24. Februar – Die Farben von Vang Vieng

Wenn man wochenlang nur Toastbrot oder höchstens mal aufgebackenes Baguette bekommen hat, freut man sich wie ein kleines Kind, wenn es “richtiges” Brot gibt.

Wenn dann sogar noch mehrere Käsesorten angeboten werden, ist mein Glück fast vollkommen. Dass sogar noch diverse Gläser mit hausgemachter Biomarmelade auf dem Büffet stehen  – eine leckerer als die andere – grenzt schon ans Paradies!

Im Riverside  Resort in Vang Vieng ist das Frühstück eine kleine kulinarische Sensation!

Ofenwarmes Sauerteig-Brot mit himmlischer Kruste, eine Platte mit Roquefort, weiteren Weich- und Hartkäsen, große Gläser mit Marmelade – Maulbeere, Papaya, Mango und Ananas. Dazu frisch gebrühter Tee ….

Klar – die ansonsten üblichen Sachen gibt es natürlich ebenfalls, Eier in jeglicher Zubereitungsform und Pancakes, Bacon, gegrillte Tomaten, diverse asiatische Frühstücksgerichte, Müsli und Joghurt (Bio!!) und frisches Obst usw…

Aber ich könnte mich alleine schon an dem tollen Brot satt essen! Und dazu der unglaubliche Blick auf Fluss und Berge.


Frühstücks-gestärkt zogen wir los, einen Motorroller mieten. In weiser Voraussicht hatten wir bereits gestern Abend nach einem guten Gefährt Ausschau gehalten, letztes Jahr waren vormittags schon alle guten Zweiräder weg gewesen. Da sie abends zurück gegeben werden, hat man dann die größte Auswahl, und wir konnten uns ein richtig flottes Rad aussuchen. 50% waren angezahlt, heute mussten wir noch die andere Hälfte zahlen und den Pass hinterlegen.

Wie schlau das war, merkten wir, als wir beim Motorradverleiher ankamen – einzig und alleine unser Rad stand noch da, alle anderen waren bereits an Frühaufsteher vergeben worden!

Bevor wir die Umgebung erkunden konnten, sollte noch ein Sack Wäsche in eine Wäscherei. Scheinbar kein Problem – Laundrys  gibt es in Hülle und Fülle, das Kilo kostet zwischen 5.000 und 8.000 Kip (ca. 0,45 – 0,75 €). Leider wird überall nur gewaschen und die Wäsche zum Trocknen auf die Leine gehängt, so dass sie hinterher stocksteif ist  – gebügelt wird hier nicht. Was für Backpacker T-Shirts und Baggy-Pants ok ist, sieht bei uns nicht mehr ganz so gut aus …

Bei einem älteren Herrn, der eine Wäscherei hatte und ein toll gebügeltes Hemd trug, gelang es, ihn zu überzeugen, dass Dieters Hemden und Bermudas gebügelt werden müssen, damit er ebenso schick aussieht, wie der Wäscherei-Besitzer – was er für einen kleinen Aufschlag auch versprach.

Um etliche Wäsche-Kilos leichter konnten wir endlich den Roller in Bewegung setzen. Der musste allerdings zunächst mal betankt werden , er hatte nur noch wenige Tropfen im Tank. Wieder mal waren wir erstaunt über die hohen Benzinpreise – ca. 1 Euro kostet ein Liter, sicher ein Vermögen, wenn man die hiesigen Löhne zugrunde legt.

Erst mal fuhren wir nach Norden, wo kleine Dörfer und grüne Felder vor den Kalksteinriesen liegen.

Dann ging’s runter zum Fluss – üppig grüne Landschaft, Bilderbuch-Panoramen.



Etwas irritiert registrierten wir die vielen Bars, die mit Billig-Alkohol und kostenlosen “Shots” warben. Wer mit einem LKW-Innenreifen (Tube) den Fluss runter schwimmen wollte, wurde nachdrücklich aufgefordert “First drinks, then tube”.Entsprechend angeheitert waren dann auch viele, die in den Reifen flussabwärts trieben…

Wir kehrten nach einer Weile um und nach Vang Vieng zurück, saßen einfach nur eine Weile am Fluss, eine kalte Cola vor uns und genossen das überwältigende Panorama.

Anschließend ein bisschen schwimmen …


NEIN – nicht hier (obwohl der Fluss durchaus Badequalität hat – und die Kühe kommen nur zum Trinken hierher!) 😉 Übrigens waren diese Sonnendecks letztes Jahr noch nicht da – da sah es noch so aus:

Als wir ausreichend abgekühlt waren und auch die Sonne nicht mehr ganz so senkrecht stand, setzten wir den Roller nochmal in Bewegung, über die Brücke, Richtung Berge. Grüne Felder vor grauen Schattenrissen und tiefroter staubiger Straße.


Tiefroter Staub färbt das Laub der Büsche und Bäume …

… mit dem die Gesichter der Kinder fast zu verschmelzen scheinen.

Dann wieder kühle “Shades of Grey”.

Später warme Sonnenuntergangs-Töne …



… und schließlich, abseits des Flusses, die Farben des kleinen Dorfes.


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