21. Februar – Music in the Air …

P1220358… und natürlich auch ein Hauch von Schwefel! Rotorua ist ja weniger für seine kulturellen Angebote bekannt, als für seine Thermo-Aktivitäten und seine Schwefelquellen.

Dennoch – nicht nur hier sondern auch in anderen Städten in Neuseeland und Australien waren wir verblüfft und begeistert über das große Angebot an kulturellen Aktivitäten, die hier kostenlos zur Verfügung stehen.

Open Air Konzerte, Museen, Botanische Gärten – für vieles müssen Einheimische und Besucher hier keinen Cent bezahlen! Und dieses großzügige Angebot wird stark angenommen und genutzt – da könnte sich das reiche Deutschland mal eine Scheibe abschneiden!

Gestern Abend das wundervolle Konzert der Auckland Philharmoniker, und heute gab es gleich wieder Musik. Aber zunächst zogen wir Schwefel und heiße Erde der Musik vor.

Im absolut empfehlenswerten Motel Sport of Kings hatten wir fantastisch geschlafen und nachdem wir gestern keine Zeit mehr für Wai O Tapu gehabt hatten, sollte es heute zumindest eine Schmalspur-Version sein. Also ab in den Kuirau Park, mitten in der Stadt, wo es  an vielen Stellen brodelt und stinkt 😉

Zwar nicht ganz so eindrucksvoll und durchgestylt wie in Wai O Tapu, auch nicht ganz so farbenprächtig – aber dafür sehr ursprünglich und kostenlos. Denn mitten im Ort gibt es heftige thermische Aktivitäten.

Uns reichte das heute aber völlig – zum Abschluss gab es noch ein Fußbad in einer heißen Quelle, dann ging’s an den See. Auf dem Weg dorthin kamen wir oberhalb von Ohinemutu vorbei – einem kleinen Maori-Vorort mit einer schönen alten Kirche und einem tollen Versammlungshaus. Im letzten Jahr waren wir unten gewesen, heute sahen wir uns das Ganze von oben an.
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Deutlich weniger gut in Schuss war ein altes Hotel …
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Am See fand ein bunter Kunstmarkt statt – auch wenn das Angebotene eher Kitsch als Kunst war, war es doch farbenfroh und fröhlich.
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Das Morgenlicht ließ das Wasser funkeln – noch war es ziemlich ruhig hier.
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Zwar waren die ersten Jet-Boote schon unterwegs, sonst tat sich noch nicht viel.
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Eine Menge los war hingegen in den Governments Gardens – hier spielte im Musik-Pavillon ein kleines Orchester beschwingte Melodien, das Publikum lauschte entweder andächtig …
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… oder schlenderte über den hiesigen Kunstmarkt (der deutlich hochwertigeres im Angebot hatte!)
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Wir waren begeistert – die Sonntag-Morgen-Konzerte scheinen Tradition zu sein in Rotorua, denn wir hatten hier letztes Jahr ebenfalls ein Sonntags-Konzert genossen.
Ein bisschen herum schlendern im Garten, über den sorgsamst gepflegten Kricket-Rasen, hin zum ehemaligen Badehaus, heute ein Museum.
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Das wunderschöne Fachwerkhaus beherbergte im 19. Jh. ein Badehaus, man wusste die heißen Quellen schon früh zu nutzen. Das ganze Gelände der Government Gardens war ein Geschenk der Maori an die Regierung – daher der Name.
Weitere Zeugen aus der Vergangenheit ist das kleine Gebäude des Rotorua Croquet Clubs …
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…und das hübsche Cottage des „Head Gardeners“ mit seiner bunten Wildblumen-Pracht.
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Uns zog es jetzt aber nochmal zu den Schwefeldüften – an den Garten grenzt der See, hier allerdings nicht schlichtes blaues Wasser, sondern eine weiße Brühe mit intensivem Geruch nach faulen Eiern ;-).
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Die Vögel lieben diese Brühe, sie ist zwar nährstoff-arm, aber mollig warm!
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Andere fühlen sich wiederum im normalen Seewasser wohler…
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Langsam schaufelte die Lakeland Queen vorbei …
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Dann war Schluss mit Rotorua – schließlich wollten wir heute noch bis Coromandel kommen!

Es ging mehr oder weniger querfeldein – den Thermal Explorer Highway entlang (ohne dass es auf der Strecke noch bemerkenswert viel Geothermisches gibt), an Matamata vorbei. Hier hatte ich eigentlich Hobbit-Land erwartet – stattdessen war es absolut flach und die Straße ging kilometerweit schnurgerade durchs Land.
Bei Kopu kamen wir schließlich an den Firth of Thames, Teil des Hauraki Golfes, und damit auch auf die Coromandel Halbinsel.

Die Straße von Thames bis Coromandel Town klebt ca. 30 km lang nur wenige Meter über dem Wasserspiegel zwischen Meer und Steilhang an den Felsen und zeichnet akribisch jede kleine Felsnase nach.
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Dann klettert sie in die Hügel und gibt mit jeder Kurve neue Wahnsinns-Blicke frei.

Es war schon später Nachmittag, als wir Coromandel Town und unsere Unterkunft erreichten. Und dann – dann kriegten wir uns fast nicht mehr ein vor Begeisterung: Unser Studio in der Fern Lodge war der absolute Hammer!
Luftig, hell, wunderschön eingerichtet – erinnerte ein bisschen an ein Strandhaus.

Und das alles eingebettet in eine Garten mit Feigen und Bananen, Artischocken und Rosmarin, Lavendel und unzähligen anderen blühenden und duftenden Pflanzen.
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Wir wurden freundlich empfangen von Ray, einem Töpfer, Kunstsammler und Bon-Vivant, der das alles gebaut hatte, inzwischen aber seiner Tochter überschrieben hat. Aber er lebt nach wie vor dort und die nächsten Tage waren es auch immer wieder die tollen Gespräche mit Ray, die den Aufenthalt in der Fern Lodge so einzigartig machten.

Hier kann man es wirklich bestens aushalten!

So fuhren wir heute:

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