18. Februar – Planen und chillen in Nong Khiaw

Morgens aufwachen und auf den Fluss schauen – schöööön!

Von wegen: Da war absolut nichts! Nur eine weiße Wand, davor wie eine Tuschezeichnung, ein Baum. Nebel hüllte das gesamte Tal ein … 

Bis wir dann aber so gegen 10 Uhr zum Frühstück wanderten, hatte sich der Nebel weitgehend verzogen und die Sonne leuchtete.

Nur ein paar dünne Schleier hingen noch zwischen den Bergen.

Das Restaurant und der kleine Pool lagen in der Morgensonne.

Die Pflanztröge im Restaurant, die ich zunächst für kleine Boots-Nachbildungen hielt, sind aufgeschnittene Bombenhülsen aus dem Indochina-Krieg, in den die Laoten – eigentlich eine völlig unbeteiligte Nation – ungewollt hineingezogen worden waren. Noch immer gibt es Gebiete, die mit amerikanischen Landminen verseucht sind, und noch immer werden Menschen durch dieses amerikanischen Hinterlassenschaften schwer verstümmelt.

Aber hierzulande denkt man praktisch – statt “Schwerter zu Pflugscharen” werden “Bomben zu Pflanztrögen”!

Zunächst widmeten wir uns intensiv unserer Australien-Planung, denn ab morgen werden wir in Muang Ngoi  zwei Tage lang  keine Internetverbindung haben. Und Kenny, unser West-Australien-Experte, stand uns ja auch nur noch heute zur Verfügung.

Wir überlegten, diskutierten, planten mit Kenny diverse Varianten, erhielten jede Menge guter Tipps … und zwischendurch unterhielten wir uns angeregt mit Max und Margot, die auch schon ziemlich viel herum gekommen war. Und genossen die Aussicht!

Am Nachmittag stand dann die weitere Reiseplanung zumindest in groben Zügen. Kenny hatte uns reichlich mit Infos und guten Ratschlägen versorgt und wir waren auch später in West-Australien mehr als dankbar für seine Tipps!!! (Das muss jetzt mal im Nachhinein einfach gesagt werden – danke, Kenny !!! )

Am späten Nachmittag machten wir uns mit dem Rad nochmal auf ins Dorf und zur anderen Seite des Flusses.

Dass die Bremsen so gut wie gar nicht funktionierten, war nicht weiter schlimm, es ist ziemlich eben und der Verkehr minimal. Man muss höchstens wegen freilaufender Hühner, Hunde und Kinder mal auf die Bremse treten … 😉

Dass die Räder allenfalls Kindergröße hatten, war zumindest für Dieter mit seinen 1,86m eher sub-optimal – längere Strecken kann man jedenfalls mit diesen Rädern nicht zurücklegen.

Aber bis ins Zentrum des langgezogenen Straßendorfes war es nur ein guter Kilometer, das schafften wir locker. Von der Brücke aus gab es Panoramablicke in beide Richtungen.

Die Schatten wurden länger, das Licht golden. Abendnebel stieg aus den Wäldern und dem Fluss empor.

Weil es hier nach Sonnenuntergang sehr schnell dunkel wird und wir noch Geld am Automaten ziehen wollten, radelten wir über die Brücke zurück ins Dorf, wo auch die Post noch geöffnet war. Es gibt tatsächlich sogar 2 Geldautomaten in Nong Khiaw – allerdings spucken die nicht mehr als 1 Mio Kip aus, also knapp 100 Euro. 


In einer kleinen Uferkneipe sahen wir später bei einem kühlen Beer Lao zu, wie die Sonne langsam hinter den Bergen verschwand und die Stimmung immer magischer wurde.


Als die Sonne endgültig hinter den Bergen verschwunden war, sahen wir zu, dass wir nach Hause kamen.
Zwar gibt es auch im Ort ein paar kleine Restaurants, aber auf unbeleuchteter Straße nachts herum zu radeln, schien uns doch etwas riskant, also blieben wir lieber “daheim” und genossen die gute Küche im Mandala Ou.

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