19. Januar – Mikrowellen-Kinder

P1180921Wir mussten weg aus unserem kleinen Paradies – aber vom Fern Resort und seiner welt-abgeschiedenen Idylle trennt man sich nur schwer.

Schon vor 4 Jahren hatten wir ewig herum getrödelt (und auf diese Weise immerhin von unseren prominenten Vormietern erfahren!), bevor wir endlich aufgebrochen waren. Heute war es nicht anders …

Die heutige Strecke war kurz – 165 km bis Mae Sariang, da kann man sich ein bisschen trödeln durchaus leisten.

Ganz kurz überlegten wir, ob wir nicht doch zum Dorf der Langhals-Frauen fahren sollten. Aber wir hatten uns ja bereits in den letzten beiden Tagen dagegen entschieden – denn die Longneck-Karen werden hier in isolierten Dörfern fast wie im Zoo gehalten, man muss Eintritt bezahlen, um sie sehen zu können, und das wollten wir nicht unterstützen.

Zwar liest man manchmal, dass die Eintrittsgelder auch den Dörfern zu Gute kommen – das scheint aber nicht zu stimmen, die Hälfte fließt in die Taschen der thailändischen, die andere Hälfte in die der  burmesischen Regierung. Angeblich soll damit die Infrastruktur in den Dörfern verbessert werden, aber das glaubt im Grunde niemand …

Also ging es direkt nach Süden. Anders als an den vorherigen Tagen war die Straße sehr gut – hier waren die Sanierungsarbeiten bereits vollendet.

Und weil wir viel Zeit hatten, besuchten wir das Dorf der Microwave-Meos. Vor vielen Jahren waren wir schon mal dort oben, eine schmale und sehr steile Straße führt in die Berge zu einem kleinen Dorf.
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Auf dem Berggipfel über dem Dorf stehen einige Sendemasten – daher der Name … Der steht so übrigens sogar in der Straßenkarte!

Das kleine Dörfchen macht einen durchaus properen Eindruck, zwar ist hier sicher keiner reich, aber die Häuser haben alle feste Dächer und sind solide gebaut.
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Und es gibt sogar eine Waschmaschine – allerdings ohne Wasser- und Strom-Anschluss …

Uns faszinierte aber vor allem die Schule und der damit verbundene Kindergarten. Und die große Zahl der Kinder – für ein so kleines Dorf waren es wirklich eine ganze Menge! Alle waren quietschvergnügt, staunten über den Besuch von zwei Langnasen und zeigen uns ohne Scheu ihre Schule.

Wir waren richtig begeistert – auch vom Lerneifer der Kinder – da war keine Spur von Unwilligkeit, alle schienen wirklich gern zur Schule zu gehen!
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Besonders süß waren natürlich die ganz Kleinen – sie tanzten spontan für uns und freuten sich offenbar riesig über die Abwechslung in ihrem Alltag.

Von hier aus ging es dann mehr oder weniger zügig Richtung Mae Sariang – einer total verschlafenen Kleinstadt am Yuam Fluss. Hier ist absolut nichts los – genau das macht ihren Reiz aus.

Wir hatten ein Zimmer im Riverhouse Hotel gebucht – ein wunderschönes altes Teakhaus (das übrigens erstaunlicherweise total ausgebucht war).

Viel tun kann man hier nicht – also bleibt es bei einem Gang um die Häuser und später einem sehr guten Essen (das war der Hauptgrund für unsere Hotel-Wahl, denn hier hatten wir schon zwei Mal hervorragend gegessen!) auf der Terrasse am Fluss.

Die heutige Route: 

Ein Kommentar zu “19. Januar – Mikrowellen-Kinder

  1. Wir haben ebenfalls im Riverhouse Hotel gewohnt – auch ich fand dieses alte Teakholzgebäude wunderschön! Hinzu kommen die tolle Lage und das köstliche Essen.
    Auch Mae Sariang mochte ich sehr – unspektakulär, aber schöne alte Tempel.

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