14. Januar – Adelaide Hills bis Kangaroo Island: Die Wende!

2015-01-14 11.12.03Heute Nacht war alles anders – das Brausen des Baches war einem leisen Murmeln gewichen, der Wind hatte sich gelegt, es war total still im Tal.

Zumindest bis es dämmerte – dann wachten nämlich die Vögel auf!

Und da gab es kein Zwitschern und Tirillieren, kein Morgenlied – sondern da wurde gekrächzt, geschrien und geschnarrt was das Zeug hielt. Kakadus und Krähen gaben ihr Morgenkonzert – seeehr gewöhnungsbedürftig!

Bei so einem Krach konnte man nur dann weiter schlafen, wenn man es seit Jahren gewöhnt war oder Ohrenstöpsel im Ohr hatte – beides traf auf uns nicht zu, entsprechend früh waren wir wach.

Was nicht weiter schlimm war – unsere Fähre von Cape Jervis nach Penneshaw auf Kangaroo Island fuhr um 12 Uhr, man sollte 45 Minuten vorher einchecken und den Mietwagen auf dem bewachten Parkplatz abstellen (er durfte leider nicht auf die Insel mitgenommen werden – AVIS erlaubt das nicht …). Und da die Fahrt dort hin reichlich 1 1/2 Stunden dauert, war heute ohnehin frühes Aufstehen angesagt.

Dabei war das Bett sooooo gemütlich – weil es gestern Abend so kalt war, hatten wir das beheizbare Unterbett angeworfen und es hat schon was, in ein mollig warmes Bett zu klettern, vor allem, wenn es auch noch so bequem und romantisch ist wie das in unserem Cottage. Aber es half nichts – wir mussten raus in den fröstligen Morgen (auch das wurde wieder erleichtert durch die Infrarot-Lampe im Bad, die nicht nur helles Licht, sondern auch wohlige Wärme spendete).

Alle Formalitäten hatten wir bereits gestern Abend mit Deni geklärt, kurz nach 9 Uhr brachen wir auf, bei immer noch stark bewölkten Himmel. Die Fahrt ging durch die Adelaide Hills, eine zauberhafte Landschaft (und heute sahen wir endlich mal was davon!) mit “rolling hills”, kleinen Seen, Wäldchen, Feldern und Wiesen. Und absolut leeren Straßen! Ehrlich – wer mal Straßen ohne Verkehr erleben möchte, sollte nach Australien reisen!

Je näher wir dem Meer kamen, desto häufiger gab es Löcher im Himmels-Grau. In Cape Jervis, am Fährhafen, lief alles reibungslos: Auto vor dem Terminal parken, Gepäck ausladen, drinnen fragen, wo man parken kann. Dieter parkt das Auto, ich checke inzwischen ein….

Als die Fähre einlief, war es schon fast warm – 20°C! Wir wurden eindringlich ermahnt, diverse Dinge und Tiere keinesfalls mit auf die Insel zu nehmen – Füchse und Kaninchen zählen beispielsweise dazu … aber auch Honig ist ein “no-go”, und Bienen sowieso. Katze Polly hätten wir jedoch mitnehmen können … Zwinkerndes Smiley
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Unser Gepäck mussten wir in einen “Luggage Van” laden, der im Frachtraum der Autofähre mitfuhr, wir selbst stiegen ganz nach oben aufs Deck und trotzten dem ziemlich starken Seegang, indem wir ziemlich breitbeinig herumstiefelten.2015-01-14 11.15.28
Hinter uns immer noch dicke Wolken, vor uns lockerte es immer mehr auf – wir waren also in die richtige Richtung unterwegs!
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Empfangen wurden wir in Penneshaw von einer netten Dame mit einem “Hertz”-Schild in der Hand – unser Mietwagen wurde bis ans Schiff gebracht! Eine kurze Einweisung – dann waren wir mit dem unförmigen Allrad-Gefährt unterwegs auf der Insel. Was anderes als Allrad geht hier nicht, ein Großteil der Straßen sind unbefestigt, und zu den Highlights kommt man nur über diese Pisten.

Schon nach wenigen Kilometern setzte bei uns Begeisterung ein – das Wetter wurde immer besser, die Landschaft war einfach toll, und man konnte so richtig die Straßen entlang trödeln und sich die Gegend anschauen – auch hier praktisch kein Verkehr.2015-01-14 14.02.38 2015-01-14 14.05.58
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Wir bezogen Quartier in Parndana, so etwa in der Mitte der Insel, um uns morgen alle Optionen offen zu halten. Zur Unterkunft ist dieses Mal nicht viel zu sagen – sie ist ok, viel mehr auch nicht … Aber Alternativen gibt es hier keine.

Der örtliche Waschsalon wurde mit einem großen Sack Wäsche aufgesucht, nach 10 Tagen boten unsere Koffer nicht mehr allzuviele saubere Klamotten. Während die Wäsche ihre Runden im Wäschetrockner drehten, fuhren wir zur Nordküste und waren hingerissen von der Landschaft, der warmen Spätnachmittags-Sonne, Wasservögeln und Felslandschaften.
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Der Weg zum Strand führt spektakulär mitten durch die Felsen (und endet eher unspektakulär an einem belebten Badestrand…)

Einen langen Strand-Spaziergang später waren wir hungrig und durstig und nachdem die trockene Wäsche abgeholt war, gab es heute mal wieder fremd-gekochtes Essen, also Fish’n Chips, und dazu Wein von der Insel.

Unsere heutige Route:

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