3. Juli – Islands in the Sun!

P1150884Wenn wir nicht sowieso schon völlig hin und weg wären von den Western Isles –  spätestens heute hätten wir uns endgültig verliebt!

In die Ruhe und Einsamkeit, in die unglaubliche Landschaft. In die Tausende von Seen.

In die Puderzucker-Strände. In das unglaubliche Farbenspiel des Meeres – von blassestem Hellblau über Türkis bis hin zu tiefstem Aquamarin.

Und das alles unter strahlender Sonne und einem tiefblauen Himmel …

Als treue Anhängerin des BBC Wetterberichts war ich felsenfest davon überzeugt, dass heute ein Traum-Tag werden würde. Deshalb war ich ein klitzekleines bisschen irritiert, dass es beim Aufstehen vor dem Fenster doch – sagen wir mal – suboptimal aussah. Aber nach dem Frühstück war die Welt wieder in Ordnung – hier die vorher-nachher Bilder aus dem Fenster (Beim Anklicken werden die Bilder groß!):

Erstaunlich, wie ein bisschen Sonne die Welt verändern kann …

Von unserer “Hausinsel” Berneray hatten wir gestern noch nicht viel gesehen – das holten wir jetzt nach. Die stark genutzte kleine Dorfstraße ( Zwinkerndes Smiley )
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fuhren wir bis zum Ende. Dort steht die Jugendherberge – ein schneeweißes altes reet-gedecktes Blackhouse, umgeben von nichts als atemberaubender Landschaft und Einsamkeit. Ok – ein paar Schafe gab es schon – aber ansonsten nur grüne Gänseblümchen-Wiese, schneeweißer Sandstrand, blaues Meer – und ein verfallenes Cottage …
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Nicht weit weg – der alte Friedhof, malerisch am Hang gelegen.
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Und schließlich statteten wir noch den Tieren einen Besuch ab, die unserem B&B den Namen gegeben hatten – direkt unterhalb unseres Hauses und auch unmittelbar daneben hausen zwei Seehund Kolonien. Nur wenige Meter von uns entfernt ließen sich die Tiere ohne Scheu beobachten.

Danach war Strand angesagt – der hinter einer üppig-bunten Blumenwiese verborgen war.
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Hinter den Dünen – ein weiß-blaues Wunder! So mancher Korallenstrand in Südostasien wäre froh um solchen Sand und derart klares, sauberes (allerdings nur 8°C kaltes) Wasser!
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Wir konnten uns kaum los reißen – wussten ja zu dem Zeitpunkt nicht, dass es von dieser Sorte Strand noch jede Menge auf Uist gibt! Immer auf der Suche nach Strand und Meer tuckerten wir über die kleinen Sträßchen …
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… landeten gelegentlich in Sackgassen, wo es aber auch immer was Schönes gab. Heckenrosen zum Beispiel – die betörend dufteten!
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… oder Schafe, die uns verdutzt musterten.
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Ein alter Friedhof lockte zu einem Umweg, wir stellten das Auto ab und wanderten den Feldweg entlang Richtung Küste – und landeten erneut an einem Super-Strand!

(Bilder zum Betrachten anklicken!)

Ich weiß – ein bisschen viel Wasser und Sand … aber das Farbenspiel war einfach so unglaublich schön, dass ich die Kamera nicht im Zaum halten konnte! Auf dem Weg zurück zum Auto – Allgäu-Feeling…
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… und dann der alte Friedhof, der uns eigentlich zu dem Abstecher verführt hatte.
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Wenn wir so weiter machten, würden wir heute nicht mehr viel von der Insel sehen, außer Stränden – also wieder rein ins Auto und Richtung Benbecula und South Uist. Vorbei an – gefühlt – mehr als tausend Seen, alle glitzerten tiefblau. (Auf der Karte, die unten eingebettet ist, kann man sehr gut sehen, dass Uist fast mehr aus Wasser als aus Land besteht!)
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Es ging über Dämme, die die sandigen Fjorde überbrückten …
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In der Ferne waren immer wieder die drei höchsten Erhebungen der Insel sichtbar, die Gipfel teils in den Wolken – keiner ist allerdings höher als 620 m.
P1160034Auf den Straßen herrschte reger Gegenverkehr.
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Schließlich waren wir fast an der Südspitze der Insel, in Lochboisdale. Kaffee und Strawberry Cheesecake in der Sonne vor dem Hotel Lochboisdale – ganz rechts auf dem Foto unten – mit Blick auf den Fährhafen.
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Dann gondelten wir gaaanz langsam, mit vielen Foto-Stopps und immer mal wieder ein paar Schritten zu einem See, zurück.
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Die kleine Wander-Broschüre aus unserem Zimmer hatte noch einen Tipp – da gab es ein Kap, von dort erhofften wir uns eine tolle Aussicht. Also wieder ein Abstecher, vorbei an einer imposanten Kirche, die völlig einsam mitten im Nirgendwo in einer Wiese stand.
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Direkt dahinter führte ein Feldweg Richtung Kap, durch Butterblumen-Wiesen mit Blick auf weißen Strand.
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Trotz heftigem Wind spazierten wir bis ganz nach vorne aufs Kap – dort waren Reste einer Militärbefestigung aus dem II. Weltkrieg zu sehen.

So langsam wurde es Abend, obwohl das Licht noch frühen Nachmittag suggerierte! Aber unsere Mägen zog es eindeutig in Richtung Lochmaddy Hotel, wo wir heute essen wollten. Viel Auswahl hat man hier nicht, und sehr anspruchsvoll darf man auch nicht sein.

Weil heute Freitag ist und wir einiges über den Andrang in den wenigen Örtlichkeiten, wo man ein Bier bekommt und was zu essen, gelesen hatten, wollten wir nicht zu spät dort eintreffen. Nur die Schwanen-Familie musste noch aufs Bild – dann ging es zügig zurück nach Norden .
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In Lochmaddy herrschte absolute Ruhe, auch im Lochmaddy Hotel war die Bar, wo wir essen wollten, nur spärlich frequentiert. Vor dem Hotel ein Blick auf den Fjord …
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Mit einem schottischen Ehepaar teilten wir uns einen Tisch in der Abendsonne vor dem Hotel für ein Bier vor dem Essen, dann ging’s rein in die Bar, denn trotz Sonne war der Wind ziemlich frisch. Das Essen gehörte zu der Sorte, über die man am besten den Mantel des Schweigens breitet. Aber wo es absolut keine Konkurrenz gibt, muss man sich wohl auch nicht sonderlich anstrengen…

Die Schafe, die wir unterwegs noch trafen und die die Abendsonne genossen, hatten an ihrem Essen offenbar nichts auszusetzen und wirkten sehr zufrieden!
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Glücklicherweise gibt es in schottischen B&Bs immer reichlich Plätzchen, in unserem Fall schottisches Shortbread, so dass es immerhin einen leckeren Nachtisch gab,

Und überhaupt – wer meckert schon nach einem derart tollen Tag!?!

Diese Strecke haben wir heute zurück gelegt:

Ein Kommentar zu “3. Juli – Islands in the Sun!

  1. Was für eine Insel! Harry Belafonte wäre sicher begeistert gewesen, aber ich bin es falls möglich noch mehr… Hier möchte ich auch mal hin, ich habe die Western Isles ganz oben auf meine Wunschliste gesetzt. Einfach zauberhaft…

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