11. März – Weiße Strände und Pink Lake

P1040774 Es hatten sich nicht genug Leute für die Inseltour gefunden – also mussten wir was anderes unternehmen. Der Great Ocean Drive versprach tolle Aussichten auf’s Meer und auf dem Rückweg würden wir noch am Pink Lake vorbei kommen.

Ein rosaroter See – das mussten wir sehen!

Da Esperance derzeit eine einzige Baustelle ist, war es nicht ganz einfach, aus dem Ort raus zu kommen. Wir verfuhren uns ein paar Mal, dann hatten wir es geschafft und es ging durch eine Villengegend nach Westen auf dem Great Ocean Drive.
Eine detaillierte Karte aus einem Prospekt des Visitor Centers leitete uns zu einem Aussichtspunkt, von dem aus man einen wirklich grandiosen Blick über die Buchten westlich von Esperance hatte.
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Wie Perlen an einer Schnur reihen sich die Strände hintereinander auf (und es gibt schon wieder Strand-Fotos … Zwinkerndes Smiley – aber es hat ja auch noch immer niemand protestiert!
Zuerst der eher wilde West Beach
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… gefolgt vom langen Blue Haven Beach
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Am Twilight Beach war – auch ohne Dämmerung – einiges los, etliche Leute waren im Wasser, obwohl es wirklich ziemlich frisch ist. Aber es ist einfach unglaublich sauber – die Südküste ist sehr dünn besiedelt, es gibt kaum Industrie, deshalb fließt hier nirgendwo Abwasser ins Meer und die Wasserqualität ist hervorragend! Auch die Luft ist klar und rein, wenig Abgase – man kann richtig durchatmen.
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Ein Stück weiter hatten wir von einem Aussichtspunkt aus Blick über den 9 Mile Beach – und lernten gleich etwas über die Geschichte der Gegend.

Wir (äähhhmm … ich – Dieter hat sich da deutlich mehr eingelesen!) dachten immer, dass hier im 18. Jh. ausschließlich Engländer siedelten, weil Australien als Deportations-Ort für Sträflinge benutzt wurde, nachdem die britischen Gefängnisse einfach zu voll wurden. Schon für den Diebstahl eines Laibs Brot konnte man deportiert werden – es waren also keinesfalls nur schwere Jungs (und/oder leichte Mädchen, denn auch Prostituierte wurden damals schnell mal kriminalisiert und verbannt), die hierher kamen.

Aber dass auch Franzosen schon damals hier waren, wusste zumindest ich nicht.
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Es folgten die 10 Mile Lagoon (mit Nacktbadestrand, aber es war keiner da) …
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… sowie der 11 Mile Beach – das war uns dann aber doch etwas zu viel! An den sechs Stränden (inkl. Strandspaziergängen) und insgesamt 21 km Fahrt hatten wir fast drei Stunden verbracht, wir entdecken offenbar so allmählich die Langsamkeit!!
Jetzt ging es wieder ins Inland, zum Pink Lake – und da war er …
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… ein Gedicht in schneeweiß und himmelblau, aber keine Spur von Pink!!!
Ein Hinweisschild brachte die Erklärung: Es ist derzeit schlicht zu kühl und die Sonne steht nicht mehr hoch genug, so dass sich die farbgebenden Algen bzw. Bakterien nicht mehr entwickeln!
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War schon irgendwie schade – aber es gibt ja auch immer noch andere tolle Dinge in der Natur zu sehen – Bäume, Büsche, Blüten.
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An einem Abschnitt standen Baumstümpfe, die offenbar einem Feuer zum Opfer gefallen waren, und streckten ihre toten Äste in den tiefblauen Himmel.
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Und dazwischen fröhlich gelbe Blüten!
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Zurück in Esperance holten wir uns in der französischen Bäckerei ein paar Kalorien-Sünden – die allerdings später bei einem langen Strand-Spaziergang wieder halbwegs getilgt wurden. Abends wird es empfindlich kühl und der Wind bläst heftig (es wird eben langsam Herbst hier), so dass wir flott gehen mussten, um nicht zu frieren – gar nicht so einfach in dem weichen Sand… Aber es war wunderbar, den puderzucker-weichen Sand zwischen den Zehen, den Wind in den Haaren, das Geschrei der Möwen in den Ohren und die intensive Seeluft in der Nase!

Mit sandigen Füßen und etwas durchfroren fielen wir wieder in das nette Pub neben unserem Hotel ein. Heute wurde es nicht spät, morgen steht wieder eine längere Autofahrt an. Und Strände gibt es vorerst auch keine mehr – es geht nämlich ins Outback!

Ein Kommentar zu “11. März – Weiße Strände und Pink Lake

  1. Echt schade, dass Ihr den Pink Lake nicht in seiner ganzen „Barbie-Pracht“ anschauen konntet. Wenn man die Bilder-Suche bei Google bemüht und sich die Fotos anschaut, wird man schier verrückt – ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt! Das ist ja wie in Fanta Himbeere zu baden 😉

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