23. Februar – Durch die Berge nach Vang Vieng

P1030300Unser Ticket für den VIP-Bus hatten wir schon vor zwei Tagen gekauft – und leicht erstaunt festgestellt, dass wir feste Sitzplätze hatten, Nr. 11 & 12.

Im Preis von 150.000 Kip (ca. 14 Euro) war nicht nur die Busfahrt ins etwa 230 km entfernte Vang Vieng enthalten, sondern auch die Abholung vom Hotel sowie ein Mittagessen unterwegs.

Der Bus sollte um 9:30 losfahren, die Abholung vom Hotel  um 8:30 erfolgen.

Wir saßen kurz nach 8 noch gemütlich beim Frühstück, als uns schon signalisiert wurde, dass unser Tuktuk bereits da war. Der Fahrer schien aber keine Eile zu haben, wir konnten in aller Ruhe Abschied nahmen vom Apsara und dessen netter Lounge.
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Dieses Mal hatten wir Glück – wir waren die einzigen Fahrgäste im Tuktuk. Nach 15 Minuten waren wir an der Southern Bus Station, tauschten unsere Quittung in einen Busfahrschein und suchten unseren Bus.
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Der war schnell gefunden, wir deponierten unser Gepäck unten im Bus und die Jacken (der Bus war klimatisiert, das bedeutet hierzulande oft arktische Temperaturen) auf den Sitzen und warteten, bis zum Einsteigen aufgerufen wurde. Als alle Plätze belegt waren, kam ein junger Mann mit einem Stapel Plastikhocker, verteilte diese im Mittelgang – dann stiegen noch weitere 6 Backpacker ein, die sich auf die Hocker setzen mussten. 6 Stunden auf einem winzigen Plastik-Hocker auf einer extrem kurven- und bergreichen Strecke …

Aber wir hatten einen bequemen Sitzplatz und konnten die Strecke richtig genießen. Die ersten 2 Stunden ging es über Haarnadelkurven immer höher in die Berge mit fantastischen Ausblicken. Dann wurde eine kurze Toilettenpause eingelegt, bevor es zunächst ebenso kurvenreich bergab ging – nur wenige Minuten später wieder erneut bergauf.

Ein paar wenige Fotos, die mir aus dem schaukelnden Bus gelangen, geben eine Ahnung von der absolut traumhaften Strecke.
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Wegen der extremen Kurven und des ständigen Auf- und Abs fuhr der Bus selten mehr als 30 – 40 km/h, schaukelte aber gewaltig. Nach etwa 4 Stunden waren wir in der Ebene, irgendwann sah ich einen Kilometerstein – Vang Vieng war nur noch 50 km entfernt! Da wir jetzt schneller voran kamen, kalkulierte ich optimistisch mit etwa einer weiteren Stunde Fahrt – da fuhr der Bus rechts ran, hielt an und der Fahrer rief “Lunchtime!”
Alles stürzte raus und nachdem es hieß, jeder bekomme einen Teller Nudelsuppe, stellten sich die hungrigen Backpacker schleunigst an der Suppen-Station an.

In nicht sehr vertrauenserweckend aussehende Suppenschalen verteilte eine Frau mit den Händen Kräuter aus einer Schüssel, an der jede Mange tote Fliegen klebten. Aus einem Kessel wurde heiße Brühe in die Suppenschalen geschöpft, ein Schöpfer Nudeln kam dazu, obendrauf getrocknete Zwiebeln…
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Während wir auf den Snack verzichteten, fielen die meisten der jugendlichen Passagiere begeistert über das Essen her.

Es ging aber doch bald weiter und wir waren in Vang Vieng, und wieder im Riverside Boutique Hotel. Zwar wurde uns zunächst ein Zimmer ohne nennenswerte Aussicht zugewiesen, der Manager konnte jedoch schnell davon überzeugt werden, dass “Stammgäste” Zwinkerndes Smiley etwas besseres verdient haben – und wir bekamen ein Zimmer mit Aussicht – auf die bizarren Karstberge!
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Und als die Sonne den Himmel rot färbte und die Berge nur noch Schattenrisse waren, waren alle etwaigen Strapazen des Tages längst vergessen.

Wobei ein Beer Lao (oder zwei) sicher auch eine Rolle gespielt haben mögen  …
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