15. Februar – Länderwechsel, ins langsame Laos…

P1030017Laos ist das Land Südostasien, in dem alles ein bisschen langsamer geht …

Und damit wir dort nicht völlig unvorbereitet reinstolpern, ließen auch wir es langsam angehen heute morgen – unser Flieger ging ohnehin erst um 15:20.

Unter den wenig begeisterten Blicken des Personals kamen wir ziemlich als letzte zum Frühstück, mussten natürlich in kauf nehmen, dass das Angebot schon ausgedünnt war. 

Aber es gab noch Ananas, Melonen, Papaya, außerdem Joghurt und Müsli. Dazu bekamen wir Eier und richtig guten, frisch gebrühten Kaffee – mehr brauchen wir nicht, um satt und zufrieden den Tag zu beginnen.

Gepackt war schnell – inzwischen haben wir unseren Rhythmus, nur ich ärgere mich immer wieder über die vielen überflüssigen Dinge und Klamotten, die wir mit uns herumschleppen. Warum ich mir einfach nicht merken kann, was man wirklich braucht und was nicht (bzw. mich nicht nach meinen eigenen Notizen richte! Jedes Mal mache ich nach bzw. während einer Reise eine Liste mit Dingen, die man wirklich braucht und Dingen, die absolut überflüssig sind – aber wenn’s dann daheim ans Packen geht, kommt doch noch das 10. T-Shirt, das dritte Paar Schuhe, eine weitere Hose usw. in den Koffer. Und dann geht das “Mensch, ärgere ich mich jetzt über das viele Gepäck”-Spiel unterwegs wieder los.)

Heute musste alles in Koffer und Taschen verpackt werden – während unserer Mietwagen-Zeit flog schon mal das eine oder andere einfach so auf den Rücksitz. Noch gehen die Koffer problemlos zu, wir haben auch kein Übergewicht – außer Pfeffer und Tee gab es bisher ja auch kaum Einkäufe.

Weil wir noch viel Zeit hatten, besuchten wir unserem Haus-Wat. Denn wenn man schon einen Tempel direkt nebenan hat, sollte man auch mal da gewesen sein. Da es allein in der Altstadt Chiang Mais über 30 Wats gibt, kommt fast jede Straße in den Genuss eines eigenen Tempels. Nicht alle sind spektakulär, aber alle sehr schön und malerisch.
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Warum ausgerechnet im Innenhof eines Tempels ein Pickup mit Kühen stand, blieb uns allerdings ein Rätsel…
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Ein eher kurioses Exemplar ist ein Wat ein Stückchen weiter die Straße runter, in dessen Hof neben vielen kitschigen Tierfiguren auch Donald Duck ein Plätzchen gefunden hat.
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Als wir Wat-satt waren und es Zeit wurde, zum Flughafen aufzubrechen, schlenderten wir ein letztes Mal durch Chiang Mais Sois (= Gassen) zum Hotel, holten Auto und Gepäck und machten uns auf den Weg. Ohne uns in den Einbahnstraßen ein einziges Mal zu verfahren, waren wir schnell auf der Ausfallstraße, tankten und waren kurz vor 13 Uhr am Flughafen, um unser Auto zurückzugeben.

Die weiße Farbe unseres Brio hatte in den letzten Tagen einen ziemlich bräunlich-staubigen Überzug bekommen – aber das störte den jungen Mann, der den Wagen entgegen nahm, nicht, er notierte lediglich den Kilometerstand, gab uns die Kreditkartenquittung mit der Kaution zurück – das war’s. Wir konnten also einchecken – auch das ging schnell, der Laos Airlines Schalter hatte eben erst geöffnet.

Knapp zwei Stunden später eine Überraschung – statt planmäßig um 15:20 starteten wir bereits vor 15 Uhr, schon 50 Minuten später waren wir in Luang Prabang. Dort ging es dann aber wirklich los mit der laotischen Langsamkeit – das Ausstellen des Visums war eine einzige Entschleunigungs-Studie!

Pässe abgeben (+ Foto), Gebühren bezahlen (die unerwartet um 5$ auf 30$ erhöht worden waren – unverschämterweise kam noch eine “Bearbeitungsgebühr” von 1 $ dazu!), Pass wieder entgegennehmen, zur Immigration gehen, dort Einreiseformular abgeben …  Überall saßen mindestens zwei Beamte, wobei der zweite immer die Arbeit des ersten kontrollierte.

Zwischendurch schauten wir uns um und merkten, dass das Flughafen-Gebäude nagelneu war. Der Taxifahrer bestätigte später, dass es erst im August 2013 eröffnet worden war – das alte Gebäude war aber wirklich nicht mehr zeitgemäß.

15 Minuten später waren wir im Apsara, direkt am Ufer des Nam Kham. Das Zimmer ist schlicht, aber wohnlich, das Bad mit guter Dusche und Tageslicht, Wifi gibt es ebenfalls und drei gläserne Buddhas wachen über uns …
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Weil wir übermorgen zu einem Trip den Nam Ou hoch aufbrechen wollen, musste der Transport geregelt werden. Deshalb klapperten wir die diversen kleinen Reiseagenturen in der Hauptstraße ab. Die Preise waren kaum unterschiedlich – aber nach der letzten leidvollen Erfahrung im Minibus wollten wir dieses Mal einen möglichst seriösen Anbieter nehmen.

Wir wurden nach einer Weile fündig, erfuhren, dass ein Platz im Minivan nach Non Khiaw 70.000 Kip (knapp 7 Euro) kostet und wir die Weiterfahrt von Non Khiaw nach Muang Ngoy vor Ort klären müssen, denn da geht es mit dem öffentlichen Boot weiter. Leider bestätigte sich auch, dass die Rückfahrt nach Luang Prabang von Non Khiaw nicht mehr mit dem Boot machbar ist – wegen des Baus eines Staudammes kann die Strecke nicht mehr durchgehend befahren werden. Hier sind wir also eindeutig ein Jahr zu spät dran!

Nachdem alles erledigt war, gab es endlich das erste Beer Lao mit Blick auf die Hauptstraße, die mittlere der drei längeren Straßen in Luang Prabang. Luang Prabangs Altstadt ist sehr klein – eine schmale Landzunge, eingerahmt vom Mekong und Nam Kham, an den Flüssen führt je eine Straße entlang, in der Mitte, etwas erhöht, eine dritte – das war’s. Die drei Straßen sind verbunden durch unzählige kleine Gässchen und Treppen – etwas verwirrend auf den ersten Blick, aber man kann sich hier wirklich nicht verirren.

Auf den ersten Blick wirkte die Stadt sehr ruhig, deutlich weniger Touristen als in früheren Jahren – und der Altersdurchschnitt schien uns deutlich höher geworden zu sein. Uns war’s recht, denn früher musste man oft regelrecht um einen Platz in einem Restaurant kämpfen – heute war aber alles sehr entspannt.
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