05. Februar – Auf dem Doi Inthanon

P1020071Nachdem wir jetzt schon fünf oder sechs Mal in Nord-Thailand waren, wurde es langsam Zeit, auch mal den höchsten Berg Thailands zu besuchen, den Doi Inthanon.

Zwar waren wir vor zwei Jahren schon ziemlich nah dran gewesen, aber zum Gipfel fuhren wir damals nicht, denn damals waren wir auf der Rückfahrt von Mae Sariang nach Chiang Mai und es war schon  Nachmittag..

Erst mal mussten wir allerdings aus dem Bett kommen …. nicht ganz einfach, denn es gibt im Lanna House Frühstück bis 10:30 Uhr und gestern war es etwas spät geworden. Immerhin saßen wir kurz vor 11 im Auto, und nachdem wir erst mal aus Chiang Mai raus waren und der Verkehr merklich dünner wurde, kamen wir auch flott voran.P1020060 (2)

Schon 45 Minuten später standen wir am Checkpoint und Eingang zum Nationalpark und löhnten etwas zähneknirschend 400 Baht Eintritt pro Person (= ca. 9 €) sowie 30 Baht für’s Auto. Der Preis ist nur für Ausländer so hoch – Einheimische zahlen nur 40 Baht!

Wir wollten erst mal hoch zum Gipfel, Wasserfälle etc. hoben wir uns für die Rückfahrt auf. Die Straße wand sich durch üppigsten Regenwald, dessen vielfältige Baumvarianten uns immer wieder begeistern. Riesiger Bambus, lederblättrige Teakholzbäume – und unzählige Baumarten, die uns völlig unbekannt sind. Anfangs gab es auch noch Felder und kleine Dörfer, je höher wir kamen, desto seltener wurden sie (oder waren auch nur von der Straße aus nicht sichtbar, denn es gibt etliche Hilltribe-Dörfer hier). Dafür wurde der in der Ebene etwas vertrocknet wirkende Wald immer grüner.

Nach weiteren ca. 40 Minuten waren wir oben – zwar noch nicht ganz auf dem Gipfel, aber immerhin schon mal ca. 2150 m hoch. Hier stehen zwei große Chedis einander gegenüber, dazwischen eine üppig-bunte Gartenanlage. Leider ist einer der Chedis derzeit eine  Baustelle – aber der andere war durchaus eindrucksvoll!
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Für Gehfaule gibt es eine Rolltreppe, die einen bequem zu den Plattformen rings um den Chedi bringt. Uns erinnerte das an Myanmar, wo selbst große Heiligtümer wie die Shwedagon Pagode in Yangon oder der Mandalay Hill per Aufzug oder Rolltreppe “erschlossen” sind.

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Oben angekommen kann man sowohl die überwältigende Aussicht auf die Berglandschaft genießen als auch eindrucksvolle Reliefs betrachten.

Unterhalb des Chedis lag ein perfekt gepflegter Garten – eine Hommage an die Königin. Hier blühte einiges, was wir auch bei uns antreffen – Hortensien, Fuchsien, Rhododendren, außerdem jede Menge Zierkohl.
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(Da wären jede Menge Mittwochsblymis für Christiane dabei gewesen 😉 Christiane ist übrigens eine tolle Fotografin, deren Blick für Details mich vor Neid erblassen lässt! Ihre Bilder sind wirklich sehenswert und bei Fotocommunity könnt ihr sehen, was sie so alles vor die Linse kriegt)

Wir bekamen erst mal noch mehr Bergpanorama vor die Linsen von Foto- und Video-Kamera, denn auch vom Baustellen-Chedi hatte man sagenhafte Aussichten, obwohl es leider etwas diesig war. Und falls ihr mir nicht glaubt, dass es in Thailand zur Zeit recht kühl ist – hier ist der Beweis:
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Das Mädel mit der Fellmütze verkaufte uns eine Cola und erzählte, dass sie trotz Mütze und Anorak noch friert, die erschöpfte Schläferin mit der Erdbeer-Mütze fror selbst noch im satten Sonnenschein, wo unsereins im T-Shirt herumlief!

Da die Chedis noch nicht der Gipfel waren, fuhren wir weiter, bis wir tatsächlich auf 2.565 m angekommen waren. Ganz so stolz wie die beiden Radfahrer konnten wir zwar nicht auf unsere Tagesleistung sein, aber wir fanden es dennoch toll, ganz oben auf dem höchsten Berg Thailands angekommen zu sein.
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Statt Gipfelkreuz gibt es hier auf dem höchsten Punkt einen Schrein mit der Asche des verstorbenen Königs Inthanon.

Runter ging es wesentlich schneller oder wäre es zumindest gewesen, wenn wir nicht noch einen Wasserfall besucht hätten. Der Siribhum Wasserfall liegt hinter einem Hmong-Dorf und ist umgeben von einem wunderschönen Farnwald. Der Name des Falls soll eine Kombination aus den Namen des Königspaares, Sirikit und Bhumipol, sein, und der Farngarten ist mit deren finanzieller Unterstützung angepflanzt worden. Der Eintritt von 20 Baht war erfreulich niedrig – bei den königlichen Projekten ist der Eintritt immer eher symbolisch.
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Das Wasser stürzt erst mal hoch oben eine steile Felswand hinab und sammelt sich. Weiter unten gibt es einen zweiten Fall.
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Mindestens so eindrucksvoll wie die Wasserfälle, wenn nicht sogar erheblich schöner, war der Weg durch den Wald. Farne in allen Varianten – Baumfarne, filigrane Bodenfarne, wuchtige Geweih-farne – eine unglaubliche Vielfalt. Und außer uns war niemand da!

Zurück durch’s Dorf begegneten wir vielen Kindern in Schuluniform, vermutlich gehen die Kinder der Bergvölker im Tal zur Schule und müssen mit dem Bus fahren. Die Hmongs sehen völlig anders aus als die Thais, haben breite, fast mongolisch anmutende Gesichter, die Mädchen tragen ihre Haare relativ kurz, etwa kinnlang – eine echte Seltenheit in Thailand.

Es war schon relativ spät am Nachmittag, wir fuhren also zügig Richtung Parkausgang und konnten dann doch einem weiteren Wasserfall nicht widerstehen – der Mae Klang Fall sollte besonders spektakulär sein. Als wir allerdings zum Tickethäuschen kamen und lasen, dass der Eintritt 200 Baht für Ausländer kosten sollte, drehten wir um und wollten wieder gehen. Der Beamte rief uns jedoch zurück und bot uns erst eine Ermäßigung auf 100 Baht, als wir auch da noch zögerten, auf 50 Baht pro Person an. Da schlugen wir ein – bekamen natürlich keine Eintrittskarten, das war wohl das Geld für das Feierabend-Bier des Wächters 😉  – und gingen die ca. 150 m bis zu den Fällen.
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Die waren zwar recht beeindruckend – aber 10 Euro für ein paar Minuten wären doch eindeutig zu viel gewesen! Immerhin schaffte ich hier ein Foto von uns beiden vor dem Wasserfall – mit Selbstauslöser und einem Wahnsinns-Sprint von der Kamera zu Dieter! Meist findet man ja nette Leute, die ein Foto von uns machen – aber hier waren wir ganz alleine …

Jetzt ging es aber wirklich zügig zurück nach Chiang Mai, wir waren inzwischen hungrig und durstig und sehnten uns nach einem kühlen Bier und einem guten Essen. Wieder wurden wir in der Nähe des Ta Pae Gates fündig und ein weiteres Mal war es italienische Küche – Da Stefano wurde bei Tripadvisor hoch gelobt und nachdem wir quasi zufällig drüber gestolpert waren, weil ich in einer Drogerie Kontaktlinsen-Flüssigkeit kaufte und Dieter sich inzwischen draußen umsah, wollten wir uns den Genuss nicht entgehen lassen.

Und die Bewertungen trogen nicht – das Essen war hervorragend!

2 Kommentare zu “05. Februar – Auf dem Doi Inthanon

  1. Hallo Renate, wir sind nun auch zurück aus Cambodia mit tollen Eindrücken und Erlebnissen und nun kann ich auch wieder an eurer Reise teilhaben. So einiges ist nun nachzuholen. Hier noch einmal vielen Dank für Dein Lob zu meinen Fotos.
    Lieben Gruss und gutes Gelingen auf eurer weiteren Tour in unserer schönen, weiten Welt schickt die Christiane

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  2. Hallo Renate,

    vielen lieben Dank für deine Reiseberichte, es macht einfach Spaß sie zu lesen. Und du kannst es auch ganz toll umsetzen. Es ist schön, dich auf deinen Reisen begleiten zu können. Viel Spaß wünscht euch Juppi

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