22./23. Februar – Coromandel: Life’s a Beach!!!

P1220494Die Coromandel Halbinsel hat was für jeden: Wilde Steilküsten im Westen, malerisch von Pohutukawa Bäumen eingefasst, an der alljährlich bis zu 20.000 Seevögel, vor allem aus dem Osten Sibiriens und Alaska, überwintern. Deshalb heißt die Westküste auch „Seabird Coast“.

Im Osten reihenweise absolute Traumstrände, schneeweiß oder golden, mit oder ohne dramatische Felsformationen oder heißen Quellen, duftende Pinienwälder.

Und dazwischen Berge und Wälder, Flüsse und Wasserfälle, unzählige Wanderwege…

Die Coromandel wurde gleich zwei Mal „entdeckt“ – zuerst von Kupe, dem großen Entdecker und Stammesfürsten aus Polynesien, der schon um 950 hier angekommen sein soll. Eine Mischung aus Legenden und Tatsachen … Besser belegt ist die Ankunft von James Cook, der 1769 hier landete und absolut begeistert von der Gegend war. Wie unzählige Andere nach ihm…

Trotz des verschwenderischen Angebots an Ausflugsmöglichkeiten ließen wir es am ersten Tag langsam angehen.

Manchmal braucht man auch bei all den tollen Erlebnissen eine kleine Verschnaufpause – und unser Paradies war wie geschaffen dafür, einfach mal in der Sonne im Garten zu sitzen, zu lesen, Wäsche zu waschen und über den Lavendel-Sträuchern auf die Leinen zu hängen, einkaufen, sich mit Ray unterhalten …
P1220618
Am Nachmittag kurvten wir die Westküste hoch bis Coleville, dem letzten kleinen Ort auf unserer Seite der Halbinsel. Immer im Blick – die türkis-blauen Wasser des Hauraki Golfs, an dessen gegenüber liegender Küste unten Auckland und oben die Bay of Islands liegen.
P1220498
Und auch immer wieder kleine Buchten und Sandstrände.
P1220504
Coleville bietet einen Dorfladen, ein winziges Postamt, ein paar Häuser – und ansonsten nur Ruhe und Charme (wobei das mit der Ruhe manchmal relativ ist – denn besonders die Landjugend bevorzugt getunte Autos mit reichlich überdimensionierten Auspuffen, deren dröhnender Sound kilometerweit zu hören ist … seufz …).
P1220509P1220510
Kleine Flüsse fließen durch stille Mangroven-Landschaften …
P1220515P1220517
Wir tanken noch ein bisschen Einsamkeit und Stille – dann geht’s zurück nach Coromandel Town. In der dortigen Bakery (betrieben von einem freundlichen jungen Paar aus Kambodscha) erstehen wir Apfelkuchen zum Kaffee und Baguette für’s morgige Frühstück.

Und dann gibt’s noch mal ne Runde Garten-Genuss…

Am folgenden Morgen waren wir dann aber wieder voller Tatendrang und steuerten die Ostküste an. Dazu muss man erst Mal über die Berge – und hat zunächst einen Überblick zurück zum Golf.
P1220524
An der Ostküste treffen wir auf verträumte kleine Buchten …
P1220530
Und in Whangapoua auf einen breiten weißen Sandstrand.
P1220536P1220537
Am Ende des Strandes stoßen wir auf einen Hinweis – hier geht es zum New Chums Beach, dem derzeit angesagtesten Strand, weil (oder obwohl) er nur zu Fuß erreichbar ist.

Man muss zunächst ein Stück den großen Strand entlang, dann durch einen Fluss waten, einen mit großen und kleinen Felsbrocken durchsetzten Uferstreifen irgendwie hinter sich bringen, über eine kleine Landzunge gehen – und dann ist man am Ziel, dem eher winzigen New Chums Beach.

Einsam kann es dort allerdings nicht sein – wir zählen so um die 50 PKW und zwei Busse auf dem Parkplatz … Trotzdem machen wir uns auch auf den Weg. Zunächst am Fluss entlang …
P1220544
P1220541
Das ist kein Problem, auch die Durchquerung des Flusses ist einfach. Als ich allerdings auf der anderen Seite das Geröll- und Felsen-Durcheinander sehe und beobachte, wie die Leute ganz vorsichtig darüber balancieren und immer wieder abrutschen, streike ich – mit einem gerade wieder halbwegs verheilten Bruch gehe ich so ein Risiko nicht ein!
P1220549
Nicht wegen eines garantiert heillos überfüllten Strandes!

Also zurück und die Bucht umrundet – wir landen in Matarangi. Eine total sterile Ferienhaus-Kolonie – aber ein Puderzucker-Strand, gesäumt von duftenden Pinienwäldern. Und praktisch menschenleer …

In Kuatunu gibt es Kaffee und die Entscheidung, die Black Jack Road zu wagen. Entgegen unserer Befürchtungen ist sie größtenteils asphaltiert, nur zwischendurch mal unbefestigt. Und zur Belohnung gibt es in fast jeder Kurve märchenhafte Meeresblicke.
P1220576 P1220578
Auch bei näherer Betrachtung sind die Strände einfach ein Traum!
P1220589P1220588
Noch ein allerletzter Strand (auch wenn es nicht so aussieht, es war inzwischen schon ziemlich spät am Nachmittag) – die Otama Bay. Zunächst nur ein kurzer Blick von oben …P1220591
P1220590
Das sah so gut aus, dass wir weiter fuhren und einen fast unberührten Traumstrand vorfanden.
P1220597
P1220594
P1220604
P1220610
Das war’s dann aber auch – sandig und salzig (jeder Strand wurde natürlich nicht nur fotografiert, sondern auch intensiv im Wasser und auf dem Sand begangen – wobei mir auffiel, dass hier extrem selten mal Muscheln herum liegen. Und wenn, sind sie winzig klein!) fuhren wir nach Hause.

Vorbei an Flussmündungen vor weißen Dünen …
P1220613
… und durch Hügel in der Abendsonne, am Horizont der bizarre Castle Rock.
P1220615
In der Abendsonne ein kühles Bier im Garten …P1220625
… und dann frisch geräucherten Lachs und Muscheln aus der ortsansässigen Räucherei, dazu ein Salat und Pellkartoffeln – ich sag nur: Paradiesisch!!!

Unsere Strecken gestern und heute:

                                                                

Ein Kommentar zu “22./23. Februar – Coromandel: Life’s a Beach!!!

  1. Paradiesisch trifft es genau. Welch eine Fülle von traumhaft schönen Ständen! Ich kann gar nicht verstehen, warum sich die Menschen wie Lemminge auf einen einzigen Strand stürzen und den dann überbevölkern, wenn es doch andererseits in dieser Gegend, wie auf deinen Fotos zu sehen, zahllose einsame Puderzuckerstrände gibt…

    Gefällt mir

Gedanken, Bemerkungen, Kommentare ...

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s