27. Februar – Art Déco Stadt Napier

2015-02-27 27.03. - Napier 058Erdbeben sind nicht selten in Neuseeland, etliche Städte hat es bereits getroffen. 

Napier allerdings wurde 1931 durch ein schweres Erdbeben und ein anschließendes Großfeuer vollkommen zerstört. Die Erde hob sich dabei um bis zu 2,70m, die Ahuriri Lagune verschwand vollkommen, es entstand ca. 40 qkm Neuland.

Der Wiederaufbau der Stadt erfolgte im Art Déco Stil, wobei  Architektur-Studenten und Arbeitslose aus dem ganzen Land eingesetzt wurden.

Und die Pastellfarben, die uns heute so bezaubern, wurden damals nur deswegen gewählt, weil Geld knapp war und die Fassaden-Farben mit Wasser verdünnt werden mussten.

Unser Weg nach Napier führte erstmalig durch eher uninteressante Gegenden. Jedenfalls im Vergleich zur Südinsel. Eine Schlucht …
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Ansonsten hügeliges Weideland, durch die der Kiwi Train pflügte.
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Eine fast endlose Strecke mussten wir hinter einem Viehtransporter her fahren, überholen wegen der vielen Kurven nicht möglich – der Gestank sucht mich heute noch heim, eine Mischung zwischen Schweinestall und Bahnhofstoilette …

In Napier erwartete uns eine nette Überraschung: Unser Hotel lag direkt an der Esplanade – allerdings hatten wir kein Zimmer mit Meerblick. Aber dafür eine kleine Maisonette-Wohnung – mit einem Wohnzimmer samt kleiner Küche und Essplatz, einem Schlafbereich – und direkt neben dem Bett eine runde Badewanne!!! Natürlich zusätzlich zum sehr geräumigen Badezimmer!
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Badefreuden gab es aber erst mal nicht – es war viel zu heiß für ein warmes Bad, und wir wollten ja auch was von der Stadt sehen. Und außerdem nach einem netten Restaurant schauen, denn wir wollten uns heute Abend mit Dieters Nichte treffen, die zur Zeit gemeinsam mit einer Freundin Work&Travel in Neuseeland macht und ganz in der Nähe von Napier auf einer Heidelbeer-Plantage tagtäglich Beeren pflückt.
Da wir vermuteten, dass die Mädels vorwiegend von Nudeln und Soße lebten, wollten wir zur Abwechslung mal für ein gutes Essen sorgen.

Wir hatten einen Tipp – an einem alten Quay in Ahuriri sollte es eine nette Kneipenszene geben, wo man nicht nur wunderschön am Wasser sitzen kann, sondern auch gut essen. Und tatsächlich – am West Quay fanden wir nicht nur den “Thirsty Whale”, sondern auch das “Shed 2” (und noch einige andere…).
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Zwar war so früh am Nachmittag noch nicht sehr viel los, aber an Atmosphäre fehlte es nicht. Und wir konnten uns gut vorstellen, dass es abends voll werden würde, also reservierten wir einen Tisch im Shed 2 (was sich als seeehr weitsichtig herausstellte, denn am Abend war es überall rappelvoll!!! Immerhin war Wochenende.)

Nachdem das erledigt war, schauten wir uns die Stadt an – erstaunlich, wie der Art Deco Stil hier bis in die kleinsten Details gepflegt wird! Selbst die Geschäfte wirken teils wie aus den 20er, 30er Jahren … man kann sich hier mühelos in einen Flapper oder Gentleman mit Kreissäge verwandeln.
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Natürlich stehen auch die entsprechenden Karossen vor den stilvollen Gebäuden oder fahren durch die Straßen.
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Ob elegante Ufer-Promenade und Park …
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… oder die Fassaden der Häuser in der Innenstadt …
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… alles hat hier Charme und Stil und alles ist top-gepflegt und in Schuss gehalten.

Unnötig, zu sagen, dass unser Abendessen mit Line ebenfalls nichts zu wünschen übrig ließ!
Und auch der Blick übers Wasser zum Nachtisch war vom Feinsten!
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Unsere Strecke:

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