23./24. Januar – Zu den Kiwis …

P1190070Reisetage mit Intercontinental-Flügen mag ich gar nicht! Egal, wann man letztlich fliegt, es ist immer der ganze Tag hinüber.

Unser Flug nach Neuseeland ging zwar erst um 18:15 – auschecken mussten wir aber schon um 13:00, das Hotel war voll und die Gäste erwarten, das sie um 14 Uhr einchecken können.

Und davor musste noch gepackt werden – und zwar „strategisch“.

Die Umsteigezeit in Sydney war ziemlich kurz, und ich fürchte immer, dass dabei mal einer der Koffer auf der Strecke bleibt. Also wird alles so auf die beiden Koffer verteilt, dass wir notfalls eine Weile mit einem auskommen.

Und das – aus unserer Sicht – Überlebens-Notwendige kommt ins Bordgepäck. Z.B. meine Kontaktlinsen.

Wir fuhren deshalb früh zum Flughafen – dort gibt es einiges zu sehen und es ist angenehm klimatisiert. Glücklicherweise hatte Qantas seine Check-in Schalter schon früh geöffnet, wir wurden das Gepäck los und verzogen uns ins „Zwischengeschoss“ – eine Etage zwischen Abflug und Ankunft, die normalen Reisenden in der Regel verborgen bleibt. Dort gibt es billige Läden und kleine Restaurants, die Preise haben Straßenniveau  – eine Cola kostet 17 Baht (=ca. 0,40€), während man eine Etage drüber oder drunter das Dreifache bezahlen muss.

Es wuselt hier, es ist die Heimat der Reinigungskräfte und anderer Flughafen-Angestellter, die sich hier in ihren Pausen treffen. Auch thailändische Reisende trifft man – Ausländer eher selten.

Wir stärken uns noch mal vor der Passkontrolle – dort kann man, wenn’s schlecht läuft, bis zu einer Stunde in der Schlange stehen! Heute waren es nur ein paar Minuten – der frühe Nachmittag scheint eine gute Zeit zu sein! Vorbei an der farbenprächtigen Riesen-Skulptur mit den Schlangenträgern ging’s Richtung Gate.

Obwohl wir bereits akribisch durchsucht worden waren, gibt es am Abflugsgate erneut eine genaue Handgepäck-Kontrolle – und sogar die Pässe werden mit einem taschenlampen-ähnlichen Gerät auf Echtheit überprüft! Dabei kommen ganz offensichtlich australische Sicherheitskräfte zum Einsatz.

Unser erster Langstreckenflug mit Qantas war keine reine Freude – die Sitze sind deutlich schmaler und es ist erheblich eP1190151nger bestuhlt als bei Emirates. Wir waren mehr als froh, dass wir nur zu zweit in einer Reihe saßen! Und die Speisekarte versprach erheblich mehr, als sie hielt! Dabei hatten wir angesichts der aufgelisteten Köstlichkeiten schon fast geglaubt, die Karte der Business-Class bekommen zu haben!

Aber der Welcome Drink aus der Signature Range war ein dünner, übersüßter und wässriger Saft, die Premium Australian Wines kleine Plastik-Fläschchen mit Massenwein, das Essen an der Grenze zum Ungenießbaren (aber der Nachtisch war richtig lecker!) und serviert wurde es nicht auf einem Tablett, sondern alles quasi separat, so dass man diverse Schälchen auf dem Klapptisch herumrutschen hatte …

Die Flugbegleiter waren dafür extrem leutselig und mitteilungsfreudig. Ich wusste nach dem Flug, dass man der üppigen blonden Stewardess in Neu Caledonien den Blinddarm raus genommen und sie es trotz diverser Widrigkeiten gut überstanden hat – denn „Nobody spoke even ONE WORD of English!!!“ Und dass die andere noch immer unschlüssig ist, wo es im Urlaub hingehen soll.

Und das waren keine Gespräche zwischen den Flugbegleiterinnen, sondern sie erzählten das alles den Passagieren, während sie Essen und Getränke austeilten! Da wir allerdings den größten Teil des Fluges schliefen, verpassen wir sicher viele tolle Stories 😉

Der  Transit in Sydney verlief problemlos – fast. Denn da war noch die Sache mit meinem Pass ….

Wir waren eben in die Maschine nach Christchurch eingestiegen, Dieter gab mir seinen Pass zum verstauen – da merkte ich, dass mein Pass weg war!!! Panisch lief ich zu den Flugbegleitern, erklärte, dass ich ihn im Warteraum noch gehabt hatte und er mir irgendwo runter gefallen sein musste – vermutlich, als ich am Eingang zum Flieger eine Zeitung aus dem Ständer genommen hatte.

Da ich ohne Pass nicht nach Neuseeland konnte und sie mich dann wieder hätten mit zurück nehmen müssen (wohin eigentlich? Die Australier hätten mich ja auch nicht rein gelassen???) – machte sich die ganze Besatzung auf die Suche nach meinem Pass.

Es dauerte zwar etwas, aber dann war er gefunden – und alle waren erleichtert!

Am späten Nachmittag waren wir in Christchurch, trotz diverser Lebensmittel im (Hand-)Gepäck wie Kekse, Prawn-Cracker und Schokolade, die ich auch brav angegeben hatte, wurden wir ohne Beanstandung ins Land gelassen.

Auch den Mietwagen hatten wir in Nullkommanix – mussten – entgegen mancher Meldungen in diversen Foren – weder einen Fragebogen ausfüllen noch sonst was. Ein fast neuer Toyota Corolla wird uns in den nächsten zwei Wochen über die Südinsel kutschieren, zunächst aber nur ein paar Kilometer in die Stadt. Dort fiel uns sofort auf, dass die Benzinpreise seit letztem Februar deutlich gesunken sind – statt über 2 $ kostet der Liter jetzt 1,79$

Unser kleines Motel mit dem etwas hochtrabenden Namen Metropolitan Executive Motel ist eine angenehme Überraschung – statt des gebuchten Zimmers bekamen wir ein Apartment mit separatem Schlafzimmer.

Und nur ein paar Meter weiter eine Shopping Mall, wo wir garantiert eine Simcard fürs Smartphone kriegen würden. Und auch gekriegt hätten – wenn es denn nicht schon 18 Uhr gewesen wäre …. Ähnlich wie in England machen die Geschäfte hier bereits um 18 Uhr dicht – nur die Supermärkte haben bis in den späten Abend auf!

Also machen wir das morgen – denn 1. ist morgen auch noch ein Tag und 2. waren wir hundemüde … Noch ein paar Lebensmittel einkaufen (ab jetzt sind wir zumindest beim Frühstück ja wieder Selbstversorger), schnell was essen und dann ging’s heute früh ins Bett. Flugzeug-Schlaf ist nämlich nicht wirklich erholsam!!!

Die erste Teilstrecke ging von Bangkok nach Sydney:

Anschließend noch ein kurzer Flug von Sydney nach Christchurch:

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