25./26. Februar – Felsen gucken in Vang Vieng …

Frühstück mit Aussicht (und wieder mit knusprigem Brot!). Danach ging’s erst mal an die Arbeit. 

Nach mehr als 6 Wochen waren die Koffer doch ziemlich durcheinander. Ordnung musste geschaffen werden.

Außerdem hatte ich mich gestern Abend durch die strengen Zollvorschriften der Australier gequält und entsetzt festgestellt, dass wir mit unserem schönen Kampot-Pfeffer Probleme bekommen könnten. 

Pfefferkörner zählen zu den Produkten, die bei Einreise zur Inspektion vorgelegt werden müssen, weil sie evtl. Schädlinge enthalten. (Seltsamerweise gilt das für Tee nicht – auch davon haben wir einiges im Gepäck, ich hatte in Mae Salong größere Mengen Oolong-Tee erstanden.)

Allerdings ist unser Pfeffer glücklicherweise vakuum-verpackt und versiegelt, so dass es vermutlich gut gehen wird – aber einfach mal hoffen, dass er nicht entdeckt wird, wollten wir nach meinen unguten Erlebnissen bei unserer Ankunft in Melbourne lieber nicht.

Da die diversen Pfefferpäckchen in beiden Koffern verstaut waren, sammelte ich das Ganze erst mal, packte alles in eine Tüte, die später ins Bordgepäck wandert. Auch ansonsten wurde kräftig aussortiert und einiges entsorgt, was wir nicht mehr  brauchen würden und nur Gewicht auf die Waage bringt.

Nachdem die Koffer neu sortiert waren, war ich geschafft. Eine Runde Faulenzen am Pool – mit Blick auf die Berge … Das Wasser hatte genau die richtige Temperatur, um einen schön abzukühlen, es gibt genug Liegen mit Schatten, ideal um den Rest des Tages zu planen.

Danach: Boot fahren – gaaanz gemütlich den Fluss rauf und runter! Die Boote sind hier quasi genossenschaftlich organisiert, man kann sich nicht einfach eines auswählen, sondern muss den Bootsführer nehmen, der “dran” ist. Die Einnahmen werden auch mit denen geteilt, die an dem Tag keine Passagiere bekommen haben, der Preis ist festgelegt auf 80.000 Kip pro Stunde (ca. 7,50 Euro).

Wir vereinbarten 1 1/2 Stunden, davon eine Stunde flussaufwärts, eine halbe Stunde flussabwärts von der Anlagestelle aus.

Zunächst herrschte ländliche Einsamkeit.

Aber schon bald wurde es belebt – es kamen uns etliche Kanufahrer entgegen…

… später auch etliche Tubes.

Die alten LkW-Schläuche treiben im Zeitlupentempo den Fluss hinab, bleiben immer mal wieder an Steinen hängen, weil das Wasser streckenweise sehr flach war. Eine ältere Dame, die etwas unbehaglich in ihrem Schlauch hing, fragte uns im Vorbeifahren leicht genervt, wie lange es denn noch dauern würde bis zur Anlegestelle. Da waren wir (mit dem Boot) bereits ca. 30 Minuten unterwegs – sie musste also noch mindestens eine Stunde mit dem Po im Wasser treiben.

Aber alles war sehr ruhig, keine der früheren Exzesse seh- oder hörbar.

Nach einer Stunde waren wir wieder an der Anlegestelle, fuhren aber – wie vereinbart – noch ein Stück weiter flussabwärts.

Hier suhlten sich Wasserbüffel im Fluss und die ersten leichten Abendnebel legten einen hauchdünnen Schleier über die Landschaft.

Ein paar Heißluftballons stiegen in den Abendhimmel …



Wir hatten überlegt, auch eine Fahrt zu machen – aber es wurde Abends immer so diesig, dass wir uns nicht allzuviel davon versprachen. Und der Reiz der Karstberge liegt ja auch eher in den bizarren Silhouetten …

Nachdem wir noch unsere Pflichten absolviert hatten (Wäsche abholen), ging’s zum Sonnenuntergang auf die Terrasse des “Elephants Crossing”, und später zum Essen in das zauberhafte kleine Restaurant “La Verandah” – direkt neben der Bootsanlegestelle – das wir leider erst heute entdeckt hatten.

Hier sitzt man am Fluss, umgeben von einem herrlichen tropischen Garten, das Essen ist fantastisch, alles ist komfortable und blitzsauber – und für den Luxus zahlt man nur wenige Cents mehr als in einem der eher fragwürdigen Lokale im Ort.

Nach einer herrlich würzigen Pho (vietnamesische Rinderbrühe mit Reisnudeln, hauchdünnen Rindfleisch-Streifen, Bambussprossen und vielen frischen Kräutern) und einer ebenso guten Tom Yam Gung (sauer-scharfe Thai-Suppe mit Shrimps) – beides waren Riesenschüsseln – ließen wir unseren letzten Abend noch bei einem Cocktail ausklingen.

26. Februar – Weiter nach Vientiane

Kurz vor 7 wachte ich auf, weil irgend ein Ungeheuer direkt über meinem Kopf laut fauchte. Ganz kurz war es ruhig, dann ging das laute Fauchen wieder los – das musste mindestens ein Drache sein! Es klang einigermaßen bedrohlich und hörte nicht auf, also raus aus dem Bett und erst mal auf den Balkon…

Dort dröhnte es noch lauter – und einige Angestellte standen im Garten und schauten leicht besorgt nach oben. Langsam dämmerte mir, wer oder was hier fauchte: Ein Heißluftballon hing nur wenige Meter über unserem Zimmer!

Also Kamera geschnappt – leider musste da erst mal die SD-Karte eingelegt werden, da ich abends Bilder auf’s Netbook geladen hatte und die Karte noch im Netbook steckte! Bis ich endlich draußen vor der Tür war, hatte der Ballon es bereits über die Häuser hinweg geschafft und stieg langsam himmelwärts.

Immerhin war ich jetzt wach und weil wir um 9:30 abgeholt und zum Busbahnhof gebracht werden sollten, war an Schlafen ohnehin nicht mehr zu denken. Stattdessen nochmal ein ausgiebiges Frühstück mit sämtlichen Leckereien des Büffets – ab jetzt wird es deutlich frugaler zugehen.

Morgen müssen wir schon so früh aus dem Hotel zum Flughafen, dass es wohl kein Frühstück geben wird. In Singapur,Perth sowie in den meisten anderen Unterkünften in Australien ist kein Frühstück im Hotel-Preis enthalten, wir müssen uns also selbst versorgen .

Kurz nach 9 kam ein Minibus, sammelte zunächst uns, anschließend noch etliche andere ein und lud uns ca. 30 Minuten später am Busbahnhof ab. Der war noch gähnend leer, unsere Minibus mit 12 Personen war der erste.


Sogar die Toilettenfrau langweilte sich – das änderte sich aber bald, als nach und nach die anderen Zubringerbusse eintrafen und es immer voller wurde.

10 Uhr kam und ging, es war weder ein Bus in Sicht noch wurden irgendwelche Anstalten gemacht, das Chaos, das mit jedem Zubringerbus größer wurde, irgendwie zu regeln. Gegen 10:30 rief plötzlich jemand “Bangkok, Chiang Mai”, eine Reihe Backpacker stiefelte zu einem kleinen Bus, der mir viel zu klein für so viele Leute schien. Es wurden noch en paar andere Ziele aufgerufen – ein Bus fuhr sogar nach Hanoi!!!), dann hieß es endlich “Vientiane”.

Wir hatten ein bisschen befürchtet, evtl. auf Plastikhockern zu enden, weil das Ticket dieses mal keine Platznummern enthielt, das war zum Glück unbegründet. Der Bus war riesig und da ich gleich einstieg, während Dieter sich darum kümmerte, dass das Gepäck in den Bus kam, konnte ich in aller Ruhe Sitzplätze auswählen. Die Rucksack-Reisenden stiegen erst ein, als ihre Rucksäcke im Bus waren, was ein bisschen dauerte…

Mit ca. 45 Minuten Verspätung ging’s dann los, auf sehr bequemen Sitzen, 3 1/2 Stunden bis Vientiane. Dort mussten wir in ein Sammel-Sangthaew umsteigen, das die Backpacker irgendwo in der Stadtmitte auslud und uns anschließend (klar – für einen Aufpreis) direkt vor die Tür des Lao Orchid Hotels fuhr.

Viel Zeit für Vientiane hatten wir nicht – dort gibt es aber auch nicht sooo viel zu sehen, und wir waren auch schon ein paar Mal da gewesen. Also bummelten wir nur etwas herum, durch den benachbarten Wat hindurch, wo uns Mönche fröhlich begrüßten.



Eine allerletzte Massage – für die ich zu Dieters Belustigung einen kanariengelben Anzug anziehen musste! Die Sonne ging bereits langsam unter …

Überall wurde gebrutzelt …

Auch unsere Mägen meldeten sich mit Macht. Wir verschmähten allerdings alle Enten, Würste und sonstigen Köstlichkeiten, denn wir freuten uns schon auf das Viavia.

Das kleine unscheinbare Lokal serviert die beste Pizza Südostasiens – und wir sind inzwischen treue Stammgäste hier.

Weil wir morgen bereits um 6:15 zum Flughafen müssen, ging es früh ins Bett.

So fuhr der Bus heute:

 

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