20./21. Januar – Nach Kampot

P1010489Wir hatten (allerdings nur kurz) überlegt, mit dem Bus nach Kampot zu fahren – aber dann hätten wir ein Taxi/Tuktuk zum Busbahnhof benötigt und am Ende ein weiteres zum Rikitikitavi …

Insgesamt nicht wirklich sooo viel billiger – aber um einiges umständlicher!

Also organisierten wir in einer der kleinen Agenturen am Sisowath Quay ein Taxi, das auch pünktlich um 12 Uhr vor der Tür stand.

Gute 2 1/2 Stunden Fahrt durch eine wunderschöne Landschaft – bzw. 45 Minuten, um aus Phnom Penh überhaupt erst mal raus zu kommen, der Rest war dann aber wirklich landschaftlich sehr schön. Kurz vor drei waren wir am Ufer des Kampot Rivers im Rikitikitavi.

So was wie Check-in ist hier eher minimalistisch – man bekommt den Schlüssel, und wenn man dann irgendwann Zeit und Lust hat und eingerichtet ist, geht man hoch an die Open-Air Bar, trinkt gemütlich seinen Willkommensdrink, plauscht ein bisschen mit der zauberhaften und immens tüchtigen Linh, füllt ein kurzes Formular aus und ist ansonsten vollauf damit beschäftigt, alle Angestellten (wieder) kennen zu lernen und sich zu vergewissern, dass (fast) alles noch so ist wie zuvor.

Unser Zimmer ist wieder unglaublich gemütlich, geräumig  – man fühlt sich einfach wohl hier!
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Und dann läuft man los – die Uferpromenade entlang, zum neuen Markt, wo sich praktisch alle Geschäfte und Kneipen angesiedelt haben, dreht eine kleine Runde, registriert, was alles neu dazu gekommen ist. Im Rusty Keyhole gibt es ein kühles Angkor Bier zum Sonnenuntergang, mit Blick auf den Fluss, wo die Sonne das Wasser rot färbt, bevor sie hinter dem Bokor Mountain im Dunst verschwindet.

Dann die schwierige Entscheidung – wo wollen wir essen??? Jede Menge leckere Alternativen – wir entscheiden uns für die winzige Kneipe von Alessia und Marco, vor ca. 2 Monaten neu eröffnet. Drei Tische im Inneren, zwei auf dem Gehweg – aber eine durchaus anspruchsvolle Speisekarte. Die beiden sind blutjung, haben eine süße 9-monatige Tochter, die auf dem Boden herumkrabbelt und die Gäste begeistert, und kämpfen im Moment noch um ihren Platz in der hiesigen Restaurant-Szene.

Die Pizza ist kross und würzig, der Barbera wird großzügig eingeschenkt – wir genießen unseren ersten Abend in Kampot…..

21. Januar  – So ein Tagesablauf könnte glatt zur Gewohnheit werden! Wie hört sich das an: Frühstück reichlich nach 10 Uhr mit dem hier üblichen schokoladigen Kaffee, frische gepresstem Ananassaft, einer Schale Obstsalat, hauchdünnen Crepes mit Limetten und einheimischem Honig, knusprigem, noch warmem Baguette, Eiern mit krossem Speck …..

Während wir futterten, organisierte Linh ein Motorrad für uns. Wir wollten eine Maschine mit Automatik, die hauseigene war aber bereits weg – für Linh kein Problem. Ein paar Telefonate später hatte sie ERsatz besorgt, Automatik mit Scheibenbremsen und mit zwei Helmen  (meiner mit wunderschönem Blütendesign!) – und das alles für 5$ für 24 Stunden. Bis wir mit dem Frühstück fertig waren, stand das Motorrad vor der Tür und wir zogen los.

Wir wollten die kleine Insel jenseits des Flusses erkunden, überquerten erst mal die neue Brücke, fuhren kreuz und quer durch die Straßen und schließlich über eine weitere Brücke auf die Insel. Eine nennenswerte Straße gab es schon bald nicht mehr, wir holperten über Feldwege, vorbei an kleinen Höfen, wo uns vor allem die Kinder begeistert zuwinkten.
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Leider schaffte es der größere Junge nicht, die beiden kleineren Kinder beide aus Fahrrad zu laden – wie so oft hatte das Mädchen das Nachsehen und musste hinterher rennen….
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Etliche der Bauernhäuser hatten sogar Toiletten- und Badehäuschen!

Vorbei an Salzfeldern – noch war das Salz nicht “erntereif”, sondern wurde von vermummten Arbeitern mit stoffumwickelten Geräten festgestampft.
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Allerdings lagerten am Wegrand schon ein paar kleine Salzhügel…
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In einem kleinen Fischerdorf wurde im Kloster gerade eine Art Rummel aufgebaut – ein Karussell mit winzigen Motorrädern wurde eben zusammengeschraubt und die Arbeiter freuten sich über unser Interesse.
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In einer winzigen Kneipe mit interessanter Speisekarte legten wir eine Pause ein – den starken und gesunden Reisfeldfrosch verschmähten wir aber doch und beließen es bei einem Cola …
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Frisch gestärkt sahen wir den Frauen beim Pulen und Rösten der winzigen Krabben zu.
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Das Sonnenuntergangsbier gab es wieder im Rusty Keyhole – und dazu einen begnadeten Blick auf den Fluss, wo die Ruderer im Abendlicht trainierten.
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Und falls jetzt irgend jemand noch immer nicht neidisch ist – es gab dann noch einen super-leckeren gegrillten Fisch mit grünem Mangosalat im RIKI … und später noch einen vollmundigen Rotwein bei Veronicas Kitchen… Tja und danach schliefen wir wie die Murmeltiere – ohne Klimaanlage, denn auch hier ist es nach wie vor kühl und windig.

2 Kommentare zu “20./21. Januar – Nach Kampot

  1. Hallo ihr ziemlich Gleichgesinnten!
    Ich versuche mich kurz zu fassen: Aufnerksam geworden auf euren Blog durch Stefan Loose. Ich brauchte Infos zur aktuellen Lage in Bkk. Hintergrund: Am 5.Febr. gehts los. Vom Mochit 2 Bus Terminal nach Kambodcha. Ihr ward gerade dort, mit ganz ähnlichem Ziel.
    Und dann habe ich weitergelesen und gesehen, dass auch das Chatrium, am Fluss, eine eurer Herbergen gewesen ist. Ich habe keinen Blog, nicht mal eine Web-Seite, daher bin ich auch nicht so öffentlich, aber egal. Das Hotel ist auch unser High-Light in 2011 u. 2012 nach dem Laos-Trip gewesen. Dieses Mal, am Ende von Kambodscha wird es günstiger…
    Eure Cambodia-Tips, bzw Geschichten habe ich gelesen und were nun sehen, was wir davon gebrauchen können.
    Jetzt erst einmal vielen Dank für die vielen Infos und auch die viele Schreib-Arbeit, die ihr so auf euch nehmt, von der so jemand wie ich nur profitiere…;)))
    Für den weiteren Trip wünsche ich euch alles Gute!!!
    Ganz herzliche Grüsse schickt euch die Christiane

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  2. Suchat hat gerade mit seinem Bruder in Phayao telefoniert. Der sagt, dass es noch nie so kalt wie zur Zeit in Thailand war. Er schlafe mit zwei Pullovern und dicken Socken!

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