15. März – Mann, ist das schön in Mandurah!

MORGENSONNE – durch 8 Fenster!!! Sonne unter der Dusche, beim Zähneputzen! Erst, wenn man mal fensterlos war, weiß man, wie schön es ist, beim Aufwachen das Morgenlicht zu sehen.

Ich bin sowieso kein Freund von Jalousien oder Vorhängen, der Wechsel der Tageszeiten wird auch bei uns zu Hause immer live erlebt.

Im Sommer ist man dann halt mal früher wach – hat aber auch mehr vom Tag!

Nach sonnigem Erwachen ein Gourmetfrühstück mit australischen Leckereien: Tasmanischer Lachs, Bio-Rührei, Kirschtomaten, die nach Sommer schmecken, würziger Cheddar und richtig knuspriges Mehrkornbrot. Frischer Orangensaft, Joghurt aus Tasmanien und Kaffee (nicht australisch!) rundeten das Mahl ab.

Bevor wir das heutige Tagesziel angingen, war ein kurzer Abstecher zum Office fällig, denn wir hatten kein Internet in der Wohnung. Zwar hatten wir ein Passwort – allerdings falsch, wie sich herausstellte, denn eine Ziffer fehlt – aber selbst mit dem richtigen Passwort gab es keine Verbindung. Dieter hatte in einer Schublade so was wie einen Router gefunden, der aber ans Telefonnetz angeschlossen werden musste – einen Telefonanschluss suchten wir allerdings vergebens.

Wir hofften, dass nicht der Drache sondern eine der anderen Damen da sein würde – und tatsächlich war das fröhliche Putzduo vor Ort. Sie hörten sich unser Problem an, eine meinte, der Eigentümer der Wohnung habe das Internet deaktiviert, weil er sich Viren eingefangen hatte (wie das helfen sollte, muss mir mal jemand erklären). Dann fiel ihnen offenbar doch eine Lösung ein, sie kramten in einer Schublade und förderten ein kleines schwarzes Gerät zutage, samt Kabel. Das sollten wir in die Steckdose stecken, dann hätten wir Internet… Also, ob das klappt???

Anschließend ging’s nach Süden – in Mandurah, der zweitgrößten Stadt West Australiens, ist dieses Wochenende Crabfestival, und da wir diese Tiere lieben – wenn sie auf dem Teller liegen – wollten wir hin. Es war nicht weit, ca. 50 km, und obwohl wir statt des Highways die kleinere Straße mehr oder weniger entlang der Küste entlang fuhren (und uns anfangs prompt wieder verfuhren, weil es einfach nirgendwo Wegweiser gibt), waren wir nach einer Stunde da.

Mandurah liegt an einer großen Lagune und einer Flußmündung, mit direkter Anbindung an den Indischen Ozean. Das ausgedehnte Hafengelände, wo das Festival stattfand, war leicht zu finden, sogar einen Parkplatz gab es auf Anhieb, und schon bald steckten wir mitten im Trubel.

Tausende drängten auf dem Gelände, wo jede Menge Buden standen. Es wurde musiziert, es gab überall zu essen und zu trinken, man konnte vom T-Shirt bis zum selbstgetöpferten Blumentopf fast alles kaufen  – nur Crabs fanden wir nicht. Zwar standen vor jeder Imbiss-Bude lange Schlangen, dort wurden aber nur Pizza, Nachos, Würstchen und alles mögliche andere verkauft …

Wir ließen uns erst mal treiben und landeten in einer Ecke, wo gerade Wasserski-Weltmeisterschaften ausgetragen wurden. Die Teilnehmer – sogar ein deutscher war dabei – mussten über eine Schanze springen, und obwohl wir gerade das Halbfinale sahen, verpassten die meisten Springer die Schanze und fuhren rechts oder links daran vorbei. Ganz selten schaffte es einer wirklich mal die Rampe hoch …


Anschließend kamen die Wakeboards mit atemberaubenden Sprüngen und forderten das Teleobjektiv meiner Kamera aufs Äußerste.


Wir verzogen uns in ruhigere Gefilde und gingen über eine Hängebrücke rüber zu Yachthafen.

Fast unwirklich blauer Himmel, Temperaturen um 25°, ein leichter Wind – hier lässt es sich aushalten! Als wir langsam zurück nach Freo fuhren – immer an der Küste entlang, mit vielen Zwischenstopps – frischte der Wind merklich auf und in Rockingham flitzten Kite-und Wind-Surfer übers Wasser.


Überall genossen die Leute ihr Wochenende …

Zurück in Fremantle wollten wir das mysteriöse kleine Ding ausprobieren, das uns zum Internet-Zugang verhelfen sollte. Allerdings verlangte das Gerät erst mal, aufgeladen zu werden – also hängten wir es an die Steckdose und hofften aufs Beste. Das Laden dauerte ewig, draußen ging schon langsam die Sonne unter – wir überließen es erst mal seinem Schicksal und bummelten ein bisschen. Zuerst ein Bier beim Monk, dann runter zum Fischereihafen, zu den Fischrestaurants.

Ein blasser, fast voller Mond stand am Himmel …


… die Stimmung war bestens …

… und wir warteten bei einem Glas australischem Chardonney darauf, dass unser Piepser anzeigte, dass der Fisch fertig gegrillt war und abgeholt werden konnte.

Während wir warteten, stellte ich fest, dass hierzulande der Trend offenbar zur Zweit-Handtasche geht … die junge Dame spazierte mit einer roten und einer blauen Tasche herum.

Als das unser Piepser dann anfing zu brummen, zu leuchten und zu vibrieren, konnten wir unseren gegrillten Fisch nebst Salat abholen – und genießen ….

Wieder daheim, beschäftigen wir uns mit der kleinen schwarzen Box, die inzwischen aufgeladen war – und es tatsächlich schaffte, eine Verbindung ins Internet herzustellen!!!! Dutzende von Mails purzelten rein – das war’s dann aber auch schon, raus ging nichts, auch der Aufbau einer Website dauerte ewig und brach immer wieder ab.

Aber immerhin waren wir wieder erreichbar und hofften, dass es morgen evtl. besser funktionieren würde.

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