2./3. März – Jetlag verdauen … und den Verlust des Smartphones!

P1230295Natürlich hätten wir auch noch ein, zwei Wochen länger in Neuseeland bleiben können. Und dann in einem Rutsch nach Deutschland zurück fliegen können.

Viele machen das so.

Wir wissen allerdings aus der Erfahrung vieler Reisen über Zeit-Grenzen hinweg, dass man größere Zeitunterschiede nicht immer so ohne weiteres wegsteckt.

Zumindest dann nicht, wenn man ein bisschen jenseits der 30 ist. Oder der 40. Ok – oder der 50 …. Mehr gebe ich jetzt erst mal nicht zu Zwinkerndes Smiley.

Jedenfalls macht es Sinn, quasi auf halber Strecke eine Pause einzulegen und Körper und Geist an eine neue Zeitzone zu gewöhnen. Deshalb der Zwischenstopp in Südost-Asien – mit 6 Stunden Zeitunterschied zu Neuseeland und weiteren 6 Stunden zu Deutschland.

Zwei Wochen hatten wir dafür eingeplant – aber zwei Wochen Bangkok sind selbst für eingefleischte Bangkok-Fans wie uns ein bisschen viel. Deshalb ging’s heute weiter nach Phnom Penh.

Und zwar gaaanz gemütlich! Erst mal richtig ausschlafen ….

Von wegen, wir waren schon im Morgengrauen munter, die innere Uhr warf uns aus dem Bett. Aber immerhin ganz gemütlich und lange frühstücken, auf der Terrasse direkt am Fluss.

Und dabei den irrwitzigen Schleppern zusehen, die aussehen wie Spielzeug-Boote, aber riesen-lange Kähne den Chao Phraya hoch schleppten.

Dann zum alten Don Mueang Flughafen – Air Asia und andere Billig-Airlines starten nur von dort aus. Es herrschte ein unsägliches Gewimmel, Tausende füllten die Hallen, aber irgendwie fanden wir doch den richtigen Schalter.

Schnelles Einchecken (Air Asia ist wirklich super organisiert), dann ging’s zur Sicherheitskontrolle. Auch hier wieder ein Gewusel – und irgendwie landeten die Gepäckstücke anderer Reisenden plötzlich zwischen unseren. Unsere Tasche mit Laptop/Tablet ließ sich nicht auf Anhieb öffnen, mein Rucksack war schon durch das Screening, bis wir den Rest aufs Band gepackt hatten.

Ein Mitarbeiter erklärte, mein Rucksack müsse nochmal gescannt werden, alles wurde noch mehr durcheinander gebracht – danach waren wir ziemlich beschäftigt, unsere Habseligkeiten wieder aus den diversen Plastikschalen zusammen zu suchen.

Tja, und als ich dann im Flieger mein Handy abschalten wollte – war es weg. Einfach.Nicht.Mehr.Da!!! Geklaut – an der Sicherheitskontrolle!!! Irgendwie konnte ich es gar nicht fassen …

Die Ankunft in Phnom Penh verlief zwar reibungslos – das Visum on Arrival war eine Sache von wenigen Minuten und 30US$ pro Person – die Fahrt in die Stadt dauerte allerdings erheblich länger als der Flug. Nichts ging mehr auf den Straßen von Phnom Penh, alle blockierten sich gegenseitig, keiner ließ einen anderen ein oder abbiegen.

In mehrfacher Hinsicht ziemlich entnervt kamen wir schließlich im Pavilion Hotel an – eine absolute Oase in der quirligen Stadt. Mehrere alte Villen in einem ruhigen Garten – die größte war einst das Zuhause der Königin-Mutter, eine andere gehörte dem königlichen Veterinär.

Wir lieben das winzige Hotel, waren schon mehrfach dort und wussten deshalb, welche Zimmer richtig gut sind. Unser Lieblingszimmer – Nr. 11 – war leider schon belegt, aber 14 ist auch sehr schön – mit einem kleinen Privat-Pool und viel Sonne.

Übers Internet versuchte ich sofort, mein Handy zu orten – aber da war nicht mehr viel zu machen, die Simcards waren offenbar bereits raus genommen, denn weder über meine deutsche noch über die neuseeländische Nummer war mein Handy erreichbar.

Es blieb also nur noch Schadensbegrenzung – alle Daten löschen, den Zugang zur Cloud sperren und so viele Kontaktpersonen wie möglich per Mail informieren, dass Telefonnummern und evtl. auch Mail-Adressen in fremde Hände gefallen waren.

Blöderweise waren die meisten Daten nicht auf dem Gerät, sondern auf einer SD-Karte – glücklicherweise sind das überwiegend harmlose Fotos, die niemand interessieren… Und vermutlich dürften die Diebe auch eine herbe Enttäuschung erlebt haben, denn mein Handy ist alles andere als ein hochpreisiges Teil – ein schlichtes Windows Lumia 630, das man schon für um die 80€ kaufen kann.

Egal – wir wollten jetzt erst mal einfach nur einen Tag total ausspannen und wieder zu uns kommen. Der gestrige lange Tag steckte uns immer noch in den Knochen.

Also erst mal abends an den Sisowath Quay (und dort nach dem Preis für ein Taxi nach Sihanoukville erkundigt – 50US$, also der gleiche Preis wie vor 3 Jahren), richtig lecker essen und dabei das Treiben am Fluss beobachten.
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Und am nächsten Tag noch mehr davon – erst mal ausschlafen. Ging bei mir immer noch nicht – aber früh morgens vom Bett direkt in den Pool hüpfen und ein bisschen schwimmen, hat auch was Zwinkerndes Smiley.

Dann – einfach nur faulenzen, im schattigen Hotel-Garten, in den lauschigen Cabanas, am Pool … Und zwischendurch eine Massage, die die Hotelleitung uns als Entschädigung dafür geschenkt hatte, dass unser Wunsch-Zimmer nicht mehr frei war.
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Am späteren Nachmittag spazieren wir durch den gegenüber liegenden königlichen Wat Botum Richtung Königspalast. Vorbei an blühenden Bäumen, die eine frühlingshafte Atmosphäre verbreiten.
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Und an dem riesigen goldenen Garuda…
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Vorbei an prachtvollen Gebäuden …
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… und entlang der Mauer des Königspalastes.
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Durch einen kleinen Park, wo die Kutten der Mönche in der Abendsonne förmlich leuchten.P1230278
Und wo die späte Sonne die filigranen Dächer des Palastes zu Klöppelspitze verzaubert.
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Der heutige Hüpfer:

2 Kommentare zu “2./3. März – Jetlag verdauen … und den Verlust des Smartphones!

  1. Künftig werde ich auch aufpassen wie ein Luchs – ich bin irgendwie auch menschlich ziemlich enttäuscht, denn damit hätte ich nie gerechnet.
    Aber ein Blick ins Internet beweist, dass das offenbar sogar ziemlich häufig vorkommt …

    Und ja – das Pavilion in Phnom Penh ist ein Juwel – wart ihr da nicht auch schon mal???

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  2. Also ein bißchen Schwund ist ja immer auf Reisen, wir haben auch schon so manches eingebüßt. Aber einen an den Sicherheitskontrollen zu beklauen, das ist eine besonders perfide Methode. Tut mir leid für dich, so etwas ist ärgerlich. Im übrigen: danke für den Tip, ich habe bisher an den Kontrollen viel zu wenig aufgepaßt, das wird sich in Zukunft ändern…

    Euer kleines Hotel in Phnom Penh ist zauberhaft 🙂

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