03. Februar – In den Bergen

P1010959Es war richtig kalt heute Nacht !!!

Gestern hatten wir uns noch über die  vielen Decken gewundert (eine Daunendecke, darüber eine dicke Steppdecke und dann noch eine Fleece-Decke), aber im Lauf der Nacht holten wir uns eine Schicht nach der anderen auf’s Bett.

Unsere Hütte hatte ziemlich dünne Wände und einen Fußboden, durch dessen Ritzen das eine oder andere kleine Tier locker durchkrabbeln köönte. Und natürlich die Kälte…

Morgens tapste ich leicht zähneklappernd herum. Der Einstieg in die Badewanne war mit dem kleinen Fußschemel gut zu bewältigen – das Duschen allerdings eine echte Herausforderung, weil der Duschkopf nicht an der Stange befestigt werden konnte, sondern immer wieder runter auf den Wannenrand sauste.

Man musste sich in die Wanne hocken und mit der Dusche in der Hand waschen … Und dann irgendwie in der äußerst rutschigen Wanne wieder in die Senkrechte kommen und aus der tiefen Wanne rausklettern …

Mit 20 oder 30 sicher kein Problem – leider liegt dieses Alter schon ein paar Jahre zurück. Aber immerhin hatten wir gleich schon mal unsere Morgengymnastik absolviert!

Das Frühstück auf der Terrasse von Ian und Pop’s Haus, mit Traumblick über Garten und Pool, weckte unsere Lebensgeister vollends – und noch mehr begeisterte uns die Ankündigung von Ian, dass wir nach dem Frühstück umziehen konnten!

Eine der 2-Zimmer-Villen wurde frei, wir konnten dort hin übersiedeln. Als Ian uns das Haus zeigte, konnten wir nachvollziehen, weshalb so viele das Resort so überschwänglich lobten überschwänglich waren – es war wie ein Umzug aus einer Billig-Pension in ein 5*-Hotel!

Ein helles, geräumiges Schlafzimmer, ein tolles Bad mit “tiefer gelegter” Dusche und  zwischen den beiden Schlafzimmern ein Wohnzimmer. Beide Schlafzimmer hatten kleine Balkone, das Wohnzimmer einen großen, mit Blick auf (leider abgeerntete) Reisfelder.



Wir mussten nur noch unsere Koffer packen – ging schnell, weil wir fast nichts ausgepackt hatten – und während wir den Tag in den Bergen genossen, wurde unser Gepäck in die Villa gebracht.

Wir fuhren Richtung Mae Sa Valley, dem Obst- und Gemüsegarten Thailands. Aber erst mal besuchten wir den Wat, in dem gestern die Wahlen stattgefunden hatten und den wir deshalb etwas stiefmütterlich behandelt hatten, nochmal.
Die Nähe zu Myanmar ist deutlich erkennbar, die weißen Löwen könnten auch einen burmesischen Tempel zieren. Und auch sonst war der Tempel tierisch gut!



Es gab jedoch auch sanftmütige Buddhas und sonstige Heilige.



Wir fuhren weiter und waren bald im Stau – vor einem Elefanten-Camp stand auf ca. 1km ein Reisebus nach dem anderen, außerdem unzählige Minibusse. Sämtliche Parkplätze waren belegt. Da weitere Busse noch versuchten, Parkplätze zu finden, wurde der Verkehr massiv behindert. Irgendwann waren wir daran vorbei – was diese Menschenmassen aber alle bei den Elefanten wollten, war uns ein Rätsel.

Also steuerten wir ein anderes Ziel an – den Queen Sirikit Botanical Garden. Er liegt an einem Berghang und erstreckt sich über mehrere Quadratkilometer. Weil er so riesig ist, fährt man einfach mit dem Auto rein und klappert dann auf einem vorgegebenen Rundweg die Highlights ab. Und Highlights gab es genug  außerdem war das Gelände fast menschenleer.


Skurrile Bäume mit seltsamen Auswüchsen in der Krone und einer Rinde, die eher an Zapfen erinnert als an einen Baumstamm. Wasserspiele und Wasserpflanzen …


Frühlingsblumen und Kakteen …



Sogar Gewächshäuser gab es – eines war riesig und enthielt sogar einen Wasserfall, hier wurde der Regenwald simuliert. Ein anderes war ein wahrer Rausch von Orchideen. Über zwei Stunden wanderten wir auf dem ausgedehnten Gelände herum –  man kann hier aber auch leicht einen ganzen Tag verbringen, so viel gibt es zu sehen.

Dann machten wir uns wieder davon, fuhren durch das schöne Mae Sa Tal, wo Obst und Gemüse in allen Variationen angebaut werden. Im Moment ist Erdbeersaison, überall stehen riesige Schilder, die Besucher auf Plantagen locken sollen.

Die Straße wand sich den Berg hinauf, wir genossen das tolle Panorama bei klarer Sicht. Überhaupt sind die Sichtverhältnisse zur Zeit prima – noch wird nirgendwo was abgebrannt, die Burning Season hat sich durch die Kälte offenbar etwas verzögert – oder die Regierung hat es doch geschafft, das Abbrennen der Felder zu verbieten.

Unser kleiner Brio hielt sich tapfer!

Hinter Samloem fuhren wir noch ein Stück ein Tal entlang, in dem wir vor 20 Jahren schon mal waren – und es hat sich kaum etwas verändert!


Auf den Feldern wird emsig gehackt und gejätet, es lag ein tiefer Frieden über dem Land. Wir mussten jedoch langsam wieder zurück, die Kurverei durch die Berge dauert schon einige Zeit, auch wenn die Straßen kaum Verkehr aufweisen.
Am späten Nachmittag waren wir wieder in unserem paradiesischen Garten, nahmen ihn etwas genauer in Augenschein – er ist nicht nur wunderbar angelegt und top-gepflegt (Pop hat einen grünen Daumen, der Garten ist alleine sein Werk!), sondern es stehen auch Kunstwerke und kleine Skulpturen herum.

Ian und Pop hatten das Grundstück vor 10 Jahren gekauft, damals war es lediglich ein Feld. Sie bauten zunächst ein Haus – nicht einfach irgend eines, sondern ein architek-tonisches Meisterwerk mit viel Glas und Holz, alle Möbel sind handgefertigt, sehr schlicht und sehr elegant. Und Pop legte den Garten an.



Noch ein Stündchen am Pool – dann war es schon Zeit, zum Essen zu fahren, denn in unmittelbarer Umgebung gibt es keine Möglichkeiten, man muss schon ein Stückchen fahren.

Aber es gibt genug Auswahl an guten Restaurants.

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