11. Januar – Absolut ruhig und total dunkel …

P1180393… so stellt man sich das vor, wenn man irgendwo im nirgendwo auf dem Land in Thailand ist.

Keine Licht-Verschmutzung – das traf schon mal zu, es war wirklich absolut und vollständig dunkel, nirgendwo irgend ein Licht, Neumond, und über uns nur ein dunkler Himmel, ein paar Sterne, denn es war wolkig.

Und es war auch total ruhig. Zumindest so lange, bis der Hunde-Chor anfing, sich auf die Nacht einzustimmen.

Einer fing an, heulte ein paar Takte, fing dann an zu bellen. Und alle seine Kumpels fielen ein, bis eine höllische Lautstärke erreicht war.

Nach einer Weile war wieder Ruhe. Bis es an einer anderen Ecke weiter ging – einer fing an, alle fielen ein, zum Schluss noch ein paar Heuler, dann wieder Ruhe.

Ab der dritten Wiederholung half nur noch Ohropax!!! Aber dann war es total ruhig …

Trotzdem war die Nacht nicht völlig entspannt und es fiel nicht ganz leicht, morgens in einem recht unterkühlten Raum aufzustehen und sich unter die Dusche zu stellen (die zum Glück richtig heiß war!). In Pullover und Fleecejacke eingemummelt wanderten wir zum Frühstück, wo uns Ian und Pop mit Strickmützen, Skipullis und Daunen-Westen empfingen 😉  (Falls es jemand vergessen hat – wir sind gerade in Thailand!!! Allerdings im Norden, wo die Nächte im Januar empfindlich kühl sein können!)

Ein Riesenpott Kaffee, warmer Toast und Rühreier brachten uns langsam auf Betriebstemperatur, ein paar Bemerkungen von Ian über schottisches Wetter – und schon war alles wieder bestens!

Etwas unschlüssig setzten wir uns später ins Auto – wir waren ja schon mehrmals hier gewesen, wussten nicht so recht, wo wir hin fahren sollten, um noch was Neues zu sehen. Also erst mal zum örtlichen Wat – vielleicht gab’s ja göttliche Inspirationen.P1180360

Dort war schwer was los – es wurde ganz offensichtlich ein größeres Fest vorbereitet. Alles war festlich geschmückt und laute Musik dröhnte übers Gelände. Trotzdem hatte das irgendwie was meditatives … Und die Jungs von der Oldie-Band hatten eindeutig einen Riesenspass!

Man freute sich sehr über unser Interesse und wir konnten uns nur mit Mühe wieder loseisen. Aber wir wollten ja noch ein bisschen was von der Umgebung sehen.
Ein Schild am Straßenrand wies auf einen Wasserfall hin, den Tad Mok. Dem Hinweis folgten wir und kurvten immer höher in die Bergwelt.
Praktisch kein Verkehr – abgesehen von einer Horde Motorradfahrer, die die kurvenreiche Strecke offenbar sehr liebten! Am Wasserfall war außer uns niemand – die Dame am Eingang freute sich riesig, dass endlich mal jemand kam!
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Weil die Straße – anders als in der Karte vermerkt – sehr gut war, fuhren wir einfach weiter durch die Berge – und gerieten in einem winzigen Bergdorf mitten in ein Fest! (Pop erzählte uns später, dass die Bergvölker, die „Hilltribes“ derzeit 10 Tage lang ihr eigenes Neujahrsfest feiern und die Dörfer abwechselnd die Festlichkeiten ausrichten.)

Alle Dorfbewohner trugen festliche Tracht, es wurden Tänze geprobt und Ballspiele gespielt – und wir wurden unglaublich freundlich aufgenommen – mir wurde sogar angeboten, eine Tracht anzuziehen (das scheiterte aber sehr schnell an den deutlich unterschiedlichen Kleidergrößen …. 😉 Die Thais sind eindeutig erheblich kleiner und zierlicher als westliche Frauen!)

Irgendwann rissen wir uns los – und dann gab es nur noch wunderschöne Natur, bis wir am späten Nachmittag wieder daheim waren.
Ein bisschen Sonne tanken am Pool – und eine warme und ruhige Nacht, trotz winterlicher Temperaturen und aktiver Hunde (dank Wärmflasche und Ohrenstöpseln … wir werden wohl wirklich langsam alt …)

3 Kommentare zu “11. Januar – Absolut ruhig und total dunkel …

  1. Hallo Renate,

    von den arktischen Januar-Temperaturen in Nordthailand kann ich auch ein Liedchen singen 😉 Ich stieg nachts mit mehreren Schichten langer Wollkleidung ins Bett und fror dennoch erbärmlich. Die Idee mit der Wärmflasche ist nicht übel, das muß ich auch mal ausprobieren.

    Liebe Grüße, Brigitte

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  2. Hallo,
    ich verfolge seit ein paar Tagen wieder diesen Blog und freue mich schon auf Berichte aus Neuseeland 😉
    Was sind denn das für große gelbe Früchte im Baum (gestern und heute – Ich tippe auf Pomelo’s)?
    Gute Reise weiterhin wünscht die gespannte Leserin
    Daniela

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    • Nein, das sind keine Pomelos – dachte ich zunächst auch, aber die Schale ist völlig glatt und ganz hart. Sie wachsen im Mae Nai Gardens, aber Pop wusste keinen englischen Namen für den Baum. Die Früchte sind nicht essbar, sie werden z.T. einfach nur ausgehöhlt und die Schale zur Aufbewahrung von Flüssigkeiten genutzt.
      So hat man es zumindest früher gemacht – heute gibt es Plastikflaschen …

      Es freut mich sehr, dass dir meine Reisebeschreibungen Spaß machen!.

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