06. Februar – Waitangi Day: Das Land macht blau …

P1200572Am Nationalfeiertag haben viele Kiwis frei und wer kann, fährt raus aufs Land – ans Meer oder in die Berge.

Und trifft dort auf blauen Himmel, blaues Meer – oder eben auch auf blaue Seen, blaue Kanäle … (und am späteren Abend auch auf jede Menge blaue Kiwis  Zwinkerndes Smiley )

Auch wir erleben heute ein blaues Phänomen nach dem anderen!

Frühmorgens: Tiefblauer Himmel. Die Wetter-App hat zwar Wolken prophezeit – aber wir nehmen’s wie’s kommt! Wir haben heute etwas länger geschlafen, denn gestern war es recht spät geworden und zudem ging nachts um 2 irgendwo in der Nähe ein Feueralarm los – eine extrem laute, an- und abschwellende Sirene, die bei mir Assoziationen an die Sirenen-Probealarme während der 50/60er Jahre auslöste.

Mehrere Minuten lang brüllte die Sirene, dann wurde sie abgestellt – dafür jaulten dann Feuerwehrautos – die Feuerwehr ist fast direkt neben dem Motel. Bis sich der Puls wieder normalisiert hatte, dauerte es eine ganze Weile …

Aber angesichts des tollen Wetters war morgens alles schnell vergessen und wir machten uns auf Richtung Lake Tekapo. Am Horizont rechts, jenseits des (blauen) Kanals, tauchte ein seltsames Phänomen auf –
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Was zuerst aussah wie Schnee auf den Bergen war in Wirklichkeit eine Wolkenlawine, die sich aus dem Tiefland empor wälzte. Glücklicherweise schien sie nicht so recht vorwärts zu kommen …

Wenig später waren wir schon am Lake Pukaki – auch in der Morgensonne einfach umwerfend!
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Weiter ging’s zum Lake Tekapo – dort wimmelte es nur so von Touristen. Ganze Busladungen wurden vor der kleinen Kapelle mit Traumblick über den See ausgekippt…
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– aber wir schafften es tatsächlich, eine winzige Lücke zu erwischen, wo die einen wieder in ihre Busse einstiegen und die anderen noch nicht ausgestiegen waren.

Anders als viele Bustouristen hatten wir Zeit. Konnten gemütlich am Ufer herumschlendern, uns auf die Felsen setzen, den (aquamarinblauen) See und die Sonne genießen.
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Und wir konnten anschließend zum Mount John Observatorium rauffahren und uns den See mal von oben anschauen.
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Ganz schön beeindruckend – so viel blaues Wasser. Die Farbe kommt durch den Gletscherabrieb zustande, die feinen Kalkrückstände lassen die Seen und Kanäle in einem fast unwirklichem eisblau-türkis erstrahlen.

Schaut man zur anderen Seite, erstreckt sich dort eine kahle Mondlandschaft – Kulisse für mehrere Filme.P1200592

Wir zuckelten weiter, wieder runter, vorbei an der netten malaysischen Studentin, die den Straßenzoll kassiert hatte und uns mit dem Satz “Ich wünsche einen schönen Tag!!” verblüfft hatte. Und hin zu den Kanälen, die mich schon letztes Jahr total fasziniert hatten.

Die Gegend ist durchzogen von so genannten “Hydro-Canals”, die in Wasserkraftwerken münden und an denen schmale Sträßchen entlang verlaufen.
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Unser blaues Auto wetteiferte mit dem Wasser um die schönere Farbe Zwinkerndes Smiley. Schließlich erreichten wir den Lake Ruataniwha, quasi der Haus-See von Twizel.
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Twizel verdankt seine Existenz übrigens den Wasserkraftwerken entlang der Kanäle, denn der kleine Ort wurde in den 1960er Jahren eigens für die Bauarbeiter, Ingenieure und deren Familien gebaut. Als das Projekt 1983 beendet war, sollte der Ort eigentlich wieder aufgegeben werden, die Fertighäuser demontiert werden, aber die Bewohner erkämpften seinen Fortbestand.

Damals lebten hier ca. 6000 Menschen, heute sind es knapp über 1000. Hinzu kommen noch rund 3 Mal so viele Touristen …

Es war später Nachmittag geworden, wir fuhren langsam zurück ins Motel. Noch ein Gang durchs Dorf – heute ist hier einiges los, vor allem in den Pubs und Restaurants, die Kiwis feiern ihren Nationalfeiertag. und der wird mit reichlich Bier begossen. Wir schauten in einige der Lokalitäten rein und auf die Teller der Gäste – so richtig appetitlich sah es nirgendwo aus, also gab’s auch heute wieder Hausmannskost.

Und eben – es ist jetzt 22:40, gibt’s wieder Feueralarm …

Die heutige Route:

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