14./15. Februar – Aussichtlos …

P1210455.jpgMann, war das heiß heute! Schon am frühen Morgen 26° – bis wir alles im Auto hatten, war fast wieder eine Dusche fällig.

Leicht verschwitzt nahmen wir unsere heutige Route nach New Plymouth in Angriff.

Dort wollten wir hin, weil wir beim letzten mal die Ikone der Nordinsel, den Mount Taranaki, nur aus weiter Ferne gesehen hatten – jetzt wollten wir diesen Bilderbuch-Vulkan mal aus der Nähe sehen und hofften auf tolle Aus- und Ansichten.

Der Weg dort hin führte zunächst über intensiv landwirtschaftlich genutzte Gegenden und durch kleine Ortschaften.

Sanfte Hügel, kleine Bäche, an denen krumme Weiden standen – die pure Sommer-Sonntagsidylle! In etlichen Dörfern fanden Kirchen-Basare und Flohmärkte statt, offenbar ein beliebtes Sommer-Vergnügen.

Die SH3 schlängelt sich durch die Manawatu Gorge, eine lange, schmale Schlucht – der Name bedeutet passenderweise “enge Passage”.P1214401
Ab Palmerston North wurde die Strecke eher eintönig, kilometerweit nichts als Stoppelfelder oder reichlich verdorrte Weiden, auf denen ein paar Schafe herum staksten. Ein echter Kontrast zum grünen Süden!

Kaffeestopp in Whanganui – als wir zum Fluss kommen, legt dort gerade ein alter Raddampfer an.
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Vom weiteren Verlauf der Strecke sind wir in mehrfacher Hinsicht recht enttäuscht: Der hoch gepriesene Surf Highway 45 verläuft weitgehend ziemlich abseits der Küste, man kann das Meer in der Ferne eher ahnen als sehen.

Und ein Abstecher zum Strand war auch wenig prickelnd…
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Und die ebenfalls überall begeistert erwähnten tollen Blicke auf den Mount Taranaki blieben ebenfalls aus – daran war allerdings nicht die Straße schuld, sondern ein dickes, fettes Wolkenband, das sich wie eine Leinwand vor den Vulkan geschoben hatte und sich über Stunden hinweg keinen Millimeter rührte! Man konnte allenfalls den Fuß des Berges erahnen – mehr nicht!

Also betrachteten wir die Strommasten, die sich scheinbar endlos an der Straße entlang reihten …
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… bis wir in New Plymouth angekommen waren.

Das One Burgess Hill, unsere heutige Unterkunft, war ein ein echter Volltreffer: Etwas außerhalb der Stadt, absolut ruhig, mit Blick auf Wiesen, Wäldchen und Fluss. Und ein paar Kühen …

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Nur 15 Zimmer, in 5 Gebäuden locker in einem riesigen Park verstreut. Innen war es genauso gut – ein helles geräumiges Zimmer, großes Bad, Küchenzeile.

Hier kann man’s aushalten Zwinkerndes Smiley

Aber weil die Sonne so schön schien (und es immer noch sehr warm war!) fuhren wir gleich wieder los, runter in die Stadt. Zum einen, um einzukaufen, denn wir wollten heute und morgen selbst kochen, zum anderen, um uns New Plymouth anzusehen. Da sollte es unter anderem eine tolle Brücke und einen endlos langen Spazierweg direkt am Meer geben, den Coastal Walkway.

Beides fanden wir problemlos. die Te Rewa Rewa Bridge ist ein echtes Kunstwerk!
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Und sie ist zudem Teil des Walkways, so dass wir beides quasi auf einmal abhaken konnten. Nur den Postkartenblick – den Mt. Taranaki zwischen den Bögen der Brücke – das war nichts, denn der war überhaupt nicht sichtbar …

Dabei hatten wir New Plymouth extra in unsere Reiseroute reingepackt, weil wir diesen Berg sehen wollten!

Egal – morgen ist ja auch noch ein Tag, und wir trösteten uns erst mal mit einem saftigen Angus-Steak und neuen Kartoffeln. Und dem Blick auf Wiesen und Kühe …

15. Februar – Kein Berg in Sicht!

Wolkenlos – über dem Meer… Wolkenwand – über dem Berg!!!! Wie angeklebt waberten die dicken Wolken um den Mt. Taranaki – es war absolut NICHTS! zu sehen. Unsere Planung für heute – Ost-Umrundung, rauf fahren, die Aussicht genießen, ein paar tolle Bilder vom schneebedeckten Berg in der Morgen-/Mittags-/Abendsonne … Fehlanzeige!

Also Plan B – an die Küste. Da gibt es weiße Klippen und die “Three Sisters” – wir schauten mal …

Ganz unvermittelt landeten wir dabei quasi im Hobbit-Land – die Hügel und Landschaften schienen direkt aus dem Film zu stammen!
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Die Flussmündung, von der aus man zu den Felsen der drei Schwestern laufen konnte, erreichten wir kurz danach – sahen aber sofort, dass die Ebbe schon vorbei war und die Flut das Flussbett rasch füllte.
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Unten lang ging’s also nicht mehr – aber wir wussten, dass man oben auf den Klippen, vorbei am Friedhof, einen guten Blick haben sollte.

Und ein kurzer Spaziergang über ein paar Weiden brachte uns dann auch zum Klippenrand, mit Blick auf die Mädels (die inzwischen übrigens nur noch zu zweit sind, die dritte Schwester fiel irgendwann mal den Wellen zum Opfer).
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Noch ein Blick auf den winzigen Friedhof …
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… und auf dem Rückweg ein kleiner Side-Trip Richtung Urwald …
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Dann hatte uns die Zivilisation wieder. Von New Plymouth hatten wir noch nicht viel gesehen, das holten wir jetzt nach. Runter ans Meer, vorbei an Kunst am Pfahl und einem Bürgerplatz …
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Über die Bahngleise ging’s ans Meer, wo Kinder mal anders transportiert wurden.
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Den Vater freute unser Interesse! Und dann kam ein Highlight der Stadt: Die polierte Edelstahl-Fassade der Len Lye Kunstgalerie, in der sich ein Hotel aus der Kolonialzeit und der Uhrturm spiegeln.
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Eine fantastische Synthese von Neu und Alt! Ein paar Meter weiter gab es noch mehr Kunst an der Hauswand und noch mehr altes Gemäuer.
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Fazit: New Plymouth ist ein hübsches Städtchen, das einen Besuch wert ist.
Noch schöner wäre es allerdings gewesen, wenn der Hausberg sich ein wenig offenherziger gezeigt hätte. Aber der blieb auch weiterhin dicht verhüllt!

Aussichtlos …

Die gestrige Strecke:

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