Entweder waren es schmutzige Gläser bei unseren Getränken gestern am Fluss oder etwas anderes – genau weiß man es letztlich nie – die uns heute Nacht etwas Probleme gemacht hatte.

Jedenfalls schmeckte das Frühstück schon wieder richtig gut! Und  darüber waren wir froh, denn für heute Abend hatten wir einen Tisch in einem ständig ausgebuchten Lokal mit hochgelobter Küche ergattert – und dieses Essen wollten wir verständlicherweise genießen!

Heute wollten wir mal nicht so viel laufen, meine Füße sind schon reichlich abgelaufen Zwinkerndes Smiley und außerdem standen wir beide heute doch etwas wackelig auf den Beinen, also musste ein Fahrrad her. Zuerst brachten wir einen Sack Wäsche in eine nahe gelegene Laundry (die gibt es hier wirklich alle paar Meter), dann hielten wir nach passablen Rädern Ausschau.

Zwar werden in jedem zweiten Laden Räder vermietet, viele sind jedoch in einem miserablen Zustand und außerdem für Dieter viel zu klein. Nach längerer Suche fanden wir sehr gute Räder in einem kleinen Reisebüro, 20.000 Kip pro Rad mussten wir bezahlen und ich meinen Ausweis hinterlegen, dann konnten wir losradeln. Es herrschte zwar ziemlich viel Verkehr, aber die Laoten rasen nicht, insofern kann man ganz entspannt bleiben.

Als erstes ging es zur Post, meine Postkarten an diverse lieben Leute einwerfen – denn den Briefkästen traute ich nicht. Sie sahen alle nicht aus, als sei in den letzten Jahren dort jemals geleert worden!

Wir radelten in die Außenbezirke, auf der Suche nach einem Tempel direkt am Mekong. Irgendwann merkten wir, dass wir wohl zu weit gefahren waren – aber da war ein kleines Schild mit der Aufschrift “Ock Top Pok Villa”.

Darüber hatte ich irgendwas gelesen, es ist eine Initiative, um traditionelle Webkunst der verschiedenen Provinzen am Leben zu erhalten. Wir bogen also auf den staubigen Weg ein und nach ca. 100 m standen wir in einem Garten, vor uns ein kleines Restaurant, dahinter der Mekong. Die Blicke auf den Fluss waren so völlig anders als in Luang Prabang.
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Allerdings führt der Mekong hier kaum noch Wasser – möglicherweise bereits eine Folge diverser Staudämme in China.

Nach einer kleinen Stärkung in Form von Tamarinden-Saft mit Soda (ausgesprochen lecker – süß-sauer und ein richtiger Durstlöscher!) besuchten wir noch die Weberinnen, die unglaublich komplizierte Muster webten. Daneben hockte eine etwas trübsinnig dreinsehende Korbflechterin.
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Draußen im Garten wurden frisch gefärbte Seidengarnstränge und indigo-blaue Stoffe aufgehängt.
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Wir waren immer noch auf der Suche nach dem Kloster am Mekong-Ufer und wurden nach nochmaligem intensiven Karten-Studium letztlich fündig. Der Blick auf den Mekong war erneut atemberaubend.
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Das Kloster selbst beeindruckte uns weniger – es war in erster Linie sehr bunt.
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Wir schlugen den Rückweg ein, vorbei an (wen wundert’s Zwinkerndes Smiley) einem weiteren schönen Wat, diese Mal ein eher traditionelles Exemplar.
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Vor dem Hotel, in dem wir bei unserem ersten Aufenthalt übernachtet hatten – dem 3 Naga – stand der obligatorische Oldtimer. Das Markenzeichen vieler höherpreisiger Hotels hierzulande sind Oldtimer vor dem Haus – hier ein alter Citroen.
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Anschließend legte ich ein Ruhepäuschen im Hotelbett ein, während mein unternehmungslustiger Mann den Phousi, den Hügel mitten im Ort bestieg, auf dem oben – was wohl? –  ein Wat thront und von dem man eine tolle Aussicht haben soll. Leider gibt es davon keine Fotos, denn Dieter hatte nur seine Video-Kamera dabei.

Nachdem er ziemlich verschwitzt wieder zurück war, wurden noch unsere Räder zurück gegeben, bevor es (selbstverständlich frisch geduscht!!!) ins Tamarind zum Essen ging – einem sehr guten kleinen Restaurant mit angeschlossener Kochschule. Praktischerweise liegt es direkt neben dem Apsara, wo wir wohnten

Unsere Hoffnungen und Erwartungen wurden nicht enttäuscht – Dieter probierte Zitronengras, gefüllt mit einer Mousse aus Hähnchen und diversen Kräutern mit einer sehr würzigen Soße, ich hatte ein mariniertes Büffelsteak mit Zitronengras und vielen frischen Kräutern sowie einem scharfen Dip.

Beides waren echte Geschmackserlebnisse, unglaublich gut – und unglaublich günstig, denn für die Gaumenfreuden inklusive einem Bier, Wasser sowie 1/2 l sehr gutem Rotwein mussten wir lediglich 175.000 Kip bezahlen, knapp 17 €. Zum Nachtisch noch ein Caipirinha – wieder mal ein richtig schöner Tag!

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