29. Januar – A Walk on the Wild Side

2015-01-29 29.01. - Cradle Mountains 115Die Cradle Mountains sind berüchtigt für ihr kühles und häufig regnerisches Wetter. Hier schneit es auch schon mal im Hochsommer – und wir hatten uns mental und klamottenmäßig voll darauf eingestellt. Und was war?

Strahlende Sonne, 24°C! Also nix mit Kuscheln und Lesestündchen am Kaminfeuer, sondern raus in die grandiose Berglandschaft! Dank üppigem Frühstücksbüffet brachen wir gut gestärkt auf, mussten aber vor der Wanderung erst im Visitors Center den Nationalpark-Pass kaufen.

Dann kam die Entscheidung: Mit dem Shuttle-Bus zum Dove Lake fahren oder mit dem eigenen Auto? Eigenes Auto = mehr Flexibilität und die Möglichkeit, auch mal anzuhalten – also fuhren wir los. Kamen allerdings nicht weit – bereits am Parkeingang weigerte sich die Schranke, hoch zu gehen, weil bereits zu viele Autos im Park waren.

Also doch Bus. Als der kam, war aber nur noch ein einziger Sitz frei, Stehplätze waren verboten. Zurück zum Visitor Center, wo der Startpunkt für die Busse ist, Auto geparkt, zur Bushaltestelle gehechelt – um dort wieder zurück zu bleiben, denn es warteten bereits mehr Leute, als in den kleinen Bus rein gingen! 10 Minuten später schafften wir es endlich in einen Bus. Über die Schulter des Busfahrers und durchs Seitenfenster versuchte ich, ein paar erste Eindrücke einzufangen.
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15 Minuten später kamen wir am Dove Lake an, wo wir eine Rundwanderung machen wollten. Mit im Bus (und auch in den anderen Bussen) überwiegend asiatische Touristen. Denen stand leichte Panik im Gesicht, als sie auf der Beschilderung der Wanderwege lasen, dass der Dove Lake Circuit, also einmal rings um den See, ca. 2-3 Stunden dauert.
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Und die Dame im Visitor Center hatte auch noch dramatisch von beträchtlichen Steigungen am südlichen Ufer erzählt. Das hielt – zum Glück – fast alle davon ab, weiter als bis zum 10 Gehminuten entfernten Aussichtspunkt zu laufen, so hatten wir auf dem Rundweg nur sehr wenige “Mitläufer”.

Erst mal genossen wir einfach den Anblick von Bergen und See in der klaren Morgenluft in 934 m Höhe.
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Dann ging’s los – und der Weg bot praktisch bei jeder Biegung neue malerische oder aufregende Aussichten. Statt langer Beschreibungen hier einfach wieder mal ein Album zum Durchklicken:

Letztlich hatten wir fast 3 Stunden für die gut 7 km Rundweg gebraucht – es ging tatsächlich gelegentlich ein bisschen rauf und runter, aber vor allem war daran schuld, dass wir immer wieder stehen blieben, um zu fotografieren oder filmen und manchmal auch einfach eine Weile auf einer Bank saßen und die Aussicht genossen.

Zurück zum Visitor Center ging’s wieder mit dem Bus. Kurz vor der Ankunft machte uns der Busfahrer auf ein Wombat-Weibchen mit einem Jungen aufmerksam, das am Straßenrand graste. Wir hatten bisher noch keine Wombats gesehen und da die Tiere sehr langsam sind, hofften wir, dass es noch eine Weile an dieser Stelle bleiben würde. Deshalb fuhren wir mit dem Auto gleich nochmal ein Stückchen zurück – aber der Wombat war leider weg …

Stattdessen fanden wir aber einen tollen Wasserfall und eine malerische Ebene voller Buttongras (das heißt so, weil die Blüten aussehen wie runde Knöpfe).
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Kaffeedurst lockte uns dann erst mal zurück ins Hotel. Aber als die Sonne etwas tiefer stand, zogen wir erneut los – wir wollten endlich mal Wombats sehen, und die sind in der Regel am späten Nachmittag unterwegs! Zwar sahen wir erst mal keine, aber stattdessen entdecken wir einen richtig malerischen Bach.
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Er schlängelte sich auf der einen Seite durch eine Hochebene, die stark an die schottischen Highlands erinnerte, auf der anderen Seite durch lockeren Wald. Ein kleiner Spaziergang musste hier einfach noch sein …

Und dann sahen wir den ersten Wombat –
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Manche sagen ja, Wombats sähen aus wie eine dicke Wurst auf Beinen, mich erinnerte er eher an einen zu groß geratenen Hamster – aber irgendwie schon niedlich … Auf der Heimfahrt sahen wir noch ein paar Wombats – aber irgendwie sehen sie alle gleich aus. Auch ein paar Wallabies hüpften am Straßenrand herum …

Zum Abendessen gab’s heute leichte Kost – mal nichts Frittiertes, sondern Käseplatte mit Obst und Nüssen in der Bar, denn nach reichlich Tim Tams und Schokoplätzchen zum Kaffee hatten wir nicht mehr viel Hunger.
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