16. Januar – Einer geht noch, einer geht noch rein …

2015-01-16 11.32.41So scheinen die Mitarbeiter der Sealink Ferry zu denken, die die Fahrzeuge einweisen …

Das Personal schaffte es tatsächlich, auf den eingezeichneten 4 Fahrspuren auf der Fähre 5 Reihen von Autos unterzubringen, da wird Millimeterarbeit geleistet!

Wer mit seinem Fahrzeug nicht wirklich gut vertraut ist, schafft es kaum, ohne Blessuren rauf und wieder runter zu kommen.

Deshalb kann ich langsam verstehen, weshalb Mietwagen-Verleiher verbieten, mit dem Mietwagen die Fähre nach Kangaroo Island zu benutzen! Wir konnten uns die Rangiererei jedenfalls ganz entspannt vom Passagier-Deck aus anschauen – schließlich hatten wir unseren Allrad-Riesen bereits abgegeben und unser Elantra wartete am Festland auf uns.

Ganz entspannt war auch der Morgen vor der Abfahrt: Aufwachen bei strahlender Sonne, mit Blick aufs Meer – das hatte doch endlich mal was!

Auch der Weg zur Fähre auf völlig leeren Straßen hatte keinerlei Stress-Potenzial. Nicht nur auf der Insel, auch sonst ist überall fast kein Verkehr – trotzdem (oder vielleicht gerade deshalb) liegt alle paar Kilometer ein totes Tier, meist kleine Kängurus, am Straßenrand. Möglicherweise fühlen sich die Tiere einfach nicht gefährdet, wenn nur alle 15 Minuten mal ein Auto vorbei kommt … traurig ist es trotzdem.

Wir fuhren jedenfalls vorsichtig zum Hafen von Penneshaw, gaben das Allrad Fahrzeug zurück und staunten über die Verwandlung des kleinen Küstenorts, der bei unserer Ankunft recht trist gewirkt hatte. Was Sonne nicht alles bewirkt 😉

Es war noch früh, wir machten einen kleinen Spaziergang – sahen Seevögel, die ihr Gefieder in der Sonne trockneten,
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… bizarre Felsen vor tiefblauem Meer …
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… erstaunliche Warnschilder …
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… und traumhaft schöne Badestrände.
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Und das hier ist KEIN SCHWIMMBAD – sondern das Hafenbecken!
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Nach dem Auslaufen um 11:30 Uhr sahen wir das Ganze noch mal vom Meer aus – kaum zu glauben, dass hier eben noch eine Fähre lag!
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Die Fähre war mehr als voll – da waren nur Millimeter zwischen den Fahrzeugen!
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45 Minuten später waren wir wieder auf dem Festland, luden das Gepäck ins Auto und starteten Richtung Victor Harbor.

Der Weg war kurz, und bevor wir unsere heutige Unterkunft suchten, sahen wir uns erst mal im Ort um. Dabei stießen wir gleich auf was ganz Skurriles – eine von einem Pferd gezogene Straßenbahn!
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Das Bähnchen verbindet die Stadt mit einer kleinen vorgelagerten Insel – man kann natürlich die 600 m auch zu Fuß über die Brücke gehen!
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Wir blieben auf dem Festland, sahen uns kurz in der – sehr hübschen! – Stadt um und machten uns dann auf die Suche nach unserer Unterkunft.

Eigentlich hatten wir was ganz anderes ganz anderes gebucht – aber Petra von Austiny B&B hatte uns kurzfristig abgesagt, weil es einen familiären Notfall gab. Sie hatte aber dafür gesorgt, dass wir nicht ohne Bett da standen und uns bei einer Bekannten im “Lazy Days Cottage“  untergebracht.

Und damit hatten wir einen Glückstreffer gelandet – so viel Platz und Komfort hatten wir noch selten! Ein gemütliches Cottage mit 2 Schlafzimmern, einem gigantischen Wohnraum mit voll eingerichteter Küche, Waschmaschine, großem Bad-Bereich (anders kann man das nicht nennen, denn Dusche, WC und Waschbecken waren in verschiedenen Bereichen untergebracht) und einer großen Veranda mit Grill.

Zum Vergrößern Bilder anklicken!

Janice, unsere Gastgeberin, hatte noch ein weiteres Schmankerl für uns: Sie gab uns Eintrittskarten für den benachbarten Wildpark, die so statt 12$ pro Person nur 5$ kosteten! Um 16 Uhr werden dort die Koalas gefüttert – das wollten wir uns nicht entgehen lassen.

Noch schnell eine Ladung Wäsche in die Maschine, dann gingen wir ein paar 100 m weiter in den Wildpark und kamen tatsächlich in engsten Kontakt mit den sehr verpennten Koalas! Wir konnten sie streicheln – was sie sich ungerührt gefallen ließen. So lange sie duftende Eukalyptus-Blätter vor der Nase hatten, war ihnen offenbar alles egal …

Genauso nah kamen wir wenig später den Kängurus – die hüpften einfach um uns herum und auf uns zu und sahen uns mit großen Augen erwartungsvoll an…

Es gab auch noch andere Bewohner …

Irgendwann war aber auch genug –  wir hatten Hunger und Durst und machten uns auf in die Stadt. Das Wursthaus von Klaus verschmähten wir allerdings 😉
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… hörten aber eine Weile den schmissigen Melodien der Kapelle daneben zu …
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…  waren kurz irritiert, weil am Strand plötzlich Kamele auftauchten 😉
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Nach einem frisch gezapften Bier in einem netten Pub mit Tischen auf dem breiten Gehweg folgten wir dem Geheimtipp von Janice und suchten den (angeblich) besten Fish’n Chips Shop Süd Australiens. Dass das Essen dort wirklich nicht schlecht ist, bewies die lange Schlange, die sich durch’s ganze Lokal bis zur Tür drängelte. Mit uns warteten sicher um die 30 Leute darauf, Fisch und Pommes in Papier gewickelt zum Mitnehmen überreicht zu bekommen.

Wir bestellten Barramundi und Flathead sowie Kingprawns, dazu Pommes und einen SalatP1070354.jpg
– und waren wenig später 23 $ los, hatten ein heißes, fettiges Paket in der Hand und machten uns auf zu unserem “Zuhause”. Dort gab es auf der Veranda ein echtes Festmahl – denn es war alles wirklich knackfrisch und seeehr lecker!

Und zum Nachtisch noch ein Schlückchen Portwein von Janice und ein paar ihrer Kekse (über die Kalorien schweigen wir mal lieber … Zwinkerndes Smiley )

So sind wir heute gefahren:

Ein Kommentar zu “16. Januar – Einer geht noch, einer geht noch rein …

  1. Mit eurer neuen Unterkunft habt ihr ja wieder mal das große Los gezogen. In dieser riesigen Wohnung hätte man problemlos gleich mehrere Asylantenfamilien unterbringen können 🙂

    Ebenfalls Glück hattet ihr mit den Koalas: daß man die für nur 5 $ streicheln darf, kann ich gar nicht fassen. Bekannte von mir haben in einem deutschen Zoo ein Vermögen für das gleiche Vergnügen bezahlt …

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