13. Januar – Aldgate Valley: Regen, Nebel, Sturm ….

2015-01-13 14.26.23Die ganze Nacht prasselte der Regen aufs Dach des kleinen Cottages – eigentlich kein unangenehmes Geräusch, aber auf einer Reise hört man es lieber nicht.

Der Bach war am Morgen tatsächlich von einem trägen Rinnsal zu einem flott dahin strömenden kleinen Fluss mutiert.

Und gegen Morgen kam dann auch noch ein heftiger Sturm auf, der durch unser enges Tal heulte und pfiff.

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In den Fernsehnachrichten eine Katastrophenmeldung nach der anderen – Australien ist fast flächendeckend von extremen Regenfällen betroffen, nur ganz im Westen ist es trocken. Die niedrigen Temperaturen (heute Morgen knapp 15°C) erstrecken sich auf den ganzen Süden.

Wir versuchten, das Beste draus zu machen, frühstückten ausgiebig (Deni, unsere Gastgeberin, hatte den Kühlschrank prall gefüllt mit Eiern, Schinken, Butter und Marmelade, Milch und Saft, außerdem gab es zwei Laibe Brot und eine Auswahl an Müslis und Getreideflocken) mit Blick auf die im Regen trübselig nickenden Rosen …
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… und machten uns erst am späten Vormittag auf, die Adelaide Hills zu erkunden.

Das war gar nicht so einfach, denn die schmale Straße im Aldgate Valley war übersät mit herunter gefallenen Ästen und jeder Menge Baumrinde. Die hiesigen Bäume werfen ihre Rinden ab, wenn es zu lange trocken ist – und das war vor dem großen Regen der Fall. Der Sturm schälte die herunter hängenden Rinden-Teile dann einfach ab.

Auch als wir auf größere Straßen und in die Hügel kamen, wurde es nicht besser,  wir sahen erst mal … NICHTS!!! Schon nach kurzer Fahrt steckten wir im Nebel, ringsum nur weißes Gewabere.
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Und das wurde auch im Laufe des Tages nur minimal besser – zwar lichtete sich der Nebel irgendwann mal, dafür fing es aber wieder heftiger an, zu regnen …

In Hahndorf kehrten wir kurz mal nach Deutschland zurück – das von deutschen Lutheranern 1839 gegründete Dorf ist ein beliebtes Ausflugsziel mit zahlreichen deutschen Geschäften und Lokalen.

Und nicht nur das – man spricht auch Deutsch hier – zumindest die nette Verkäuferin in einem Andenkenladen sprach uns im breitesten Bayerisch an! Noch ein Jahr, erzählte sie uns, dann habe sie das Rentenalter erreicht und werde nach 32 Jahren in Australien wieder nach Bayern zurückkehren…

Uns konnte die bierseelige Stimmung hier letztlich aber nur begrenzt begeistern – wir versuchten noch, ein Schnabeltier-Reservat zu besuchen, das aber leider geschlossen war….

Aber in unserem Cottage war es urgemütlich und kuschelig und zumindest das Internet funktionierte teilweise (heute morgen war sogar der Strom eine Weile ausgefallen!). Allerdings kommen wir auf nicht ganz astreine Weise ins Internet – ein sorgloser Nachbar hat nämlich sein W-Lan nicht verschlüsselt und ermöglicht uns dadurch, Mails zu schreiben und empfangen und Beiträge zu posten. Allerdings reicht es bei allzu vielen Fotos nicht aus – könnte also sein, dass dieser Beitrag erst morgen rein kommt …

Unsere heutige (kurze) Strecke:

Ein Kommentar zu “13. Januar – Aldgate Valley: Regen, Nebel, Sturm ….

  1. Könnte es vielleicht sein, daß ihr aus Versehen ins falsche Flugzeug gestiegen und in Schottland gelandet seid? 😉

    Das Frühstück sieht sehr lecker aus, es fehlt nur der porridge 😉

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