24. Februar – Zugvögel …

P1220657Gaaanz langsam und gemütlich brechen wir auf. Obwohl wir heute ja eine ganz schöne Strecke vor uns haben!

Coromandel lässt uns nur schwer los. Unsere helle, luftige Unterkunft, Rays Geplauder, der sonnen-durchdrungene, duftende Garten …

Man müsste viel langsamer reisen – aber dann würde man eben auch nicht so viel sehen. Immer wieder ein Zwickmühle.

Ray meint leicht besorgt „It’s a looong way to the Bay of Islands“ . Wissen wir, sind wir letztes Jahr ja auch gefahren – allerdings von Thames aus. Und das liegt so ungefähr 45 Minuten südlicher und damit näher an unserem Ziel.

45 Minuten reichen heute allerdings für die kurvenreiche Strecke zwischen Coromandel Town und Thames nicht aus – ein extremer Langsam-Fahrer hält den ganzen Verkehr auf. So was bringt die Kiwis auf die Palme und normalerweise fährt man dann auch links ran und lässt die schnelleren Fahrer vorbei. Hier geht das allerdings mangels Ausweich-Plätzen nicht, also üben wir uns in Geduld.

Und werden belohnt – ein Riesen-Schwarm Austernfischer hat sich an einem kleinen Strand versammelt, ein echt bemerkenswerter Anblick.
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Austernfischer gehören zu dem großen Heer der Zugvögel, die an den Küsten Coromandels überwintern. Sie sind erstaunlich gute und ausdauernde Flieger…
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… auch wenn man sie in der Regel eher zu Fuß sieht.
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Auch wir ziehen weiter …

Die Strecke bis Auckland um den Hauraki Golf ist von begrenztem Charme – überwiegend flaches Weideland. Für die reizvollere Strecke an der Küste des Hauraki Golfes entlang, fehlt uns heute leider die Zeit.

Wir nähern uns Auckland – auf den mehrspurigen Stadt-Autobahnen geht es zäh voran. Es geht über die Hafenbrücke – nicht ganz so spektakulär wie die von Sydney, aber auch recht ansehnlich.
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In Whangarei wird eine Pause eingelegt – das Auto muss von den verräterischen Spuren der Gravel-Roads befreit werden, die einen dicken Mantel aus Staub auf dem Lack hinterlassen haben. Und uns zieht es an den romantischen Yachthafen an der Flussmündung, eingerahmt von verspielten viktorianischen Häusern.
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Eine futuristisch anmutenden Brücke überquert den Fluss ..
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… und von dort aus hat man den idealen Überblick über die Versammlung der Yachten.
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Uns lockten jetzt die kulinarischen Angebote – im Riverside Café gibt es die tollsten haus-gebackenen Kuchen und Torten, alle eine oder mehrere Sünden wert! Wir nahmen Pflaumenkuchen – mit Nüssen und Mandeln, mit Sahne und Karamell…. himmlisch!

Und so schnell verputzt, dass ich nicht mal ein Foto machen konnte 😉

Die letzten Kilometer bis Paihia legten wir flott zurück, es war inzwischen schon später Nachmittag, deshalb mussten alle „Scenic Drives“ entlang der Küste unterbleiben.

Unsere Unterkunft mit dem erstaunlichen Namen Swiss Chalet (sieht wirklich aus wie ein Haus in einem Alpendorf, mit Blumenkästen am Balkon und viel Holz) wird von Maureen, einer temperamentvollen Irin, und ihrem freundlich-behäbigen Mann Phil betrieben. Hier kommt man schnell ins Gespräch und erfährt oft schon beim Einchecken detaillierte Lebensgeschichten …

Während wir beim letzten Aufenthalt einen Traumblick von oben auf die Bucht hatten, aber dafür jedes Mal das Auto brauchten, wenn wir Essen gehen wollten, wohnen wir dieses Mal mitten im Ort, allerdings ohne Blick. Aber dafür ist das Meer nur ein paar Schritte entfernt.
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Und auch der Schwertfisch-Club!
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Hier kann man (kostenlos) für einen Abend oder auch für die Dauer des Aufenthalts in Paihia Mitglied werden und kommt dann in den Genuss einer sehr guten Küche und äußerst zivilen Preisen für Getränke.

Wir machten davon natürlich Gebrauch – und aßen im Abendlicht auf dem Balkon des Clubs mit Blick aufs Meer.

Heute war ein wunderbarer Sommertag – aber Paihia sorgt auch an Regentagen für seine Gäste: Mit einer Leihbibliothek und Leih-Schirmen.
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Wir hoffen mal, dass wir beides nicht brauchen werden!

Die heutige Strecke:

                                                                                              

Ein Kommentar zu “24. Februar – Zugvögel …

  1. Wieder was gelernt.
    Wir haben diese Vögel in Gore Bay beobachtet. Mit ihren langen, roten Schnäbeln haben sie im Sand nach Futter gestochert.
    Da sie auf immer vor den Wellen und uns wegliefen, haben wir sie für flug-unfähig gehalten.

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